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besonders gern, weil es unter diesen Laternen ziemlich dunkel war. Für die tägliche Funktion der Straßenbeleuchtung war der Lampenanzünder mit seiner Leiter verantwortlich. Ohne Leiter waren die Laternen nicht erreichbar. Tagsüber mußten sie geputzt und Brennstoff nachgefüllt werden. Dazu hatte der Lampenanzünder ein Petroleum-Maß, mittels welchem er die nötige Menge einfüllen konnte, so daß die Laternen bei Tagesanbruch selbst ausgingen. Nach Weihnachten, sobald die Tage wieder etwas länger wurden, kam in das Maß immer etwas weniger Petroleum hinein. Man sagte doch, daß die Tage zu Neujahr um einen Hahnenschrei, zum Dreikönigsfest um einen Hirschensprung und zu Lichtmeß um eine ganze Stund länger sind.
Dank der weitsichtigen Planung der Firma Franz Roßmeißl sollte Schlaggenwald bald elektrischen Strom erhalten. In der Zeit um 1909 entstand in der Firma Roßmeißl eine Dampfkraftanlage. An diese hat man zur Stromerzeugung, zunächst für die Betriebsversorgung, Dynamos angeschlossen. Dies war der Anfang des großartigen Vorhabens. Diese Anlagen wurden dann noch verstärkt und der Bau des Leitungsnetzes für den ganzen Ort wurde begonnen und zügig vorangetrieben. Bald war das Ziel erreicht und Schlaggenwald hatte elektrische Licht. Nun stieg in den folgenden Jahren der Stromverbrauch so sprunghaft, daß im Jahre 1918 eine noch leistungsfähigere Anlage erstellt werden mußte. Kurze Zeit nachher wurde dann alles an das Überlandwerk Unterreichenau angeschlossen. Dies sei aber nur in groben Umrissen nebenbei bemerkt. Abschließend sollte man noch sagen: „Herr Roßmeißl hat gleichzeitig mit seinem fortschrittlichen Unternehmen der Petroleum-Funzl den Garaus gemacht.
Wenn ma uin an Finga zeigt!
Hob amål als Bou an Kreiza kröigt,
des liegt mir nuch im Hirn,
u laff damit zan Zusl,
wüll für den Kreizer Birn.
d' Frau Zusl gäiht ins Kammerl naus
u macht mein Hout mir voll,
u muint, wal ich a Waisnbou,
mein Kreizer b'haltn soll.
Doch wal döi Muschkatellerbirn
sua söiß warn u sua gout,
dau war halt gauaniat lang drauf
kuina mäih drinn im Hout.
Dau gäih ich halt gleich nuamal,
d' Zuslin runzelt d' Stirn,
awer sie laßt mein Kreizer mir
u gibt ma nuchamal Birn.
Wöi i dann kumm zan drittenmal,
stäih ich dau wöi 's Kind vuarn Dreck.
Kröigh i Birn, ich halt mein Kreizer hin
u s Mistvöich nimmt man weg.
Ich hob erst, wöi ich älta war,
döi Läiha draud dakennt:
Bald ma uin en Finga zeigt,
will er gleich d'ganza Händ.
Julie Ullmann, 806 Dachau, Jokab-Kaiser-Str. (Hochhaus)
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