Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 112
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Učitelský sbor dívčí školy v Horním Slavkově 1907–1923

Lehrkräfte an der Mädchenschule in Schlaggenwald 1907 - 1923

Von Paula Glasauer, Rektorin i. R.

Als ich am 1. März 1907 nach Schlaggenwald kam, war die Mädchen-Volksschule vierklassig mit anschließender dreiklassiger Mädchen-Bürgerschule. Die Leitung der Schule hatte Herr Direktor Johann Hahn. An der Volksschule unterrichteten Lehrerin Helene Kletetschka, Lehrer Gustav Dotzauer, Lehrerin Franziska Reisenauer (später verehelichte Keylwerth) und ich. Die Lehrkräfte der Bürgerschule waren: Fachlehrerin Marie Goth, Fachlehrer Otto Fischer und Fachlehrer Rudolf Hubana. Den Handarbeitsunterricht erteilte an der Bürgerschule Fräulein Elisabeth Schilhabl, an der Volksschule Fräulein Anna Schaufler, die nach 2 Jahren den Schuldienst aufgab. Ihre Stelle erhielt Fräulein Anna Finger. Im Religionsunterricht gab es gerade einen Wechsel, bis die Stelle definitiv besetzt werden konnte. Dechant Emanuel Hoyer, ein Katechet, dessen Name mir entfallen ist, dann ein Katechet Emil Schmidt erteilten nacheinander den Religions-Unterricht, bis Katechet Rudolf Schmitt, der aus Weipert kam, die Stelle definitiv übernahm und bis zu seiner Pensionierung (nach 1935) treu verwaltete. Er starb am 2. 1. 1960 in Schlaggenwald im Alter von 80 Jahren.

Im Jahre 1907/08 wurde zur 4. Klasse, die ich mit 80 Schülerinnen übernommen hatte, eine Parallelklasse errichtet, so daß die Schule nun 5 Klassen umfaßte. Als neue Lehrerin kam Fräulein Magdalena Schachtner, die in Schönfeld angestellt war, nach Schlaggenwald. Sie blieb bis 1932 an der Schule und verließ dann Schlaggenwald, um in ihrer Heimatstadt Eger den von ihr so geliebten Lehrberuf weiter auszuüben. Sie wird in den Herzen ihrer Schülerinnen sicher nicht vergessen sein. Als Lehrerin Reisenauer durch ihre Verheiratung mit dem Kaufmann Gustav Keylwerth (oberer Marktplatz) von der Schule Abschied nahm, trat an ihre Stelle Lehrerin Apollonia Strecker, die ebenfalls durch ihre Verheiratung den Lehrdienst aufgab. Nach ihr kam Lehrerin Margarete Löschner (verehelichte Bretfeld) an die Mädchenschule.

Durch lange Zeit gab es nun im Lehrkörper keine Veränderung. Es waren ruhige Zeiten, die heutige Hast war unbekannt, man konnte sich ganz der Schularbeit widmen und tat es auch mit Eifer und Freude. Im Lehrkörper herrschte Eintracht, Herr Direktor Hahn war ein guter Vorgesetzter und wir alle fühlten uns wohl unter seiner Leitung. Ich denke noch oft an diese unbeschwerten Jahre zurück.

Leider kamen durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 sorgenvolle Tage für Schlaggenwald und unsere Schule. Herr Fachlehrer Hubana wurde eingezogen und Lehrerin Löschner, als Jüngste, zu seiner Stellvertretung an die Bürgerschule abgeordnet. Das vierte und fünfte Schuljahr wurde vorübergehend zu einer Klasse vereinigt. Da Herr Fachlehrer Hubana nach kurzer Zeit vom Kriegsdienst befreit worden war,

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