Schlaggenwälder Heimatbrief — srpen / září 2014
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Milí krajané!

Wenn dieser Heimatbrief zur Monatswende Juli/August zu Euch ins Haus kommt, gehört auch das mehrwöchige, laute Fußballspektakel in Brasilien wieder der Vergangenheit an. Der Sommer hat wohl seinen Höhepunkt erreicht oder schon überschritten, doch können die „Hundstage" (bis 24.8.) „nuch amål a Pfaahitz" bringen und heftige Gewitter nach sich ziehen.
Die Nächte indes werden nun allmählich wieder länger und kühler, die ersten noch zaghaften Frühnebel stellen sich ein. In hiesigen Gefilden und gewiß auch daheim in den Fluren des Kaiserwaldes reifen, wie jedes Jahr, „Schwårz- u Grasltzbeer, wåchsn die begehrtn Schwåmma."
Gegen Ende August wehen silberne Fäden glitzernd in der spätsommerlichen Sonne. Anfang September sammeln sich vor ihrem Abflug in den Süden zuhauf die jungen Stare lärmend im Laub der Bäume und auf den Leitungsdrähten; andere Zugvögel haben das Land bereits verlassen.
Das Getreide ist eingebracht, das Stroh abgeräumt. Die „Houtmannla" von früher gibt es nicht mehr. Auffrischender Wind streicht nun über die kahlen Stoppelfelder, Kinder und Väter versuchen, oft vergeblich, ihre bunten Drachen zum Steigen zu bringen. Wenn daheim der qualmende Rauch der bei uns jungen Spunden beliebten „Erdepplfeierla" sich auf die Feldflur legte, sein beißender Geruch in die Nasen stieg und die Beteiligten tränen und husten ließ, dann gehört auch dies mit zu den alten Erinnerungen, die uns wohl unvergeßlich bleiben.
Es war Ende Juni, als ich für Euch diese Zeilen schrieb. Aktuell gilt unsere Aufmerksamkeit noch immer den „Brandherden", der Not und dem Elend in der Welt. Berechtigte Sorgen bereiten die beunruhigenden Konflikte in Nahost und in der Ukraine. Wollen wir hoffen, daß die Auseinandersetzungen endlich ein Ende finden und befriedigende, dauerhafte Lösungen gefunden werden. Die Aussichten dazu sind leider nicht rosig.
Es ist höchst bedauerlich, daß sich bis jetzt noch niemand zur Weiterführung des Heimatbriefes bereiterklärt hat. Es sollte sich doch ein orts- und geschichtskundiger Landsmann mit engem Bezug zu unserer alten Heimat finden, der diese Aufgabe übernehmen will!
Nun wünsche ich Euch, liebe Heimatfreunde in nah und fern, Wohlbefinden, viel Freude und wenig Kummer, angenehme Sommertage und allen eine gute, gesegnete Zeit.
Es grüßt Euch in alter Verbundenheit
Euer Landsmann Franz Pöttig

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Z kalendáře

## Aus dem Kalender
Im August – Ernting:
10. (So) Tag des hl. Laurentius. Spruch: Laurenzi kommt in finst'rer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht – im Volksglauben gerne „Laurentiustränen" genannt. In den Nächten huschen Schwärme von Meteoriten über das Firmament. Vollmondnacht! Wetterregel: Laurenzi schön – Herbst schön.
15. (Fr) Festtag Mariä Himmelfahrt, Mutter Jesu von Nazareth, Fürbitterin der Glaubenden
24. (So) Tag des hl. Bartholomäus. Ende der hochsommerlichen „Hundstage" (ihr Beginn am 22.7.). In dieser Zeit steht die Sonne im Zeichen des hellsten Fixsterns Sirius (Hundsstern) im Sternbild „Großer Hund"
25. (Mo) Neumond. Geburtstag von König Ludwig II. von Bayern, des „Märchenkönigs" (1845), gleichzeitig auch sein Namenstag.
Sternzeichen: Löwe (23.7. – 23.8.)

Im September – Scheiding:
8. (Mo) Festtag Mariä Geburt. Volkes Simme reimt: „... zöiha d'Schwålbm wieda furt."
9. (Di) Vollmond
15. (Mo) Tag der hl. Ludmilla († 921), Herzogin und Patronin von Böhmen
21. (So) Tag des hl. Matthäus, Apostel und Evangelist. Wetterregel: Wöis da Matthäus treibt, es vöia Wochn bleibt.
23. (Di) Herbstbeginn, Tag- und Nachtgleiche
24. (Mi) Neumond
29. (Mo) Tag des hl. Michael, Schutzheiliger der Kirche und der deutschsprachigen Völker.
Es geht nach dem Kalender:
Ab Mitte vom September
grab' fleißig nun Erdäpfel raus!
Dach breit' ihr Kraut am Acker aus:
Der Baden will für seine Gaben
nun die Gerippe wiederhaben.
Sternzeichen: Jungfrau (24.8. – 23.9.)

Obrázky ze starých časů

## Bilder aus alten Tagen
[obr] Das Foto zeigt das Wohnhaus Hs-Nr. 298 von Anton Ubl, das zwischen dem Zehent- und Füßlplatz am Flutbach stand. Der angesehene Handwerker war als Weiß- und Lohgerber tätig.

In meiner Erinnerung befand sich hinter dem großen mehrsprossigen Fenster (rechts von der Haustüre) die Werkstatt zusammen mit einer geräumigen Wohnstube (Küche).
Das hochgiebelige, steile, mit der uns vertrauten Teerpappe gedeckte Dach schützte das erd- und holzverkleidete Obergeschoß und den zweistöckigen Dachboden.
Im Vordergrund läßt das Kuhgespann, geführt vom Bruder Josef Ubl, von Beruf Sattler, erkennen, daß man nebenher etwas Landwirtschaft betrieb. Verwandte und Kinder aus der Nachbarschaft, die Mädchen in den bekannten langen Kleiderschürzen, gesellten sich dazu.
In der Nähe gab es „in da Flout" ein Stauwehr mit ziehbaren

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