Eucharistiefeier zu halten, Mahlgemeinschaft mit dem Herrn und Mahlgemeinschaft mit den Brüdern. Karfreitag ist der Todestag des Herrn, strenger Fasttag für den gläubigen Christen. Aber auch in die Trauer dieses Tages klingt schon ein Akkord der Freude, denn es ist der gleiche Herr, dessen Tod wir feiern und dessen Auferstehung wir schon übermorgen an Ostern verkünden werden.
Ostern aber ist das höchste der christlichen Feste, in dem das Heilswirken Gottes seinen Höhepunkt erreicht im Tod, in der Auferstehung und Verherrlichung unseres Herrn. Was damals in Jerusalem in geschichtlicher Wirklichkeit geschah, geschieht hier in der Wirklichkeit der liturgischen Feier. Jahr für Jahr sollen wir neu erfahren, daß wir durch den Tod und die Auferstehung des Herrn aus der menschlichen Schicksalsgemeinschaft der Sünde und des Bösen herausgerissen und in die Liebesgemeinschaft Gottes versetzt sind. Deshalb werden wir Alleluja singen.
Die ganze Kirche wird Alleluja singen, auch wenn ihr Weg durch die Zeit ein Kreuzweg ist. In der Osterfreude übersieht sie nicht das Leid und die Not in der Welt. Wir wissen, daß es auch in diesem Jahr an vielen Orten die Schar der Mühseligen und Beladenen gibt, die Ostern in Krieg, Hunger und Not feiern werden. Aber auch sie sollen wissen, daß der Weg des Gottesknechtes Jesu vom Karfreitag nach Ostern führt und daß dieser Weg der typische Weg der Kirche und des Christen ist.
Mein Osterwunsch: Feiert christliche Ostern! Werdet österliche Menschen! Entzündet das Osterlicht und tragt es in die Häuser und zu den Brüdern! Und wie daheim reicht Euch die Hände und sagt: Gesegnete Ostern und ein frohes Alleluja!
Prälat Dr. Karl Reiß
Zu unserem Titelbild
Dieser Christus soll bei einigen Personen ein Wunder vollbracht haben. Da dort abgelegte Krücken u.a.m. als Zeugnisse hinterlassen wurden. Glaube versetzt Berge!
Liebe Landsleute!
Wieder erleben wir den Frühling. Endlich sind die düsteren kurzen Tage zu Ende. Mag das Weihnachtsfest noch so traulich von uns wahrgenommen werden, so kann es doch nicht diese Wärme geben, nach der wir solange Ausschau halten, und die uns nur die Frühlingssonne geben kann. Das spüren wir ganz besonders in der Osterzeit.
Wie in den bisherigen Jahren habe ich im Namen aller Landsleute auch in der vergangenen Weihnacht an 9 Landsleute in Altersheimen, 3 Landsleute in der Zone und 2 Landsleute in Grafenwöhr mit einer Weihnachtsgabe aus dem Spendennachweis bedacht. In die Altersheime wurden durch die Lebkuchen-Firma Otto Schmidt in Nürnberg je ein Lebkuchenpaket zum Preise von 27,80 DM versandt. 2 Pakete hat eine Landsmännin für den Betrag von à 30 DM verschickt und eines kam mit 35 DM zum Versand. An 2 Schlaggenwalderinnen wurde ein Betrag von 50 DM geschickt. Es haben sich alle in rührenden Worten bedankt. Ich hoffe, daß meine Handlungsweise die Billigung der Landsleute findet. Gerne bin ich bereit andere Vorschläge entgegenzunehmen, die unseren alten Landsleuten unsere Verbundenheit zeigen. Leider schrumpfen die Mittel, die für diese Sache aufgewendet werden müssen, zusammen. Im Spendennachweis ist es ersichtlich.
Weil ich nun bei den Spenden angelangt bin, möchte ich allen Gönnern, die für den Fortbestand des HB gespendet haben, recht herzlich danken. Ohne ihre Hilfe könnte kein HB mehr erstellt werden. Die Bezugsgebühr allein deckt nicht die Unkosten. Es kann sich jeder davon überzeugen, denn es sind insgesamt nur 820 Heimatbriefbezieher. Da viele Landsleute in Übersee und anderen europäischen Ländern ansässig sind, entstehen hohe Portogebühren. Portokosten, Versandtaschen,
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