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lungen habe ich in mehreren HB-Fortsetzungen verwertet. Von den Kuhlakindern lebt nur noch der Dauerbezieher des HB, Ldm. Josef Janker (Kuhlaschneider), wohnhaft in Köln, dem wir auf diesem Wege unser Beileid zum Ausdruck bringen wollen.
Julius Neuerer wiederum war gelernter Koch. Nach seiner Lehrzeit in Wien trat er lange vor dem ersten Weltkrieg als Koch in die Dienste der Europa-Speisewagen-AG. Aus dieser Tätigkeit wußte er am Stammtisch viele interessante Begebenheiten zu berichten. Er war, wie auch Anton Janker, Teilnehmer des ersten Weltkrieges und übernahm anfangs der zwanziger Jahre die Landwirtschaft seines gefallenen Bruders Wenzel Neuerer. Juß war ein großer Verehrer der Wiener Schrammelmusik und als unermüdlicher Sänger alter Wiener Grinzing- und Prater-Lieder in guten und schlechten Zeiten am Stammtisch sehr beliebt. Seine Frau Berta ist im Jahre 1945 verstorben. Diese Ehe blieb kinderlos. Von seinen vielen Geschwistern lebt meines Wissens nur noch Frau Anna Holzinger, Bürgerschuldirektorswitwe in Lauingen (Donau) und Franz Neuerer, besser bekannt unter seinem Rufnamen „Doktor" Neuerer, wohnhaft in Wolferstadt 49, über Donauwörth. Sie sind Dauerbezieher unseres HB und beiden gilt unser innigstes Beileid. Die zwei verstorbenen Landsleute waren echte Egerländer, mögen sie in Frieden ruhen.
Die Nachbestellung der Heimatbrief-Folgen ab 1961 von meinem Vetter Franz Braun, Trossau, konnte mich nicht überraschen. Wer von der älteren Generation kennt nicht die Trossauer Großmutter Aloisia Tächl, verw. Lugert, geb. Fritsch (geboren 12. 5. 1847, gestorben 6. 9. 1940 in Trossau). Bis kurz vor ihrem Tod ging sie stets mit gefülltem Korb am Rücken fast jeden Sonntag, selbst bei Sturm und Schneefall, frohgemuts nach Schlaggenwald in die Kirche. In Töppeles hießen ihre Kinder und Kindeskinder Lugert, Braun, Fuchs, Janker und Schuster; in Gfell waren es die Tächl, Frisch, Schöberl, Klement, Fritsch und Jessel. Beim Erscheinen dieser selten guten Frau herrschte überall Freude und Sonnenschein. Sie packte ein Geschenk aus ihrem Korb aus und andere Geschenke wurden wieder in den Korb hineingepackt. In den gleichen Spuren wanderte der Enkel dieser Frau in den Jahren 1946 bis 1959, unser neuer HB-Bezieher Franz Braun, der Älteste von zehn Geschwistern der Familie Braun aus Trossau. Nun, mein lieber Franz, wenn es Deine Gesundheit erlaubt, das liegt ja in Gottes Hand, dann bis Du auch beim nächsten Treffen in Auerbach/Opf. mit dabei. Alle werden Dir mäuschenstill zuhören, wenn Du als alter Kaiserwaldwanderer über den Verfall unserer Dörfer berichten wirst. Es wird keinen Beifall geben, aber alle werden Dir für Deinen Bericht dankbar die Hand schütteln.
Der Einlauf der Fragebogen hat sich etwas gebessert. Auch die älteste Generation möge doch das Geburts- und Sterbejahr der Eltern mit angeben. Spätere Generationen finden sich dann besser zurecht. Mein Test hat sich gelohnt, ich wurde nicht enttäuscht. An dieser Stelle auch unserem Herausgeber, Kamerad Marterer, für seine vielseitige Berichterstattung im Namen aller Töppeleser herzlichen Dank. Mir ist die zahlenmäßige Grenze unserer Töppeleser Haushalte und HB-Bezieher gut bekannt, aber diese ist noch nicht erreicht. Der Trend geht auch in den nächsten Monaten weiter nach oben. Bei den heurigen Christkindln dürften bei einigen die Schallplatten mit Weihnachtsliedern unserer Landsmännin Frau Hermine Buchner mt dabei sein. Auch gute Bücher aus dem Sortiment unseres Herausgebers dürften nicht fehlen. Im nächsten HB werde ich einiges über das Gedenkbuch der Gemeinde Töppeles berichten. Und nun wünsche ich allen HB-Lesern ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches Neujahr!
Euer Chronikschreiber
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