Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 84
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Horní slavkovský cín v Amberku (Horní Falc)

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mußte.

Am 15. Mai 1654 berichtet in seiner letzten Rechnung der Amberger Zinnblechfaktor über den Vorrat: „Zue jedem werkh khomen 113 Zentner Zin Amberger gewicht und weil der Zentner in Nürnberg schön Zin der Zeit zu 27 Reichsthaler, Schlackenwalder zue 24 Reichsthaler geben wird, khompt uf jedes werkh jedenteils halb zesamen 137 Pfund Nürnberger gewicht der Zentner gemischt à 25½ Reichsthaler uf 70 werkh 95 Zentner, 90 Pfund, das tuet 3668 Gulden 11 Kreuzer 2 Pfennig".

Auch nach Aufhören der Zinnblecherzeugung wird Schlaggenwald an die Amberger Zinngießer geliefert haben; da Nürnberg hier führend war, gibt es keine Aufzeichnungen darüber. Aber auch direkte Schlaggenwalder nennen die Amberger Bürgerbücher: am 22. 5. 1545 erwirbt Mathes Hamman von Slackhenwald zimerman, am 24. 4. 1623 Sebastian Nittsch von Schlackenwaldt bott (Bote), letzterer um 12 Gulden das Bürgerrecht. So strahlt der Fleiß des Kaiserwäldler Zinnberghäuers heute noch aus in die stammverwandte Oberpfalz.

Literatur: Friedrich Hessel: Die Zinnblechhandelsgesellschaft in Amberg und ihre Stellung in der Gesamtentwicklung der Weißblechindustrie", Stadtamhof 1914; Stadtarchiv Amberg, Bände 243—245: „Amberger Bürgerbücher 1425—1868".

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