Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Jak to u nás na vsi bývalo

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von amtswegen vorgeschriebene Straßenbeleuchtung. Die Ängstlichen sagten sich nicht ganz mit Unrecht, „aus einer solchen unsicheren Gegend ziehen wir wieder weg". Damit will ich die Abgänge begründen und wir sollten dies respektieren.

Die Bahnarbeiter, meistens Italiener, zogen wieder heimatwärts. Der aufsichtsführende Ingenieur de Stefanis nahm seine Frau Luise, geb. Dietl, Haus Nr. 38, mit nach Italien. Der erste Bahnvorstand war, wie alle folgenden Bahnvorstände, ein Tscheche aus Pilsen und sprach fließend deutsch (dieses Privileg hatten die Tschechen in ganz Böhmen). Stationsdiener Hamernik, vom Erzgebirge kommend, heiratete eine Einheimische, geb. Breitfelder (Winterleiten), und der landwirtschaftliche Arbeiter Anton Misof, Kutscher beim Melcher (Tanl aus Neudorf stammend und mit der Einheimischen Resl Kempf verheiratet), wechselte seinen Beruf und wurde Streckenarbeiter bei der Bahn.

Mit der Ermordung des Herrschaftshegers Opl (Haus Nr. 33) war der Höhepunkt der Wildfrevler erreicht. Die Tat blieb ungesühnt. Man suchte nach dem Mörder, statt nach dem Unglücksschützen. Alle Töppeleser blieben schweigsam. Das stille, außergerichtliche Abkommen des Heinzel Försters (Frauenhöfel) mit zwei ortsbekannten, untadeligen Weidmännern hatte einen durchschlagenden Erfolg. Alle zwölf vorbestraften Wilderer hatten lebenslängliches Waldverbot; bei der Vertreibung waren es nur noch zwei und heute lebt nur noch einer. Der direkte Weg nach Leimgruben über Koppenberg, Huafhaonsn und Grabern blieb ihnen versperrt, sie konnten Leimgruben nur noch über den Trossauer Berg und die Ortschaft Trossau längs der Straße erreichen.

Es folgt die Eröffnung eines zweiten Lebensmittelgeschäftes im Ortsteil „Üwarn Wassa" durch den äußerst tüchtigen, beinbehinderten Kaufmann Markof, aus Schneidmühl kommend (Haus Nr. 44), verheiratet mit einer Einheimischen, geb. Donnert. Auffallend an diesem Laden waren die schönen Schaufenster. Erster Glassteinlieferant war Josef Heinrich (Haus Nr. 2), nach etwa einem halben Jahr folgen zwei weitere, und zwar Wenzel Ritter (Haus Nr. 12) und Josef Weidl (Melcher, Haus Nr. 1).

Franz Hanika aus dem Dorfwirtshaus (Haus Nr. 40) übersiedelt nach Karlsbad, bis 1912 war er im Trautweinkino als Ansager tätig, und das kinderlose Ehepaar Franz und Theresia Bayer aus Karlsbad zieht als neuer Dorfwirt ein. Familie Fuchs (Haus Nr. 39) wandert nach Donitz ab, es kommt zur Gründung der Porzellanfabrik Korb & Malo. Eröffnung der neuen Schule (Haus Nr. 47) zum Schulbeginn 1906. Maurermeister Neuerer hatte die Aufsicht.

(Fortsetzung folgt)

Vzpomínky na dětství v Ziegelhütten (dokončení)

Aus Jugendtagen in Ziegelhütten (Fortsetzung und Schluß)

Von Anna Maria Köhler, geborene Hanl

Fortsetzung und Schluß

Gleich am Anfang muß ich zum ersten Teil im 109. HB berichtigen, daß der Bauer Geier nicht im Hegerhaus wohnte, sondern unweit davon seinen eigenen Hof bewirtschaftete. Das Hegerhaus war früher ein Bauernhaus, das aufgekauft und als Hegerwohnung hergerichtet wurde. Da auch Wirtschaftsgebäude dabei waren, konnte sich der Heger sogar Kühe halten.

Die einzige Tochter des Bauern Geier heiratete vor dem ersten Weltkrieg den Bauernsohn Eduard Falb aus Trossau. Nach dem Hausnamen „ban Schwarzsima" wurde der Sohn „Schwarzsima-Watl" genannt. Der Ehe entsprossen zwei Söhne, die aus dem letzten Krieg nicht mehr wiederkehrten, und zwei Töchter, die heute in Hessen leben. An diese Hochzeit erinnere ich mich noch gut, da mein Vater zur freudigen Begrüßung des Brautpaares, das im Landauer aus der Donawitzer Kirche kam, einige Ehrenschüsse mit der Pistole abgefeuert hat.

Nun will ich noch einiges aus meiner Kinderzeit in Ziegelhütten erzählen. Ein Tummelplatz für uns Kinder war im Herbst die offene Scheuer außerhalb des Guthofes. Der „Dampfer" trieb mit viel Gefauche die Dreschmaschine an, hin und wieder

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