Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 85
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Horní Slavkov před 50 lety (1912) – pokračování

In Schlaggenwald vor 50 Jahren

Ein Lebensbild unserer Heimatstadt vom Jahre 1912. Nach Meldungen in der „Elbogener Zeitung", zusammengestellt von Ingenieur Ernst Horner. 2. Fortsetzung

Die Stadtgemeinde Schlaggenwald befaßte sich mit dem Plan, die alten Holzröhren der Wasserleitung von der Quelle bis zur Stadt durch Eisenröhren zu ersetzen, die von dem Karlsbader Filialbetrieb der Wiener Firma G. Rumpel verlegt werden sollten. Die genannte Firma bot sich auch an, eine neue Wasserleitung überhaupt zu bauen und der Gemeinde bei allen Vorarbeiten (behördlichen Eingaben usw.) behilflich zu sein. In der im August stattgefundenen Ausschußsitzung der Gemeinde wurden die Vorschläge der Firma Rumpel angenommen. Man ersuchte die genannte Firma, ein Detailprojekt auszuarbeiten, das dann zwecks Erlangung der Baubewilligung und der Subvention bei den Behörden eingereicht werden sollte*).

Im September meldete Anna Schröck in Schlaggenwald Nr. 58 das Modistengewerbe an. Gleichzeitig wurde dem Konsumverein „Zukunft" in Schlaggenwald Nr. 244 die Konzession zum Betrieb der Abfüllung von Bier in Flaschen erteilt. In der Papierhandlung Hermann Völkl, untere Kirchstaffel, wurde das „Sagenbuch der Heimat" von Heimatschriftsteller Johann Hahn angeboten. Es enthielt viele Sagen von Schlaggenwald.

Am 14. September verschied im Alter von 61 Jahren der Bäckermeister Johann Kolb, am 21. September verstarb Wenzel Korb, k. u. k. Moldaustollensteiger i. R., im 89. Lebensjahr. Er war Besitzer des silbernen Verdienstkreuzes mit der Krone, der Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste und der Jubiläumshofmedaille.

Am 11. Oktober fand vormittags beim k. k. Bezirksgericht Elbogen, Abteilung III, die Versteigerung des Hauses Nr. 31 in Schlaggenwald statt. Das geringste Angebot war mit 1334 Kronen festgesetzt. Unter diesem Betrag wurde nicht versteigert.

Im Oktober wurde vom k. k. Ministerium für Landesverteidigung folgenden Mitgliedern des k. k. Schützenkorps das Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft verliehen: Dürrbach Josef, Gassner Josef, Korb Rudolf, Kunstmann Albert, Köllner Anton, Langhammer Fritz, Liema Johann, Lochner Franz, Petpaul Franz jun., Roth Andreas, Schimmer Johann, Schmieger Josef, Schöberl Franz, Schröck Franz, Schröck Wenzel und Waldert Wenzel; das Ehrenzeichen für 40jährige Mitgliedschaft erhielten: Eckl Franz, Gröschl Wenzel, Hölperl Josef, Korb Ferdinand, Marterer Johann, Petpaul Franz sen., Reif Vinzenz, Schenk Johann und Ziener Josef. (Schluß folgt)

*) Es wäre interessant zu erfahren, welche Gründe die Durchführung dieses für die Stadt so ungemein nützlichen Vorhabens vereitelt haben.

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