Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 142
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Malý capart s velkým úkolem

Hand, doch wagte er es nicht die Ochsen damit anzutreiben, da er Angst hatte, jemand könnte seine Kinderstimme erkennen und ihn überfallen.

So kam er langsam durch die stockfinstere Nacht die Zech heraufgefahren. In seiner kindlichen Phantasie malte er sich die gruslichsten Geschichten aus, als er plötzlich zu seinem Entsetzen hinter einer alten verfallenen Mauer eine Gestalt hocken sah und von dort ein unheimliches Krächzen vernahm. Er getraute sich bald nicht zu Atmen, solche Angst hatte er. Plötzlich kam aus dieser gespensterischen, unsichtbaren Nacht ein riesiger Mann hervorgesprungen, stellte sich vor die Ochsen und brüllte aus voller Kehle brrrrrrr! Den kleinen Kerl schmiß es beinahe vom Wagen vor lauter Furcht. Für einige Augenblicke sah und hörte er nichts mehr und wartete nur auf sein furchtbares Ende. Als er doch wieder zu sich kam, erkannte er zu seiner Überraschung den Knecht, den seine sorgende Mutter entgegenschickte, als die beiden Kinder spät nach Mitternacht noch nicht daheim ankamen.

Nie in seinem jungen Leben hat der kleine Liebreich so gut geschlafen, als er sich den restlichen Weg, in eine Decke gerollt, hinten am Wagen verkroch. Den nächsten Morgen wußte er nicht einmal, wie er in der Nacht in sein Bett kam.

Als die beiden Brüder einmal viel später im Leben ihre Jugenderinnerungen austauschten, wollte Liebreich dem Pep erzählen, wie sehr er sich damals fürchtete auf dieser Fahrt von Falkenau nach Hause, wo er, der kleine Pep, doch so ruhig hinten im Wagen schlief. Da mußte er zu seinem großen Erstaunen erfahren, daß sein kleiner Bruder gar nicht schlief, sondern vor lauter Angst unter der Decke schwitzte. Er fühlte sich aber doch ein wenig geborgener in der Decke und machte daher keinen Pips.

Diese kleine Geschichte hat mir mein Vater Liebreich Fechter im letzten Jahr, als ich zu Hause war, erzählt, und die ich für den Heimatbrief schreibe, der auch hier in Amerika sehr gerne gelesen wird.

Christl Fechter

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Komawogn – vůz s výbavou pro nevěstu

Der Komawogn

Es war einmal. Es ist zwar kein Märchen, was ich hier erzählen möchte, aber mit diesen drei Wörtchen lenkt man sein Erinnerungsvermögen in die früheste Zeit des Menschwerdens zurück. Diese drei zu Beginn stehenden Wörtchen haben nichts mit einem Märchen zu tun, obwohl man die Begebenheit fast ins Märchenland zaubern sollte. Solche Ereignisse werden sich niemals mehr wiederholen. Sie sind ausgelöscht worden wie so vieles von den alten Bräuchen. Aber auch der „Komawogn" hat nichts mit dem deutschen Wort Beistrich (jetzt üblich Komma) zu tun, mit dem man in der deutschen Sprache die Sätze teilt.

Nun, es ist schon etliche Jahrzehnte her. Damals war es nicht so hell in den Stuben und schon gar nicht auf den Straßen und Plätzen. Das Neon-Licht war noch eine Fabel. Elektrisches Licht gab es damals überhaupt noch nicht in meinem Heimatdorf.

Es gab keine Kaufhäuser, in denen sich Waren stapelten, an die nie im Traum gedacht werden konnte, sie zu erstehen, wie etwa Stores oder seidene Unterwäsche und anderes Luxusgut, das heute selbstverständlich in den Haushalten verwendet wird. Es gab keine Supermärkte, in denen man sich aussucht, was man genießen möchte. Damals hatte man einen weiten Weg zurückzulegen, um die notwendigen Gebrauchsgüter zu erstehen. Wie freute man sich, wenn der Kaufmann im

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