Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 143
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První chodská svatba v egerlandském stylu v Horním Slavkově před 40 lety

Erste Egerländer Hochzeit in Schlaggenwald vor 40 Jahren

[obr] Das Ehepaar Alois Gareis und Anna geb. Kraft heirateten am 16. 2. 1936 in der Dekanalkirche zu Schlaggenwald. Die Hochzeit fand damals wegen ihrer Originalität sehr große Beachtung. Als Brautlader fungierte unser Vetta Franz Heidler aus Falkenau.

Das Hochzeitsbild bringt uns viele alte und junge Schlaggenwalder aus dem Jahre 1936 in Erinnerung.

Alois und Anna Garreis feierten ihr 40jähriges Ehejubiläum bei guter Gesundheit im Kreise ihrer großen Familie in Großheubach.

Ilse und Hermann Häuser

In der Tschechoslowakei leben rund 86 000 Deutsche

Bonn (ddp). In der Tschechoslowakei leben nach den Erkenntnissen der Bundesregierung 86 000 deutschstämmige Bürger. Wie der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Mörsch, am Donnerstag im Bundestag weiter mitteilte, werden von offizieller tschechoslowakischer Seite 75 000 bis 80 000 angeben.

Vlastivěda politického okresu Falknov – Flutbach (Flošský potok)

Heimatkunde des politischen Bezirkes Falkenau

Herausgegeben vom Bezirkslehrerverein Falkenau.

Mit einer Karte aus dem k.u.k. militärgeographischen Institut in Wien. Falkenau a.d. Eger 1898 — im Selbstverlag.

Dieser Heimatkunde, welche 465 Seiten umfaßt, habe ich nachstehende Beschreibung entnommen:

Der Flutbach,

auch kurzweg Flut genannt; dieser Flößgraben ist ein künstlich angelegter Bach, welchen Johann Pflug von Rabenstein, dem auch die Herrschaft Königswart gehörte, zu Anfang des 16. Jahrhunderts begonnen, sein Bruder Kaspar Pflug (1538—1543) fortgesetzt und Kaiser Ferdinand I. vollendet hat. Das Wasser diente zur Flößung des Scheitholzes, sowie zum Betrieb der ärarischen Pochwerke und Schmelzhütten; er ist der Abfluß des Alt- oder Großteiches, der in der Nähe des fürstl. Schönburg'schen Jagdschlosses Glatzen im Planer Bezirk liegt. Eine kurze Strecke fließt dieses Wasser nördlich und wendet sich sodann nach Nordosten. Unweit Sangerberg nimmt der Bach wieder eine nördliche Richtung, biegt unterhalb des Rinnelhauer Jägerhauses nach Osten und durchbricht die Straße, die von Lauterbach nach Sangerberg führt. Hier hat er den Namen Flößgraben. Er übersetzt alsdann die Sangerberg-Neudorfer Straße, fließt in nordöstlicher Richtung, durchbricht die genannte Straße wieder, indem er eine westliche Richtung einschlägt. Nachdem er den am Ostabhang des Berges Hasentanz entspringenden Spindlbach aufgenommen, wendet er sich nach Norden, um unterhalb des Schützenhäusl wieder eine östliche Richtung einzuschlagen. Vor dem Grabenhäusel bei Schönfeld wendet er sich wieder nach Norden, durcheilt die genannte Stadt, treibt die drei Schönfelder Mühlen und unterhalb der Stadt die Spinnfabrik des Herrn Josef Ruß. In früherer Zeit trieb er die zur Hub gehörenden Pochwerke. Links erhält hier der Flutbach mehrere kleine Gewässer, die wieder das Abflußwasser mehrerer Teiche aufnehmen. Zwischen den Städten Schönfeld und Schlaggenwald spendet die Flut ihr Wasser mehreren industriellen Unternehmungen. In der Stadt Schlaggenwald, die der Bach der ganzen Länge nach durcheilt, nimmt er rechts einen kleinen Bach, der seinen Ursprung in einem Teiche östlich vom Schlaggenwalder Schießhaus hat.

Unweit des Marktplatzes von Schlaggenwald nimmt der Flutbach eine nordwestliche Richtung, die er bis zu seiner Mündung beibehält. Unterhalb der genannten Stadt treibt die Flut die Schneidmühlen des Herrn Füßl, dann die Loh-, Korb-, Herrn- und Klöpperlmühle; bei dieser nimmt der Bach rechts das Bächlein auf, das oberhalb Poschitzau entspringt. Die Wasser des Flutbaches eilen sodann an der Porzellanfabrik von Haas und Czjžek vorüber. Unterhalb derselben, bei der Faltermühle, mündet links der vereinigte Rein- und Silberbach. Oberhalb der Schreibermühle ergießt sich links der Köstlbach, der von Höfen kommt. Der Flutbach durcheilt das ziemlich enge Zechtal, das bei Schlaggenwald beginnt und bei Elbogen endet. Die zerstreuten Häuser des Dorfes Zech liegen in diesem Tal. Mehrere industrielle Unternehmungen machten sich das dahineilende Wasser des Flutbaches dienstbar. Nach einem etwa 28 km langen Lauf fällt er bei Elbogen in die Eger.

Der oben genannte Reinbach entspringt unter dem Namen Filzbach etwas nordöstlich von Lauterbach in der Nähe des Spitzberges und hat größtenteils einen nördlichen Lauf. Östlich von Dreihäuser nimmt er den von dort kommenden Bach auf. Der Silberbach entsteht aus zwei Bächlein, von welchen das eine auf der Moorwiese, das andere in der Nähe des Putzenhofes bei Schlaggenwald entspringt. Oberhalb der Faltermühle vereinigt er sich mit dem Reinbach.

Die Tepl erhält aus unserem Bezirk das Bächlein, das von Rabensgrün kommt, ferner das Leßnitzbächlein, das bei Töppeles mündet, dann ein Bächlein, das beim sogenannten Stefflhof, westlich von Gfell entspringt und nördlich von Töppeles sich ergießt und endlich das kleine Gewässer, das bei Ziegelhütten mündet.

Hugo Prasse, Mühlacker
(Etliche Ortsbeschreibungen aus diesem Buch folgen.)

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