Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Vzpomínky na dětství v Ziegelhütten (dokončení)

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übertönt vom Geschrei der helfenden Frauen, wenn sie beim Wegnehmen der Getreidegarben auf ein Mausnest mit nackten Jungen getreten waren. Da kamen dann gleich die bösen Buben, um mit den kleinen Dingern allerhand Unfug zu treiben.

Zur Abwechslung unternahmen wir auch Streifzüge zu den Obstbäumen in der Umgebung, um nach Fallobst zu suchen. Wenn wir nichts fanden, wurde etwas geschüttelt oder mit Steinwürfen nachgeholfen, wobei wir uns natürlich nicht erwischen lassen durften. Hatten wir Langeweile, so machte einer den Vorschlag: „Oitza kinnt a Zuch, dou gemma a weng af d'Bohn". Wir waren schon froh, wenn wir einige Leute sahen, die mit dem Zug ankamen und nach Donawitz gingen. Im Winter vergnügten wir uns — wie überall — mit Schlittenfahren und „Schleifen" (Schlittschuhlaufen). Im ganzen Dorf gab es damals nur einen einzigen Rodler, der dem Schmieder Rudi (Sohn vom Verwalter) gehörte. Wenn wir Schlittenfahrten machten, befand sich der Rodler immer an der Spitze des Zuges, dahinter kamen dann die kleinen Holzschlitten, die ein Weihnachtsgeschenk der Frau Fischer an die Dorfjugend waren. Angefertigt hat sie der Hausmeister des Schlosses, Johann Faßmann. Als beliebtester Rodelplatz galt das Gelände „Af da Glockn" oder am „Hanlberch".

Für das Schlittschuhlaufen stand uns die Eisfläche der Tepl oder des Dorfteiches zur Verfügung. Dabei hatten wir das zusätzliche Vergnügen, durch das Eis der Tepl die großen Weißfische beobachten zu können, die sich nur wenig oder überhaupt nicht rührten. Wenn der Dorfteich „geeist" wurde, gab es eine schwächere und stärkere Eisdecke. Da konnte bei Unvorsichtigkeit leicht etwas passieren, wie es einmal bei unserer Mitschülerin Schiefnetter der Fall war, die auf eine solche dünne Eissicht — die verschneit war — geriet und eingebrochen ist. Es entstand ein großes Geschrei, alle Kinder liefen weg, während ich zur Einbruchstelle kroch und das Mädchen herauszog. Leider fand damals eine solche Rettungstat noch keine öffentliche Anerkennung. Im Sommer wiederum bereitete uns das Baden in der Tepl große Freude. Wir mußten uns allerdings einen sonnigen Platz suchen, weil im Schatten der vielen Bäume und Sträucher, die den Uferrand säumten, das rasch fließende Waser sich nicht richtig erwärmen konnte. Auch die Pferde des Gutshofes führte man im Sommer des öfteren in die Tepl, wo sie zunächst abgefrischt und dann mit einer Bürste gewaschen wurden.

Die Straße, die Bahn und der Bach waren die Lebensadern, die das Tal durchzogen. Der Ort mit dem auf einer Anhöhe befindlichen Schloß lagen links der Verkehrswege. Auf der Straße selbst herrschte zwischen Karlsbad und Marienbad starker Ausflugsverkehr mit Droschken (Scheesen) und den ersten Automobilen, wobei Hubkonzerte schon damals die Stille der Landschaft störten. Vor dem ersten Weltkrieg gab es nur offene Autos, der Fahrer und die männlichen Fahrgäste trugen Schirmmützen, um die Köpfe der Damen wehten Schleier, auch die Autobrille fehlte bei keinem der Insassen.

Die Eisenbahn war schon zu jener Zeit bemüht, den Fahrgästen Komfort zu bieten. Ich erinnere mich noch gut an die Schnellzüge, die bei uns vorübergebraust sind und einen mit Glas verdeckten Aussichtswagen anhängen hatten, wie er heute in verbesserter Form auf manchen Strecken in Oberbayern zu sehen ist. Die Eisenbahn brachte den Kindern in unserem einsamen Dorf immer wieder etwas Abwechslung. Da wir vor dem ersten Weltkrieg zur österreichisch-ungarischen Monarchie gehörten, kamen oft Viehtransporte mit Rindern, Schweinen, Gänsen und Enten auf dem Schienenweg aus Ungarn und Galizien zu Schlacht- und Handelszwecken nach Karlsbad. Wenn ein solcher Zug in Ziegelhütten hielt, wurden wir Kinder schon durch das Blöcken, Grunzen und Schnattern der Tiere angelockt.

Auch die aus Ungarn kommenden Pferde für die Rennbahn in Meierhöfen durchfuhren unsere Station. Neugierig verfolgten wir das Tun der Stallburschen, die um das Wohl der in den Waggons befindlichen wertvollen Pferde sehr besorgt waren. Natürlich wollten wir dann auch die Pferde beim Rennen sehen, doch unsere Eltern hatten nicht immer Zeit, mit uns nach Meierhöfen zu gehen. Hin und wieder wanderten wir zu einem Felsen oberhalb der Bahn zwischen Aich und Karlsbad. Von

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