Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 112
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Töppeleser zprávy – Jak to u nás ve vsi bývalo (pokračování a dokončení)

Kohlenniederlage des Fritz Schenk (1879/1941) aus Schlaggenwald darf nicht vergessen werden. Ein Sonderbeitrag über den lustigen Schenkfritz befindet sich im 111. HB, Seite 20/21.

Nach soviel Neugründungen bzw. Eröffnungen zahlreicher Geschäftshäuser, leider auch eine Auflassung. Der stets dienstbeflissene, humorvolle und brave Ontl-Vetter stellte nach siebenjähriger Tätigkeit seinen Dienst als Nachtwächter ein. Seine Hornsignale mit gesungenen Sprüchen zu nächtlichen Stunden sind sicher noch einigen älteren Ortsbewohnern in Erinnerung. Für den altersgeschwächten Mann waren die bösen Bubenstreiche zu viel und unerträglich. Es hat sich kein Nachfolger gefunden und auch die Dorfbeleuchtung mit vier Kandelabern fiel aus. Schade um diese schöne und gute Einrichtung, man hätte seitens der Erwachsenen gegen diesen Unfug einschreiten sollen. Wer kann sich noch an die nächtliche Zusammenkunft vieler Bewohner in einer Mainacht im Jahre 1910 auf der großen Brücke erinnern? Man konnte dort den hellen Stern mit langem Schweif (Komet) bewundern.

Besitzerwechsel der Porzellanfabrik. Franz Ruß war der neue Besitzer, der täglich von Schönfeld nach Töppeles kam. 1911 war bekanntlich ein trockenes, sonniges Jahr mit den meisten Kurgästen in Karlsbad, die Höchstzahl von Siebzigtausend wurde nie mehr erreicht. Hier soll noch an die einheimischen Lebensmittelhändler gedacht werden, und zwar an Richard Ullmann (Haus Nr. 31) und an die drei Milchgroßhändler: die alte Beckn-Mutter Bräutigam (Haus Nr. 5), Schindler (Kuhlaweber, Haus Nr. 26), sowie Lindnerhof (Haus Nr. 17). Als Butterhändlerinnen wären zu nennen: Anna Hahn, Frau von Franz Hahn und Eltern der Kaorlpepi, zurzeit unsere Dorfälteste (Haus Nr. 41). Franz Hahn war während der Sommermonate ein treuer, fleißiger landwirtschaftlicher Arbeiter am Lindnerhof. Dasselbe gilt auch für den kleinen fleißigen Schnitter und Mäher Simon (Quellanares, Haus Nr. 19). Franziska Kempf (Lehrerfranz) war als Butterweib stets unterwegs und in allen umliegenden Ortschaften gut bekannt.

Im Jahre 1912 war in der Porzellanfabrik ein Lagerbrand, es gab sehr billiges Porzellan zu kaufen. Im gleichen Jahr war der Feuerwehrgautag anläßlich seines 25jährigen Bestehens das große Dorfereignis. Fast alle Häuser waren frisch geputzt und gestrichen, es war der große Tag des Feuerwehrobmannes August Janker (Nesn Gust, Haus Nr. 4) und seines Stellvertreters Schuster (Haus Nr. 17).

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gab es noch eine Treibjagd mit 16 Schützen, alle aus dem Dorf stammend. Der Jagdpächter Wenzel Ritter (Haus Nr. 12), ein untadeliger Weidmann, begrüßte die Schützen aus der Umgebung, vor allem die aus Karlsbad. Sämtliche Schützen wurden vor Beginn von der Petschauer Gendarmerie wegen der gültigen Papiere kontrolliert. Nach dieser Jagdpacht der Töppeleser dachten zwölf Schützen nicht mehr daran, die Papiere zu verlängern. Wozu auch, man konnte einfach die hohen Pachtgelder nicht mehr aufbringen, die Karlsbader lizitierten bei den vierjährigen Versteigerungen immer höher und man kam finanziell nicht mehr mit. Nun, die Schützen scherten sich wenig darum, sie gingen weiter auf die Jagd und wichen geschickt dem Aufseher aus. Das Gebiet der Petschauer Herrschaft und das Ziegelhüttener Gut kam ja ohnehin nicht in Frage. Sie sahen alle wie richtige Förster aus, waren aber keine. Es gab ein Katz- und Mausspiel mit den Gendarmen, erwischt wurde keiner. Aufseher Korb, ein pfiffiger und intelligenter Weidmann, war kein Spaßverderber, es genügte ihm, wenn die Wilderer davonliefen; eine Anzeige hätte nur das Geschäft seines Schwiegersohnes Josef Dietl (Bahnhof-Restaurant) geschädigt. Die Karlsbader (Pächter Schäferfleischer) und Töppeleser Jägerschaft ging dort aus und ein.

Über das schicksalsschwere Jahr 1914 mit dem Thronfolgermord am 28. Juni und der Mobilisierung am Tage des Annafestes habe ich schon vor Jahren seitenlang berichtet. Assentierungen und Musterungen lösten sich zweimal im Jahr während des vierjährigen Krieges ab. Von Eger kamen mehrere Kompanien der 61er Landwehr und des 73er Infanterie-Regiments zur schnellen Kriegsausbildung ins Dorf. Zwischen dem Kirchenberg und Stirnberg standen sich die mit rot oder weiß gezeichneten Soldaten gegenüber. Am „Kejfirl" lagerte das Oberkommando.

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