Schlaggenwälder Heimatbrief — červen / červenec 2014
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Ještě jednou: „Ztráta domova"

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erregte und schimpfte. Wir Vertriebenen seien doch nicht so gedankenlos und täten unsere wertvolle Heimat verlieren. Er stellte nach seiner Meinung richtig: ‚Mia håbm unna Huimat niat valåuan wöi a laars Bröiftaschl, uns håut ma sa gnumma, ohne uns za fräign ...' Auf Hochdeutsch ergänzte er: geraubt, entrissen, 800 Jahre unserer Kultur vernichtet. Andere Teilnehmer an den Sitzungen, wie Ernst Bartl, Hans Ströher, Walter Preißler, Ernst Schneider, Anton Rödl, Bundesminister Hans-Christoph Seebohm, Walter Becher, schlossen sich ihm wortreich an.
Ja, daran denke ich, wenn ich heute noch in unserem Blätterwald von der ‚verlorenen Heimat' lese oder wenn in Gesprächen für das Unrecht der Vertreibung der verharmlosende Begriff ‚Aussiedlung' gebraucht wird."
– Nach einem Beitrag von Lm. Albert Reich, Stuttgart, Vorsitzender des Arbeitskreises Egerländer Kulturschaffender, abgek. AEK, in der Zeitschrift „Der Egerländer", Folge 2/14, Karlsbader Zeitung, Folge 3/14 und auch in unserem EHB, Folge 2/14, und anderen(?)–
Anm. Die Bezeichnungen „verloren" und „Verlust" beziehen sich – der Bedeutung nach – vornehmlich auf Gegenständliches, wie Ausweis, Brille, Geld, Schlüssel u.a. Sie werden im Sprachgebrauch durchaus – im übertragenen Sinn – auch für ideelle Werte verwendet, z.B. für Mut, Vertrauen, Verstand u.ä.
Die Zuordnung des grenzwertigen Begriffes „Heimat" bleibt dem Verständnis des geneigten Lesers überlassen. F. P.

Něco málo pro pobavení...

## A wing woos zan Schmunzln ...
In da Volksschul stäiht Heimatkunde am Stundnplån. Lehra: „Wer kennt a ålta Bauanregl?" – Dåu gänga v(ül Händ ind Häich. Die klana Fanni kinnt drua u gitt a Kostprob va ihrn Wissn zan bestn, suagåua af Hauchdeitsch: „Sind die Hühner flach wie Teller, war der Bulldog wieder schneller."

A reicha Gschäftsmua fräigt an Pfårra: „Håuchwürdn, wenn i da Kirgn a paar Tausnda Euro gabat, teet i dånn in Himml kumma?" – Drauf da geistlicha Herr: „Garantie gitts dafüa kaana, owa a Vasuch is dees schu wert!"

„Wenn du mich nuch amål schlegst", håut da Karli za da Schoolfraln gsågt, „dånn soghis mein gråußn Brouda, dånn bist du die längsta Zeit a Fraln gwesn!"

„Aan håbmS owa vagessn", håut da klana Toni zan Lehra gsågt, wöi a die Meter, Quadratmeter, Kubikmeter durchgnumma håut: „An Elfmeter!"

Da Wenz kinnt bsoffm ham. „Heint howi owa an richtighn Rausch, an Murdsdåmpf, dåu legsti nieda!", sågt a za sein Wei(b. Sie drauf: „Mua, der vagäiht jå wieda, owa dei(n Dummheit, döi bleibt da."

Zwaa Berghsteigha stänga vuara töifm Gletschaspåltn. Sågt da aana: „Vua drei Toogh is dåu mei Führa neigfålln." – Glei da ånnara: „U dees daz(ühlst ma sua beilaifigh. Håst du owa schu H(ülf ghuhlt?" –
Da erschta: „Naa, dees håuts niat braucht. Dea wår schu ziemlich ålt, u a påar Seitn håbm aah schu gfahlt."

Richtigha Adress'. Da Lochna-Wenz is ban Postwiat ei(nkäihat u bestöllt a Rindsgulasch. As Fleisch is zah u volla Flaxn. Da Wenz: „Dees Fleisch is owa årgh zah, dees kua ma jå niat kaia!" – Sågt da Wiat drauf: „Dåu moußt di schu ban Ochsn selwa beschwerdn." – Mechts da Wenz: „Nu jå, derenthålbm sogh ichs jå dir!"

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einen neuen Bezieher!

Obrázky ze starých časů

## Bilder aus alten Tagen
[obr] Gaststube im Erdgeschoß des Schlaggenwalder Rathauses, erbaut 1538 (abgebrannt 1976). In den Räumlichkeiten wurde 1925 das Stadtmuseum eingerichtet. Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe hielt sich am 25.8.1818 hier auf (Gesichtsplastik zum Gedenken?)
Die Personen v.l.: Haselbauer, Briefträger, Putz, Uhrmacher und Emanuel Korb; rechts davon die Wirtsleute Kern. Während die Gäste ein Seidel (dunkles?) Bier genossen, gönnte sich das Ehepaar eine Kaffeepause. Die Pendeluhr, Bilder an der Wand und griffbereite Zeitungen gehörten zur gutbürgerlichen Ausstattung einer Wirtsstube.

[obr] Lehrerkonferenz. Das Bild zeigt einen Teil der Lehrkräfte der Schlaggenwalder Mädchen-, Volks- und Bürgerschule etwa um die Jahrhundertwende (1900 und danach).
V.l. sitzend: Katechet Rudolf Schmitt, Lehrer Boser, Lehrerin Paula Glasauer, Schachter, Fachlehrer Josef Fischer, unbekannt; stehend: Lehrerin Margarete Löschner (verehelichte Bretfeld), unbekannt (2), Ln Finger, Fachlehrer Rudolf Hubana.
Einige Namen sind uns aus den Erzählungen unserer Eltern bekannt, die damals Schüler(innen) waren. Unser Heimatbuch geht auf den Seiten 306-322 auf das Schulwesen der Stadt näher ein.
Die Fotos stellte Lm. Herbert Jakob zur Verfügung

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Jak jsme mluvili doma?

## Wöi hamma daham gsågt?
Querbeet im Mundartgarten (Fortsetzung)
Lahm, lahmigh – Lehm, lehmig
Ladda, Ladderl – Leiter, kleine L.
laffm, gloffm – laufen, gelaufen
Laggerl – wenig Flüssigkeit
läichalat – lauwarm
Läisch (olwara) – naiver Kerl (dummer)
Läiv, Läivm – Löwe, Löwen
lätschat – weich, breiig
låtschn, Låtschbüx – (aus)plaudern, Plauderdose
låua; låu nan göih! – lassen; laß ihn gehn!
låusa Bou, Strieck – böser Bub, Lausbub

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