Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 88
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Töppeleské zprávy – výzva k vyplnění dotazníků pro místní kartotéku

Heimatbrief veröffentlicht. Meine Fragebogen werden auch für die Landsleute unserer Nachbardörfer von Interesse sein. Von mir wird die Beantwortung als Test gewertet, ob die Töppeleser an die Schönheit ihres Dorfes erinnert werden wollen.

Wie war es doch im Jahre 1939 anläßlich des uns damals noch unbekannten Vatertages, als zwei Autobusse mitten auf der Teplbrücke stehen blieben? Etwa 70 beschwingte Sachsen mit ihren Frauen stiegen aus und riefen begeistert: „Dies ist bisher der schönste Ort auf unserer Fahrt, hier wollen wir übernachten". Bis zum Stirner Wächterhaus und bis zur Kohlmühle glichen unsere Teplwiesen einem Blumenteppich, umsäumt von hohen Bergen, dem Trossauer- und Koppenberg von der Ostseite, dem Stirn- und Kirchberg von der Westseite mit herrlichen Nadelwäldern. Auf der Kegelbahn schüttelte man über diese Begeisterung ungläubig die Köpfe. Damals wußten nur wenige die Schönheit unseres Dorfes zu schätzen, darunter die Brüder Dr. Richard und Anton Weidl aus ihrer Brüx-Duxer Heimat, die jedes Jahr ihren Urlaub in Töppeles verbrachten.

Anfangs der dreißiger Jahre wuchs die Zahl der Sommerfrischler immer mehr, die Fabrik hatte inzwischen ihren Betrieb nach Lubenz verlegt und unsere vier Gasthöfe haben für das leibliche Wohl dieser erholungsbedürftigen Menschen ganz vorzüglich gesorgt. Nach der Mittagsruhe folgte eine ausgedehnte Wanderung übern Steg nach der Gastwirtschaft „Zum Tepltal", dann ging es weiter am Ziegelhüttener Schloß vorbei zum Hans Heiling und wieder zurück. Beliebte Ausflugsziele waren noch die Donawitzer Mühle, der Schönfelder Turm, das Café St. Leonhard, die Schützenmühle in Pirkenhammer usw. Als erschöpfte Menschen kamen die Sommerfrischler nach Töppeles, gutgelaunt und mit Kräften zum Bäumeausreißen verließen sie es wieder. In der geringen Einschätzung der Sommergäste — sie wurden nur „Falenza as da Stod" genannt — waren sich unsere Bauern einig, die als Sonnenschutz hohe Filz- oder Strohhüte trugen und vor lauter Arbeit die Schönheit unseres Dorfes nicht sahen. Sie rackerten sich von Jahr zu Jahr immer mehr ab, zwei der fettesten Ochsen mußten jeden Herbst aus dem Stall, um die hohen Steuern zahlen zu können. Grüner Plan oder Subventionen für die Landwirtschaft waren unbekannte Dinge.

Zum Schluß kann ich noch mitteilen, daß sich einige Landsleute mit Beiträgen gemeldet haben. Die „Töppeleser Nachrichten" dürften daher in Zukunft bunter ausfallen. Bleibt alle gesund und denkt an den Spruch unserer Väter: EINER FÜR ALLE, ALLE FÜR EINEN. Vergeßt vor allem nicht, die Fragebogen auszufüllen und einzusenden. Mit den besten Wünschen schließt für heute

Euer Chronikschreiber

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