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obr] Die erste Schlaggenwalder Familie, die 1939 nach Kanada auswanderte und dort eine neue Heimat fand. Josef Weinhart (links), seine Frau Emma, geborene Siart, und Sohn Ernst (rechts).
Bundesrepublik über 50 Millionen). Die Bevölkerung konzentriert sich in Kanada hauptsächlich im Süden des Landes, nach Norden zu wird aus klimatischen Gründen die Bevölkerungsdichte immer dünner. Obwohl nur acht Prozent der Bodenfläche landwirtschaftlich genutzt werden, ist Kanada die größte Weizenkammer der Erde. Die riesigen Waldgebiete machen Kanada auch zum größten Rohstofflieferanten für die Papierindustrie auf der Erde.
Allerdings kommen auch in Kanada die gebratenen Tauben nicht in den Mund geflogen. Unsere sudetendeutschen Siedler mußten sich ihren Aufstieg hart und schwer erkämpfen. Schon allein die klimatischen Verhältnisse stellten an ihre körperliche Widerstandskraft unerhörte Anforderungen. Landsmann Josef Weinhart schrieb mir: „Nicht jeder verträgt das Klima hier, weil die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sehr groß sind. Der Winter ist sehr kalt (30 bis 40 Grad Minus) und sehr lang. Er dauert sieben Monate, wobei um 17 Uhr schon die Dunkelheit hereinbricht und bis neun Uhr morgens anhält. Die wenigen Sommermonate wiederum sind sehr heiß mit kurzen Nächten, so daß die Ernte viel schneller reift als in Deutschland. Vom Säen bis zum Schnitt braucht die Gerste hier nur 100 Tage. Obst gedeiht in diesen Breiten nicht. Die Landschaft ist ähnlich wie in unse-
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