Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 147
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Bývalí účastníci západočeské selské školy se sešli v Ansbachu

Ehemalige Teilnehmer der westböhm. Bauernschule trafen sich in Ansbach/Mfr.

Ende Oktober v. J. trafen sich in Ansbach an die dreißig Teilnehmer der letzten Lehrgänge der deutschen westböhmischen Bauernschule mit ihrem Altmeister, Staatsminister a. D. Gustav Hacker, nach vier Jahrzehnten zu einem herzlichen, gelungenen Wiedersehen.

Erstmalig nach fast einem Menschenalter in solchem Kreise wieder beisammen, ergab sich schon beim ersten gemeinsamen Mittagessen — mit dem einst üblichen Tischgebet und Vorspruch — wieder die vertraute Lehrgangsatmosphäre der Bauernschulgemeinschaft, von der viele, wenn nicht alle ehemaligen Bauernschüler sagen, daß es die schönste Zeit ihres Lebens gewesen ist.

Der Gildenmeister des 13. Lehrganges, Rudolf Püchner, begrüßte herzlich die teils von weither angereisten Teilnehmer dieses Treffens und berichtete über die Vorarbeiten und oft schwierige Beschaffung der Anschriften. Beim Totengedenken verlas er die bisher bekannten Namen der Gefallenen und Verstorbenen, denen Gustav Hacker herzliche Worte des Gedenkens widmete und dabei seiner Freunde und Mitarbeiter Karl Hübl und Josef H. Häusler besonders gedachte.

Eine kleine Ausstellung von Fotos, Tagebüchern, Schriftenmaterial und Büchern aus der einstigen Bauernschul- und Landjugendzeit weckte so manche Erinnerung an die jungen Jahre der inzwischen zumeist Ergrauten.

Ein Rundgang bei schönstem Spätsommerwetter durch den herbstlich-bunten Schloßpark und die historische Markgrafenresidenz mit Herrn Gartenbaudirektor Ing. O. Jodl, einem Landsmann aus dem Böhmerwald, mit geschichtlichen Erläuterungen, führte den Teilnehmern die Schönheit der alten Stadt bestens vor Augen.

Am Abend fand — wie einst bei den Lehrgängen — ein Heimabend statt, der mit dem Liede „Wahre Freundschaft" eingeleitet wurde. In einer fast einstündigen Ansprache Gustav Hackers kamen so manche Ereignisse und Begebenheiten seines Lebens als Politiker, von der Gründung der Bauernschulen angefangen bis zu seiner Dienstzeit als Minister in Hessen und seiner jetzigen Tätigkeit zur Sprache. Alle Anwesenden gewannen nach so langem Zeitabstand ganz persönliche Eindrücke über große und kleine Politik, dargeboten aus erster Hand, was sich dann auch in vielen Beiträgen, Fragen usw. in der Aussprache kundtat, an der sich fast alle Teilnehmer beteiligten. Anschließend wurde viel gesungen und es kamen Lieder wieder zum Klingen, die man seit Lehrgangsende nimmer gesungen und gehört hatte. Auch so manche lustige Episode von damals wurde zum Besten gegeben und das Faschingsblatt des 13. Lehrganges versetzte die Zuhörer mit viel Gelächter wieder in das damalige Milieu. Dieser Heimabend dauerte, besonders für einige Unentwegte bedeutend länger, als dies einst im „Jahnheim" üblich war.

Beim Kirchgang am Sonntag erlebten dann alle noch einen feierlichen Pontifikalgottesdienst mit der Krönungsmesse von W. A. Mozart.

Bei der Abschiedsansprache von Staatsminister Hacker wurde das einstige Gelöbnis der Bauernschüler feierlich erneuert und einmütig beschlossen, daß die Teilnehmer dieses Treffens sich im Jahre 1977 wieder in Ansbach am zweiten Wochenende im Oktober (9./10.) im Hotel „Augustiner" wiedersehen.

Es sollen bis dahin weitere Anschriften von ehemaligen Lehrgangsteilnehmern gesammelt werden; Interessenten wenden sich bitte an:

Rudolf Püchner, Prälat-Albert-Stötter-Straße 5, 8898 Schrobenhausen/Obb.

Oswald Jessl

Landsmann Oswald Jessl

hat für ehemalige Teilnehmer an den im Jahnheim in Schlaggenwald abgehaltenen Bauernschullehrgängen folgende Mitteilung zu machen:

Da aus den Dörfern rund um Schlaggenwald sehr viele Landsleute die Bauernschule besucht haben, wäre es eine Freude alten Freunden und Besuchern dieser damaligen Veranstaltungen bei dem nächsten Treffen begegnen zu können. Er lädt auch alle ehemaligen Landjugendangehörige ein, die an den Heimabenden teilgenommen haben.

Ansbach ist von allen Himmelsrichtungen gut mit Bahn oder anderen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das Lokal „Augustiner" befindet sich in der Nähe des Bahnhofes. Auch ist genügend Parkplatz vorhanden.

Teilnehmewillige möchten dies bitte Herrn Püchner mitteilen. —

Anschrift: Rudolf Püchner, Prälat-Albert-Stötter-Str. 5, 8898 Schrobenhausen.

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