Gugaruz – Mais
Gurgl – Kehle
Gusch(n – Mund(werk)
Gusta – Geschmack
Gutzerl – kleines Fenster
Gwiarch – Gedränge, Durcheinander
Mit „Blutza" meint man im Scherz den Kopf, ein „Kutza" ist ein kurzes Husten („der haut die Kutz" – er hat Husten), ein „Trutza" steht für den früher üblichen Haarrundschnitt an der Stirne (Bubikopf).
Wer kennt noch mundartliche Ausdrücke, wie
båbern – (halblaut) widersprechen
bålchern – (Katze) balgen, walken, ärgern
brahna – schwitzen, dampfen
bedaggln – beschummeln, übers Ohr hauen
briamln – (undeutlich) reden, sprechen
dådern – daherreden, plaudern
duawln – qualmen, dampfen, rauchen
daggn – (ver)hauen, niedermachen
daima – bewältigen; aufessen
gleiwln (rim-) – (lustlos) herumkauen
gnappm – nicken
gnöia – knien
gölstern – krachen (Knallkörper)
grölzn – rülpsen, aufstoßen
onogn – abnagen (Knochen)
schmuichern – unleserlich schreiben
spoichn – handgreiflich werden, raufen
Denkts drua: Wiedahuln is fei wichtigh!
Redensarten – wöi ma hålt sua gredt håut:
– Genau aufpassen – Aufpassn wöi a Haftlmåcha
– Ist das eine Plage! – Is dees a Jånas!
– Da hat man den Salat! – Servus, Kaisa!
– Er wird tüchtig verhauen – Er gröigt d' Huck vol
– Mach mal halblang! – Öitza gäih fei!
– Das ist kaputtgegangen – Dees is af Rånzn gånga
– Da bin ich reingefallen – Dåu ho i mi uagroußt
– Das ist sehr schwierig – Dees håut an Teifl gseah
– Von Reserven leben – Van Bålgh ziahrn
– Er spinnt ein wenig – Ea håut an Hieb
Ein kleiner Umweg schadet oft nicht – A wing gout in da Krümm gäiht ma nix üm.
Regen am Morgen und Tanz alter Frauen dauern nicht lang – Fröihrägn u Åltweiwatånz dauan niat lång (Sprichwörter).
Landsleute! Laßt uns, die „Überlebenden" der Vertreibung aus der alten Heimat, unsere angestammte, noch immer vertraute Mundart nicht vergessen, wenngleich wir uns längst einem anderen, regionalen Zungenschlag angepaßt haben.
## A wing woos zan Schmunzln
Die Resi-Tant nimmt an klan Hansl mit in d'Kirgn. Hålblaut erklärt san ålls, woos durt za seah is. Da Hansl hurcht aufmerksåm zou.
Daham w(üll da Bou daz(ühln, woos a in da Kirgn gseah håut. U sua fängt a ua: „Am Åltår is a Paterlackl (Tabernakl), dea kua si drahn ..."
Richta: „Ångeklågta, håbm S' dian Döibståhl begånga?" – Der drauf: „Naa, Håuchs Gricht, howi niat!" – Richta, buaht weita: „Habm S' a Alibi?" – Beschuldigta: „Woos isn dees, a Alibi?" – Gricht: „Håut öimats gseah, wöi döi Lumparei påssiat is?" – Delinquent: „Naa, nöimats, Gott sei Dånk!
Schlooghfirtigh. Wöi sa seinazeit in Kårlsbod as Hotel „Imperial" baut håm, is a Baua aus Buchau vabeigånga und håut an Maura gfräigt:
„Hee, Sie, woos wiadn dåu baut?" – Dea drauf: „Dees wiad a Nårrnhaus füa die Bauan aus enkara Gegnd." – Da Baua, niat maalfaal: „Dees ho i mia glei denkt, wal füa enk Stodara wars ja v(ül za klaa!"
Teiflisch. Lehra: „Wer waaß a ånnas Wuat füa ‚Detail'?" – Da
věta pokračuje na dalším listu ⟶
## Am Glockenberg
Der Weg war weit aus fernem Land,
in dem ich ein Zuhause fand.
Doch zog es mich zur Heimat hin,
zum Ort, wo ich geboren bin.
Der Weg ist steil, die Stirne heiß,
Gefühle drehen sich im Kreis.
Am Glockenberg zur Mittagszeit,
ringsum ist Stille, Einsamkeit.
Ich halte ein am Wegesrand,
wo ich schon damals gerne stand,
erkenne noch manch alten Baum,
der grünen Wälder dunklen Saum.
Der Spitzberg, Krudum, rückenrund,
erheben sich im Hintergrund.
Verwaist sind Kirche, Gräberreih'n,
verwittert ragt das Turmgestein.
Verändert ist die alte Stadt,
die nun so wenig Häuser hat.
Die Gassen gähnen zeilenleer:
Mein Schlaggenwald gibt es nicht mehr!
Die Bergstadt mit dem Hochgericht
verlor den Kern und ihr Gesicht.
Ihr Anblick jeden traurig stimmt,
der dieses Bildnis mit sich nimmt.
Ich schließ' die Augen, bin allein,
Vergangenheit, sie holt mich ein.
Der Kindheit Glück, die Jugendzeit,
wie eng war die Verbundenheit!
Erinnerungen werden wach
an Nachbarn, Freunde, Brunnen, Bach,
an Muckengrund und Großen Teich,
an Sonnwendfeuer, Bubenstreich.
Doch grausam griff das Schicksal ein:
Die Tschechen brachten Not und Pein;
den Haß auf Deutsche schürte Prag,
der Schrecken währte Jahr und Tag.
Ein Kind war ich und deutsch mein Wort.
Aus diesem Grunde mußt' ich fort.
So manches liebgeword'ne Stück,
das einmal mein war, blieb zurück.
Aus trauter Heimat dann verbannt,
fand mich zurecht im fremden Land,
das dankbar ich auch liebgewann.
Ein neues Leben dort begann.
Die Zeit verging, ich wurde alt,
wollt' einmal noch zum Kaiserwald.
Die Sehnsucht hab' ich oft gespürt.
Hat sie mich heimwärts nun geführt?
Ich grüble, weiß die Antwort nicht.
Ist es der Schmerz um den Verzicht?
Die Wehmut, unergründlich tief,
die mich zum Land der Ahnen rief?
Die Zweifel quälen, wiegen schwer:
Gehöre ich denn noch hierher?
War hier daheim, bin es nicht mehr.
Gibt es denn eine Wiederkehr?
Wenn man mich auch aus Böhmen trieb,
die Bindung an die Scholle blieb.
Manch alte Spuren sind verweht.
Zum Abschied tröstet ein Gebet.
Der Väter Erbe mahnt zur Pflicht:
Vergiß die alte Heimat nicht!
Wer dort geboren, glaube mir,
ist immer auf dem Weg zu ihr.
Franz Pöttig
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
