Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 84
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Horní Slavkov před 50 lety – rok 1912 (1. pokračování)

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veröffentlicht.

vereins von Elbogen am Sonntag vor Pfingsten ein Frühlingsfest am Turnplatz. Neben interessanten Turnvorführungen gab es gesangliche Darbietungen von Chören des Gesangvereins und Kinderbelustigungen aller Art, ferner Tombola, bei der jedes Los gewann. Die Durchführung dieser Veranstaltung lag in den Händen von Lehrer Friedrich Sturm. Aus dem Leben des Deutschen Turnvereins wird noch berichtet, daß im Anschluß an die Turnstunden immer die sogenannten Turnerkneipen stattfanden, zu denen stets Liederbücher mitzubringen waren.

In der Pinge gab es anläßlich des 50jährigen Bestandes des dortigen Schützenhauses am 9., 10., 15. und 16. Juni ein großes Jubiläumsschießen, das vom k. k. priv. Schützenkorps und von der Scheibenschützengesellschaft veranstaltet wurde. An dem Schießen nahmen 110 Schützen teil, darunter 43 von auswärts. Es wurden insgesamt 15 910 Schuß abgegeben. Der Reingewinn betrug 2 706 Kronen. Den ersten Preis von 100 Kronen gewann Ernst Gschihay aus Eger. Es gab auch noch zahlreiche kleinere Preise, die meist an auswärtige Besucher fielen. Die Schlaggenwalder Schützen hatten bei diesem Schießen kein besonderes Glück.

Am 18. August fand im Karlsbader Kaiser Franz Josef I. Ferienheim zu Schlaggenwald (dem späteren Jahnheim) aus Anlaß des allerhöchsten Geburtstages seiner Majestät eine erhebende Feier statt. Lange vor Beginn derselben war der zum Festraum umgestaltete Schlafsaal von Gästen aus nah und fern bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Vor Beginn der Veranstaltung hielt der Präsident des Vereins „Ferienheim", Herr Fabrikant Gutherz aus Karlsbad, eine Ansprache, in der er nach herzlicher Begrüßung der Erschienenen den Zweck des Vereins erläuterte und darauf hinwies, daß man durch diesen Verein, der Initiative des erhabenen Monarchen folgend, den ärmsten der armen Kinder Karlsbads eine Erholungsstätte stiften wollte. Er dankte allen, die sich um das Ferienheim annahmen. Mit einem „Hoch" auf den Kaiser schloß er seine Rede.

Dann folgte die Aufführung des Festspiels „Mein Vaterland - mein Österreich" von Josef Ramisch. Nach Schluß der Darbietungen wurde stehend das Kaiserlied gesungen. Der Leiter des Ferienheimes, Lehrer S. Thieberger, dankte allen Damen und Herrn, die an dieser schönen Feier mitgewirkt haben. (Fortsetzung folgt)

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