Schlaggenwälder Heimatbrief — srpen / září 2012
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Přátelé z domova –

[obr] Eine kleine Runde vor dem Gasthof, v.l.: Hilde Kadesch (Wirlitsch), Charlotte Kastner-Berkel (Gareis), Emmi Weichert (Bräutigam), Gudrun Hubl, Anneliese Kaiser (Eckl), Herbert Kaiser. Im Hintergrund Annemarie Pöttig.

[obr] Froher Freundeskreis im Gasthof, v.l.: Betty Markoff, Karl Markoff, Emmi Weichert (Bräutigam), Charlotte Kastner-Berkel (Gareis), Erni Hackenberg (Wawersich), Helmut Hackenberg, Traudl Gerstner.
Fotos: Franz Pöttig

deskreis immer kleiner und die Zahl derer, die aus gesundheitlichen Gründen an Treffen nicht mehr teilnehmen können, ständig größer wird. Jede Begegnung kann bedeuten, daß sie die letzte ihrer Art gewesen ist. Ob es noch einmal eine Wiederholung gibt? Die „letzten Mohikaner" hoffen es!

63. sjezd sudetských Němců 2012

## 63. Sudetendeutscher Tag 2012
an Pfingsten in Nürnberg. Diese Veranstaltung der Volksgruppe in der Frankenmetropole hielt wieder eine Vielzahl von interessanten Angeboten im Bereich Kultur und Tradition bereit. Doch vielen Landsleuten der inzwischen gealterten Erlebnisgeneration blieb die Teilnahme versagt, weil sie gesundheitlich angeschlagen und nicht mehr reisefähig sind. Diese Tatsache muß man zur Kenntnis nehmen und dafür Verständnis aufbringen. Die Zahl der Teilnehmer wird in jedem Jahr kleiner. Es gelang in den vergangenen Jahrzehnten nicht, die folgenden Generationen für die Sache der Sudetendeutschen in ausreichendem Maße zu gewinnen, sie einzubinden und auf diese Weise einen Ausgleich zu schaffen. Auch für dieses Mißlingen gibt es durchaus Gründe. Nur wenige aus unseren Reihen waren „bei der Stange geblieben" und nach Nürnberg gekommen, bei anderen Orten gab es mehr Besucher.
Bei den Ansprachen ließ die Forderung von Entschädigung auch für deutsche Zwangsarbeiter und auf die Einführung eines nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung aufhorchen. Die Forderung nach Aufhebung der Benesch-Dekrete wurde zwar wiederholt, doch war der Wunsch der Landsmannschaft (SL) nach verstärkter Annäherung, Verständigung, Zusammenarbeit und Versöhnung mit dem Nachbarn Tschechien nicht zu überhören. Zu den Zielen der SL zählen ihre breite Akzeptanz in der tschechischen Gesellschaft, die verweigerten offiziellen Gespräche mit der Prager Regierung und deren uneingeschränktes Schuldeingeständnis in Sachen Vertreibung.
(Anm. Da wird den Funktionären der SL wohl der Schnabel sauber bleiben! F.P.)

Přátelé z mládí

## Jugendfreunde
Schon viele Jahre sind vergangen
seit unserer gold'nen Jugendzeit,
als uns noch Spiel und Heiterkeit
gerötet unsere heißen Wangen.

Wenn wir so oft in froher Runde
als gute Freunde scherzten, lachten
und manchen Schabernack erdachten,
genossen wir vereint die Stunde.

Durch Täler und auf Bergeshöhen
erklangen unsere Wanderlieder,
man ließ zur Rast sich gerne nieder
und sich vom lauen Wind umwehen.

Es ging die Zeit so rasch vorüber,
wir mußten in die Welt hinaus –
verlassen steht das Elternhaus –
ein grauer Schatten liegt darüber.

Wir alle haben in der Weite
in Selbstvertrauen uns bewährt,
von hartem Aufbau uns ernährt,
die Zuversicht gab uns Geleite.

Es konnte damals nicht zerbrechen
grausames Schicksal unseren Stolz,
wir sind geformt aus festem Holz,
trotz Not und Elend und Gebrechen.

Und wenn sich heut' die Freunde sehen
– sie kommen alle von weither –
dann fällt der Abschied ach so schwer
beim bangen Auseinandergehen.

So Gott will, treffen wir uns wieder
in alter Freundschaft übers Jahr,
und dann, wie's früher immer war,
erklingen uns'rer Heimat Lieder.

Zita Ladwig (1909-2007), Egerländer Lyrikerin

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Slovo k věci ...

## Auf ein Wort ...
Zum volksnahen Bestreben, in der Kirche Veränderungen einzuführen:
Bischof Gerhard Müller, Regensburg, stellte fest: „Die Kirche darf nicht gesellschaftskonform, sondern muß evangeliumskonform sein." – Es war schon immer schwierig und wird immer schwieriger, in der Kirche die richtige Mitte zwischen beharrender Tradition und notwendigen Reformen in einer sich ständig ändernden Welt zu finden. Das besonnene Ringen um die erwünschte Veränderung des in der Kirche bereits präsenten gesellschaftlichen Bildes bedarf eines langen und weisen Atems. Wir müssen aufpassen, daß wir nicht in Gefahr geraten, die Kirche auf einen religiösen oder gar privaten Verein zu reduzieren. Die Kirche ist zwar in der Welt, aber nicht von dieser Welt. F.P.

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