Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Rodinné zprávy – úmrtí, vzpomínky, naši nejstarší, blahopřání a změny adres

Familien-Nachrichten (Unsere Toten, Nachrufe, Unsere Ältesten, Wir gratulieren, Anschriften)

Allen Landsleuten, Freunden und Bekannten geben wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Bruder

Herr Rudolf Völkl
Buchbinder und Papierwarenhändler
aus Schlaggenwald

nach mehreren überstandenen Herzanfällen am Sonntag, den 19. Juni 1966, im Krankenhaus Auerbach im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

In stiller Trauer:
Anna Völkl, geborene Dörfl, Gattin
Olga Feinermann, geborene Völkl, Schwester
im Namen aller Angehörigen.

8572 Auerbach i. d. Opf., Bognerstraße 14

UNSERE TOTEN

SCHLAGGENWALD

889 Kretsch Eduard, Inhaber einer Wurstbraterei, am 22. Feber 1966 in München, 67 Jahre.

890 Eckl Alfred, Schreinermeister (Unterer Graben), am 4. Mai 1966 in Frankfurt am Main, 67 Jahre.

891 Janker Adolf, Pensionist, am 21. Mai 1966 in Wien, 75 Jahre.

892 Fischer Richard (Gattin Theresia ist eine Tochter von Reif Heinrich (Leßnitzgasse), am 29. Mai 1966 in Butzbach (Oberhessen), 69 Jahre.

893 Horsinka Gertrud, geb. Kämpf (Tochter von Kämpf Karl), am 16. Juni 1966 im Krankenhaus Heidenheim (Brenz), beerdigt in Ziertheim, 36 Jahre.

894 Völkl Rudolf, Buchbinder und Papierhändler, am 19. Juni 1966 in Auerbach i. d. Opf., 78 Jahre.

SCHÖNWEHR

26 Vogl Albert, am 11. August 1965 in Kettenbach bei Bad Schwalbach (Hessen), 63 Jahre.

Nachruf

Am 19. Juni dieses Jahres bekannten sich in München über 400 000 Sudetendeutsche für das Heimat- und Selbstbestimmungsrecht. Am gleichen Tag hat ein treuer Sudetendeutscher, unser Landsmann Rudolf Völkl, seine Augen für immer geschlossen. Mit ihm ist ein guter Schlaggenwalder und ein stammesbewußter Egerländer von uns gegangen, der immer auf der Seite der Heimat und seiner Volksgruppe stand. Daheim in Schlaggenwald war er uns allen durch sein Papier- und Schreibwarengeschäft am Marktplatz bekannt. Seine große Zuneigung galt der Jagd; es war dies eine erbliche Belastung von der Vaterseite her. Durch sein biederes und freundliches Wesen war er in der alten und neuen Heimat beliebt und geschätzt. Wir selbst wollen sein Andenken stets in Ehren halten. M.

Schönwehr

Sterbefall. Nach längerer Krankheit ist am 11. August 1965 Albert Vogl aus Schönwehr im 63. Lebensjahr gestorben. Unter starker Teilnahme von Verwandten, Freunden und der Einwohnerschaft von Kettenbach, die die große Beliebtheit des Verstorbenen zum Ausdruck brachte, wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Der Geistliche hob in seiner Grabrede den frommen Lebenswandel des Heimgegangenen hervor und schloß mit den Worten: ein Vaterherz hat Feierabend. Die Erde seiner zweiten Heimat möge ihm leicht sein.

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