Sendbote im Advent
Was du wohl schenken könntest
Advent und Weihenacht?
Du mußtest dich oft fragen,
Dich sorgen und dich plagen,
Du hast es oft bedacht.
Nicht reich bist du an Gütern
In dieser reichen Welt.
Doch hat sich deinem Wesen,
Im Antlitz ist's zu lesen,
Ein and'res zugesellt.
Lehn du nur deine Schulter
Leis unter fremde Last,
Dann wirst du es bald spüren,
Es wird dich warm berühren,
Wie du geholfen hast.
In deiner Art zu schweigen
Hör still dem andern zu.
So schenkst du seiner Seele,
Daß sie sich nicht mehr quäle,
Erlösung und die Ruh.
Schau, wo die Liebe waltet
In dieser kalten Welt,
Wo sie statt großer Gaben,
Wie sie die Reichen haben,
Die Augen offen hält.
Sind es oft kleine Dinge,
Doch nimmermehr zu klein,
Um einem großen Herren
Die Tore aufzusperren,
SENDBOTE IHM ZU SEIN!
Margarete Pschorn
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