Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 139
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Vzpomínky na školní léta

Erinnerungen an die Schulzeit

[obr] Schlaggenwalder Bahnhof mit Besatzung
[obr] (Dieses Bild stammt noch aus dem alten Österreich)

Es war so ungefähr im Jahre 1917. Der erste Weltkrieg umtobte unser Vaterland. Alle Krankenhäuser und Lazarette waren überfüllt mit kranken und verwundeten Soldaten. Da beschloß man auch in Schlaggenwald ein Lazarett einzurichten; und zwar in der Knabenschule. Demzufolge mußten die Knaben in der Mädchenschule untergebracht werden. Sie hatten dann den Vormittag Schule und die Mädchen am Nachmittag. So gab es keinen gemeinsamen Schulweg mit den Buben, nur haben wir sie ab und zu begegnet.

An einem schönen Herbsttag erwartete mich meine Freundin Marie beim Kreuzweg. Sie hatte eine Gugern mit saftigen Birnen im Arm und steckte mir gleich alle Schürzentaschen voll, denn damals gingen wir ja noch mit Schürzen zur Schule. Kauend und schmatzend ging es weiter. Doch bald kamen der Franzl und der Toni daher. Der Franzl — ein schlimmer Raudi — verstellte uns den Weg und sagte: „Moidla, wos hauts?" „Gouta Birn", war die Antwort. Da langte er gleich in meine Tasche ohne zu fragen und nahm sich eine heraus. Diese Frechheit erregte meinen Zorn, es zuckte in meiner Hand und „Patsch" lag sie auch schon in Franzls Gesicht. Ehe er sich besann, hatte ich schon einen ziemlichen Vorsprung und rannte fort. Nun

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