Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 92
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Velikonoční básně a titulní snímek starého Horního Slavkova

OSTERN

Die Ostertage sind seit je
Ein Friedensfest gewesen,
Man kann darüber Mancherlei
In alten Büchern lesen.

Die Osterglocken klingen heut
So traut wie sie einst klangen,
Als unsre Ahnen fromm, daheim,
Zur Kirche sind gegangen.

Der Osterbräuche gibt es viel
Wie Volk und Land, verschieden
In einem nur sind alle gleich;
Im Wunsch' nach Osterfrieden.

Schloßbauer

Frühlingsboten

Fort ist nun die rauhe Kälte
Lauer streicht der Wind,
Überall schon Feld und Wiesen
Merklich grüner sind.

Knospen keimen an den Ästen
Rings auf Busch und Baum,
Die Natur ist wach geworden
Aus dem Wintertraum.

Zwischen halb verwestem Grase
Zarte Blümchen blühn,
Hie und da ein gelber Falter
Fliegt darüber hin.

Seid gegrüßt ihr Frühlingsboten
Falter, Blümelein.
Freudig singen alle Vöglein:
Bald wird Frühling sein.

Schloßbauer

Das heutige Titelbild zeigt uns Schlaggenwald in der „guten, alten Zeit" des 19. Jahrhunderts. In den Abendstunden brannten noch die Petroleum-Laternen in den Gassen. Auf dem Titelbild ist im Vordergrund eine solche Lampe zu sehen, die von einem eisernen Laternenpfahl getragen wird. Wenn wir das Bild genau betrachten, bemerken wir, daß es damals nur den unteren Friedhof gegeben hat, da die Einfassungsmauer des Friedhofes noch nicht bis zum Glockenturm reicht. Die Häuser sind uns alle gut bekannt. Nach unserer Vertreibung aus der Heimat begann für diese alten Häuser, in denen schon unsere Vorfahren lebten, das große Sterben (siehe dazu die beiden Bilder auf Seite 16 und 17).

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