Die Weisung des Hirten von Böhmen von 1356 (3. Fortsetzung)
Satz 14
Zweimal wird das Böhmerland gesiebt werden: Das erstemal bleiben nur soviel Deutsche, die unter einer Eiche Platz haben.
a) Der Jüngling sieht in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg furchtbare Vorgänge in seinem Heimatlande. Er verweilt in dieser Zeit durch 6 Sätze. Er mißt also den Vorgängen die größte Bedeutung für das Schicksal seines Volkes zu. Für die anscheinend größeren Katastrophen, wie z.B. den ersten Weltkrieg genügte ihm ein Satz, für die Nachkriegszeit aber schon 5 Sätze; auch sie ist entscheidend für das Schicksal der Tschechen. Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung sind sie ja Ursache der Vorgänge nach der nächsten Katastrophe, dem zweiten Weltkrieg.
b) In der Anwendung des Vergleiches „gesiebt werden", liegt bereits die ganze Tragik der heute noch in tschechischen Lagern und in Sklaverei befindlichen zurückgebliebenen Sudetendeutschen. Der Vergleich bedeutet, daß noch etwas im Sieb zurückbleiben soll, denn sonst brauchte man ja nicht zu sieben, sondern einfach wegwerfen. Also war es Tatsache, daß noch einige Deutsche zurückbleiben sollen. Freilich sind sie dem Verhängnis nicht entronnen, sie tragen vielleicht noch schwerere Bürde als die vertriebenen Landsleute.
c) 250.000 Deutsche werden nach Berechnungen noch in der Č.S.R. als Facharbeiter und zum Anlernen der tschechischen Arbeiter zurückgehalten. Unter welchen Lebensbedingungen diese Unglücklichen noch bis vor kurzem lebten, ist durch Entflohene oder Überflüssiggewordene, deshalb nachträglich (ausgesiedelte) ausgesiedelte sattsam bekannt. Sie wurden jeden Tag wie Vieh aus den Baracken getrieben und vor die Interessenten geführt, die sich nun ihre Arbeitstiere für den Tag aussuchten.
Nach neuesten „Berichten" aus der Č.S.R. sollen nun die vertriebenen Deutschen wieder den Tschechen „fast" gleichgestellt sein. Was von solchen Propagandaberichten der Tschechen zu halten ist, ist auch sattsam bekannt. Wir gehen deshalb nicht fehl, wenn wir die Zustände als noch auf den alten Stand verblieben, annehmen.
Wenn wir nun diese 250.000 Deutschen über die ganze Č.S.R. verstreut annehmen und die einzelnen verbliebenen Deutschen einer Stadt zusammenrufen könnten, so haben diese Wenigen unter einer Eiche Platz. Sinnvoll zeichnet der tschechische Seher vor 500 Jahren damit den heutigen Zustand.
Satz 15
Wieder wird der tschechische Löwe über Böhmen herrschen, aber sein Glanz ist zu Ende.
a) Die Ereignisse des Jahres 1945, die plötzliche Demaskierung der Humanisten und Demokraten Beneschs und Masaryks jun. als Diebe, Räuber, Mörder räumten bald mit den falschen Nymbus, in welchen sich die Č.S.R. sonnte, auf. Man erkannte jetzt, daß nur der Einfluß der österreichischen Kultur, die Tschechen auf diese Höhe der Kultur gebracht hatte und daß durch Wegfall jeder Bindung an die westlichen Kulturkreise der niedrige, gemeine, brutale und tierische Teil dieses Volkes durchbrach und sich in unbeschreiblichen Haßorgien, Massenmorden, Massendiebstählen, Massenschändungen manifestierte. Alles was an niedrigen Instinkten am Grunde der tschechischen Seele schlummerte, an Minderwertigkeit, verbrecherischem Hang und manischer Veranlagung, alles was hinter einer dünnen Schicht Kulturheuchelei verborgen war, trat der erschreckten Welt vor Augen.
Ein Volk im Amoklauf?
Durch die Ereignisse des Frühjahres 1948, als die Dilletanten Benesch und Masaryk den Staat an den Stalinknecht Gottwald verspielten, verlor das Tschechische Volk den letzten Rest an Ansehen. Es nennt sich wohl noch Č.S.R., aber ist praktisch eine Filiale Moskaus.
Satz 16
In Böhmen wird nur noch ein Volk leben.
a) Nun hatten die Tschechen den seit 600 Jahren erstrebten Zustand: Böhmen den Tschechen. Ein Nationalstaat ohne Minderheit.
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