Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 112
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Život ve Gfellu – ohlédnutí za děním ve vsi (9. pokračování)

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durch die tschechoslowakische Währung abgelöst. In diese Zeit fiel auch die Abstempelung der österreichisch-ungarischen Banknoten mit einem Verlust von 50 Prozent. Eine Hälfte bekam man mit aufgeklebten Marken wieder zurück. Nach den langen Jahren des Krieges erhielt das Wirtschaftsleben Auftrieb und besserte sich zusehends. Um das Jahr 1925 herrschte Hochkonjunktur, die aber nicht lange anhielt. In den dreißiger Jahren stagnierte das Wirtschaftsleben immer mehr, wodurch besonders im Sudetengebiet eine große Notlage eintrat. Die Arbeitslosen erhielten wöchentlich nur 10 Tschechenkronen an Unterstützung, so daß diese Leute praktisch keine Neuanschaffungen mehr tätigen konnten und daher auch der Umsatz der Geschäfte stark zurückging. Dies alles führte zu einer wachsenden Unzufriedenheit der Bevölkerung und wirkte sich auch im politischen Leben aus. (Fortsetzung folgt)

Berichtigung zur 8. Fortsetzung dieses Berichtes im 111. HB.

Auf Seite 20 werden die Berufe einiger Gfeller Landsleute genannt. Dazu teilt mir Ldm. Albert Rohm in Wieschershöfen mit, daß er nicht Werkmeister ist, sondern Maschinen-Fahrsteiger bei der Steinkohlenbergbau A. G. De Wendel, Schacht Heinrich Robert in Herringen. Damit ist also doch ein Gfeller im Bergbau beschäftigt, noch dazu in verantwortungsvoller und gehobener Stellung als Oberbeamter.

Der letztgeborene Gfeller ausgesiedelt.

Heinz Lauterbach, der heute 18 Jahre zählt, ist der letzte deutsche Gfeller, der noch daheim in Gfell geboren wurde. Er kam mit seinen Eltern im Sommer dieses Jahres als Spätaussiedler in die Bundesrepublik. Nach der Vertreibung der Gfeller im Jahre 1945/46 waren die Eltern und Großeltern von Heinz Lauterbach die einzigen von den früheren Bewohnern, die noch im Dorf bleiben konnten. Sie sind Augenzeugen des totalen Verfalls und der Zerstörung unseres Heimatortes Gfell gewesen. Die letzte Zeit vor der Aussiedlung wohnten sie dann in Schlaggenwald.

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Zu beziehen durch den Schlaggenwalder Heimatbrief, 852 Erlangen, Paulistraße 12

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