Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 149
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Něco pro posvícení!

Ebbas für d' Kirwa!
Ebbas für d' Kirwa!

Kirwa is, Kirwa is, Leutla gaeiz zan Toanz,
D' Musich spielt di schoinstn Stickla,
Waolza Polka woizös wolz.
Wei(n) u Boia haout da Wirt scho gwassert,
daz haolt joa koin Rausch greoingn solz,
d' Weiba doi habn Kuchn bachn,
Trümma woi a Wognroad,
haondhauch Tschmier, draf beißt no eine,
reißt enks Mal an Ongl grod.
Diel, Diel, schoi stad, schoi stad,
da Onl mit da Wawa draht.
Moidl, Moidl, Juchahoppsassa,
bis fröi imma dra.

A. Kempf

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Psí kožešiny na Sechhäuslu aneb nedělní výprava do chudobince

Ein wahres Geschichtl
Ein wahres Geschichtl

Nach dem ersten Weltkrieg kam ich in den Schlaggenwalder Stadtrat und das Sozialreferat übertragen, zu welchem auch die Armenhäuser wie „Alte-Schule, Hosspital, Sichenhaus (im Volksmund Sechhäusel)" u.a.m. gehörten. Es gab in diesem Referat sehr viel zu tun. Was ich als wahres Geschichtl bezeichne, betrifft das „Sichenhaus" in welchem damals zwei Parteien wohnten u.z. Wirlitsch — genannt Kubisch — und Peter (Peiter Pf.). Letzterer kam zu mir und beschwerte sich über den Hundefleischesser Wirlitsch/Kubisch. Er bat mich ins Sichenhaus zu kommen, um mich über die Schweinerei, die letzterer durch Hundshäuteaufhängen am Dachboden verursachte, zu überzeugen. Ich trug die Sache in einer Stadtratssitzung vor und bat, es möge sich einer von den 12 Stadträten melden, der mich zu diesem Gang an einem Sonntag begleitet. Nach langem hin und her, meldete sich der leider schon verstorbene Stadtrat Gröschl, mit dem ich an dem darauffolgenden Sonntag den Gang unternahm. Angelangt im Sichenhaus, sagte ich zu beiden Parteien: Wir kommen zur Kontrolle, aber nicht, daß sich eine derselben bei mir beschwerte, um nach uns ev. Krawallen unter diesen vorzubeugen. Was wir am Dachboden des Sichenhauses an trockenen und nassen Hundehäuten vorfanden, war schrecklich. Vom Gestank und am Fußboden herumkriechenden Würmern, mußten wir uns beide Nase und Augen verdecken, Gröschl war noch empfindlicher als ich. — Wir waren froh, als wir den Schreckensraum wieder verlassen konnten.

Ich gab Wirlitsch — er bekannte sich freiwillig als Besitzer dieser Hundhäute — den Auftrag, so schnell als möglich, diese Schweinerei zu beseitigen, da sie gesundheitsgefährlich sei. Jetzt kam das erste Schöne: Wirlitsch machte seine Küche, das zugleich Wohnraum war, auf und lud uns zu einem Sonntags-Hundebraten ein, welche Einladung uns beiden das Essen zu Hause verdarb in Rücksicht des Geschauten im Sichenhaus. Und nun zum zweiten: Gröschl und ich gingen gemütlich unsere Worte austauschend über das Gesehene heimzu und dachten nicht an ein weiteres Übel, in das wir erneut hineingerieten, beim Eintritt in unsere Bergstadt Schlaggenwald. Schon bei der Spitalkirche fing dies an: Auf einmal lief ein ganzes Rudel Hunde zusammen, sie bellten uns an, das noch schlimmer wurde, als wir am Marktplatz ankamen und vielen Stadtkirchenbesuchern begegneten. Diese blieben stehen und lachten. Da blieb unsere einzige Rettung von dem Hundeübel nur das Rathaus. Schuld an all dem war nur der Hundegeruch oder besser gesagt der „Gestank", der an uns durch den Sichenhausbesuch hängengeblieben war. Stadtrat Gröschl sagte zu mir: „Einmal haben sie mich drangebracht, ein zweites Mal nicht mehr!"

Hans Blumthaler

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