Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 145
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Přijeďte na slavkovské setkání do Auerbachu!

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übernehmen.

Wegen der Übernachtungen bitte ich den HB vom März und Juni 1975 herzunehmen. Dort sind alle Möglichkeiten angegeben. Landsmann T. Kunzmann bittet, ihn nicht mehr damit beauftragen zu wollen. Er möchte die Kosten nicht übernehmen, falls die bestellten Zimmer nicht benützt würden, oder wenn dann aus verschiedenen Gründen an dem Treffen nicht teilgenommen werden kann.

Ein großes Programm wollen wir nicht ablaufen lassen. Wir haben uns genug zu erzählen und wollen die Stunden mit gemütlichen Plaudereien miteinander verbringen. An Gesprächsstoff fehlt es keinem. Wir wollen uns ganz der Freude des Wiederbegegnens hingeben. Bisher waren die Treffen in der Patenstadt Auerbach stets für alle Teilnehmer ein erhebendes Erlebnis. Es wird auch diesmal allen Freude bereiten. Außer der traditionellen Kirchhofbegehung, die durch die Stadt führt, wird die Bevölkerung nicht weiter belästigt werden. Diesmal wollen die Vereine zu uns kommen. Nehmt daher die Gelegenheit war und kommt recht zahlreich in die Patenstadt. Bedenkt, daß es das letztemal sein könnte, daß wir uns auf diese Weise zusammenfinden und unsere Gedanken uneingeschränkt der alten Heimat widmen. Wir wollen zeigen, daß wir würdige Patenkinder sind und unsere Patenstadt uns sehr viel bedeutet. Nimmt sie doch die Stelle ein, die uns allen unvergeßlich bleibt: „Unser Schlaggenwald", wo wir geboren wurden, aufgewachsen sind und unsere Jugend geblieben ist, die wir im Leben erfüllt haben und an die wir so schöne Erinnerungen in unserem Heimatbrief wachhalten. Im Grunde genommen ist unser Leben noch immer nach der alten Heimat ausgerichtet. Nun soll uns die Patenstadt die Wärme vermitteln, die uns einst die Heimat gegeben hat. Wir werden es der Patenstadt stets danken.

Darum muß unser Wahlspruch in den kommenden Tagen lauten: „Auf, nach Auerbach! Der Termin des Treffens fällt genau auf die Schlaggenwalder Kirchweih. Das ist ein Grund einmal zünftig Kirwa zu feiern. Natürlich werden wir den Stramerlkuchen nicht missen brauchen. Es werden bestimmt einige Landsleute mit genügend Quark-, Streußel- und Bowidlkuchen anreisen. Ich appelliere an Landsmann Rippl in Pegnitz! Er wird bestimmt in seiner Feinbäckerei für uns einen Kirwakuchen backen. Nirgendwann hat der Kuchen so gut geschmeckt als zur Kirwa daheim. Wenn es auch nur Stramerl waren, aber satt sind wir alle geworden.

Eines allerdings werden wir an dieser Kirwa missen müssen. Es wird keine Tunnelbahn kreisen, wie sie stets die Schaustellerfamilie Nolly am Markt aufgebaut hatte, und deren Lichter am Abend uns ganz besonders faszinierten. Auch die anderen Schausteller mit Pferdebahn und Schiffchenschaukel wird es nicht geben. Lassen wir aber trotzdem die alten Weisen, die die Leierkasten und Drehorgeln von sich gaben, in unseren Ohren erklingen. Ein bißchen von damals soll unsere Seele wandern.

Besondere Freude sollte ein richtiger Kirwatanz sein. Dazu wünschen wir uns eine zünftige Musik. Ich nehme an, daß wir diesesmal eine ordentliche Musik zu hören bekommen. Die Unkosten dafür werden bestimmt durch den zu leistenden Treffen-Beitrag zusammenkommen. Hoffentlich hat unsere Patenstadt das erforderliche Lokal, um all die Teilnehmer aufnehmen zu können. Bisher haben wir stets die zur Verfügung stehenden Lokalitäten gefüllt, und wenn bei den kommenden Tagen noch die in Auerbach akkreditierten Vereine zu uns kommen wollen, muß schon eine größere Fläche zur Verfügung stehen. Oder sollte es sein? Viele Reden wollen wir uns nicht anhören. Was ich Euch zu sagen habe, das steht ja im Heimatbrief. Da wir wieder sehr viele junge Leute erwarten, sollte schon eine gute Tanzmusik aufspielen. Soviel mir berichtet wurde, hat es den jungen Landsleuten beim letzten Treffen sehr gut gefallen und sie waren darüber begeistert. Wünschen wir uns, daß es auch diesmal wieder so einschlagen möchte. Wenn der liebe Gott uns wieder einen sonnigen Spätsommertag schenkt, dürften wir wirklich seine Kinder sein. Wir Älteren wollen dann gerne dem fröhlichen Treiben der Jüngeren zusehen, wenn sie sich hurtig im Tanz drehen.

Lassen wir dann unsere Jugendzeit vorbeiziehen. Damals waren unsere Gaststätten im Städtchen gut besucht. So manches Räuschlein wurde heimgetragen. Aber der „Schwarze Kaffee" bei einem Freunde wurde am frühen Morgen auch nicht verachtet. Da mußte die Büchse geöffnet werden, die die Kostbarkeit „Kaffeebohnen" enthielt, und ein Teil wurde entnommen. Wie herrlich duftete es im ganzen Haus nach dem

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