Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 91
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Horní Slavkov před 50 lety – rok 1913

In Schlaggenwald vor 50 Jahren

Ein Lebensbild unserer Heimatstadt vom Jahre 1913.
Nach Meldungen in der „Elbogener Zeitung", zusammengestellt von
Ingenieur Ernst Horner

Gleich zu Beginn des Jahres 1913 gab es am „Roten Ochsen" einen neuen Pächter: Josef Roth. Bürgerschuldirektor Johann Hahn bringt in Nummer 2 der genannten Zeitung seine Sage „Das Kreuz am Berge", eine Erzählung aus dem Kaiserwald, zum Abdruck. Zum Vertreter des Landesausschusses an der gewerblichen Fortbildungsschule in Schlaggenwald wurde lt. Meldung vom 11. 1. 1913 Herr Johann Hahn, Tischlermeister, vom Landesausschuß ernannt.

Samstag, den 11. Jänner, gab es dann im Turnerheim am Marktplatz die Hauptversammlung für dieses Jahr. Eröffnung durch den Sprechwart Anton Grieß. Tätigkeitsbericht, Vorlesung der Verhandlungsvorschriften durch Schriftwart Hans Blumthaler, Kassabericht durch Oswald Hanika, Bericht des Turnwartes Bräuer, des Gerätewartes Schimmer und des Reisesäckelwartes Franz. Die Neuwahl ergab folgendes Bild: Anton Grieß, Zinngießermeister, als Sprechwart; Friedrich Sturm, Chormeister und Lehrer, als Sprechwartvertreter; Oswald Hanika, Elektromeister, als Säckelwart; Josef Bräutigam, Säckelwartstellvertreter; Hans Blumthaler, Notariatsbeamter, als Schriftführer; Oskar Reif, Modelleur, als Schriftführerstellvertreter; Julius Bräuer, Dreher, als Turnwart; Josef Franz, Schneidermeister, als Turnwartstellvertreter; Franz Heß, Ökonom, als Fähnrich; Quido Hubl, Drechsler, als Fahnenjunker; Ernst Schuster, als Fahnenjunkerstellvertreter und Gerätewart; Emil Schimmer, Wagner, Archivar; Josef Schindler, Dreher, als Beisitzer. Nachher der Beschluß, daß der Turnerball am Faschingssonntag, den 20. Februar 1913, mit großer Juxpost stattfindet.

Meldung vom 22. 1. 1913: Der Statthalter hat nachstehenden in der k. k. privilegierten Porzellanfabrik Haas & Czjzek in Schlaggenwald Beschäftigten die Ehrenmedaille für vierzigjährige, treue Dienste zuerkannt, und zwar dem Druckereileiter Georg Hammernick, dem Magazineur Friedrich Neidhart, dem Expedienten Josef Lang, den Malern Josef Eckl, Josef Hölperl, Josef Koch, Josef Lang und Wilhelm Steinwasser, den Drehern Josef Bächer und Johann Lochner, dem Packer Josef Bräutigam und dem Tagearbeiter August Bräuer.

Am 1. Feber 1913 meldeten August Schröck, Schlaggenwald Nr. 52, sein Fleischergewerbe, und Karl Viehmann, Schlaggenwald Nr. 204, sein Müllergewerbe an. In Folge 8 der genannten Zeitung bringt Bürgerschuldirektor Johann Hahn abermals eine Sage unter dem Titel „Der Mönch von Waldsassen". (Fortsetzung folgt)

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