Liebe Landsleute!
Nicht mehr lange und für viele gibt es in Goldbach ein Wiedersehen. Ich hoffe, daß sich alle Landsleute, die es nur irgendwie möglich machen können, dieses Treffen nicht entgehenlassen werden.
Wir müssen bedenken, daß es nicht etwas Alltägliches ist, so eine Veranstaltung zu ermöglichen. Deshalb will ich unserem Landsmann, Hermann Häuser und seiner Ehefrau Ilse, den herzlichsten Dank aussprechen für all die Mühe, um uns zu diesem Zusammenkommen zu verhelfen. Gleichzeitig möchte ich die Hoffnung aussprechen, daß sich alle rechtzeitig für die Übernachtung angemeldet haben.
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, daß die im 131. HB angegebene Telefonnummer falsch ist. Die richtige Telefonnummer lautet: Aschaffenburg (06021) 51595.
Wie Goldbach zu erreichen ist, habe ich bereits in dem 131. HB beschrieben. Die Gaststätte, in der wir bei unseren früheren Treffen zusammenkamen, wird noch vielen in Erinnerung sein. Sie befindet sich direkt an der Hauptstraße und weithin leuchtet die Aufschrift „Zum Grünen Baum". Außerdem sind bestimmt einige Landsleute in der Egerländer Tracht zu sehen, da die Egerländer Gmoi z'Dachau mit ihrem Ehrenvüastäiha Josef Gareis zu unserem Treffen kommt. Es wird ein fröhliches Wiedersehen werden, denn eine Musikkapelle aus Dachau, die unsere Landsleute von dort mitbringen, verspricht uns frohe Stunden. Eine gemütliche Plauderei mit lange nicht gesehenen Freunden und Bekannten dürfte uns alle aufmuntern.
Bitte kommt recht zahlreich! Das Treffen wurde so gelegt, daß es nicht in die Ferienzeit fällt, was den Anreiseweg ziemlich erleichtern dürfte.
Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Pfingstfest. Viele Landsleute werden das Treffen der Sudetendeutschen in München besuchen. Ich wiederhole den Treffpunkt der Schlaggenwalder: Gasthaus „Zum Brückenwirt", 8 München 70, Ganghoferstraße 76. Es ist mit der Straßenbahn Linie 2 in Richtung Messegelände zu erreichen. Ich kann leider nicht an diesem Pfingsttreffen teilnehmen, weil ich von meiner Firma aus mit meiner Frau zur Erholung nach Eberbach am Neckar verschickt werde. Da man eine so großherzige soziale Tat nicht ausschlagen soll, muß man auf anderes verzichten. Aber in Goldbach bin ich bestimmt anwesend. Darauf freue ich mich besonders, weil wir Schlaggenwalder und Umgebung da so richtig unter uns sein können.
Es wäre schön, wenn aus unseren Reihen einiges zum Vortrag kommen könnte. Dabei denke ich an unseren verstorbenen Landsmann Grill. Er hatte damals mit seiner Hühneraugenparodie sehr viel zur Erheiterung aller beigetragen. Ist kein Humorist mehr unter uns? Kein junger Landsmann? Er wäre sehr willkommen.
Ich möchte nicht versäumen, allen Spendern für die Ausgestaltung des Heimatbriefes recht herzlich zu danken. Durch diese großzügige Unterstützung ist es doch möglich, ein Bild aus der alten Heimat mehr in den HB zu veröffentlichen und manche Todesnachricht kann kostenlos bekanntgemacht werden.
Wegen der beigefügten Zahlkarten im HB braucht sich niemand angesprochen fühlen. Viele Landsleute wünschen eine Zahlkarte, andere wiederum sind darüber beleidigt, weil sie ja pünktlich den Beitrag entrichten. Ich kann aber nicht allen Wünschen Rechnung tragen. Wer eben keine Zahlkarte benötigt, möchte diese übersehen. Ich selbst wäre demjenigen dankbar, der mich von der Herausgabe des HB ablösen würde. Bei der damaligen plötzlichen Übernahme hatte ich nur an eine vorübergehende Lösung gedacht, denn es sind bestimmt würdigere Landsleute unter uns, die sich dieser Heimatsache besser widmen können als ich.
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