Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 144
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Slavkovské výrazy – vzpomínka z dětství

Schlaggenwalder Ausdrücke - Eine Kindheitserinnerung

Einer Anregung von Landsmann Albin Steinwasser folgend, will ich nachstehend ein kleines Erlebnis aus der Kindheit erzählen, das mir jetzt um diese Zeit einfiel.

Als ich seinerzeit zur ersten hl. Kommunion ging, da war es üblich, daß der Frauenverein (Vorsitzende Frau Resi Pöttig/Schlosser) die Erstkommunikanten in den Gasthof „Zum schönen Bürger" zum Nachmittagskaffee einlud. Meine Cousine Gerta Huber saß an der Tafel neben mir. Als wir nun Kaffee und Kuchen bekamen, da war auf meinem Kaffee eine ziemlich zerfetzte dicke Milchhaut. Ich war als Kind ziemlich „kabisch" und konnte beim besten Willen den Kaffee nicht trinken. Gerta war nicht so empfindlich, und so bat ich sie, die Tassen auszutauschen, denn auf ihrem Kaffee war überhaupt keine Milchhaut, was sie auch bereitwillig tat. Aber getrunken hat sie den Kaffee auch nicht, denn plötzlich sagte sie zu einer Frau, die bediente: „Sie, kommen Sie mal her, den Kaffee mit dem Blootz trinke ich nicht. Bitte, bringen Sie mir eine andere Tasse." Die Frau lächelte und tauschte um.

Als man meiner Tante Anna Huber später den kleinen Vorfall erzählte, war diese ganz entrüstet, woher denn Gerta diesen Ausdruck „Blootz" habe, daheim hätte sie ihn sicher nie gehört.

Dazu möchte ich bemerken, daß bei Hubers Hochdeutsch gesprochen wurde, da mein Onkel Albin Huber unseren Dialekt nicht verstand, denn er stammte ja aus Südmähren.

Relli Hahn, Leverkusen

[obr] Unsere Lehrerin, Frau Glassauer u. zahlreiche Schülerinnen des Jahrganges 1922/23 und 24. Wer kennt sich wieder?

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