Schlaggenwälder Heimatbrief — prosinec 2013 / leden 2014
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Milí krajané!

## Liebe Landsleute!
Wir haben das letzte Novemberblatt vom Kalender genommen. Am Adventskranz brennt schon die erste Kerze. Wir freuen uns an ihrem warmen Licht. Weihnachten kündigt sich an. Und Hoffnung keimt auf: Die Gewißheit, daß bereits in wenigen Wochen die lebensspendende Kraft der Sonne wieder zunimmt und daß die Natur zu neuem Werden erwacht, stimmt uns froh.

Wir bereiten uns auf das Christfest vor. Es geht den meisten von uns materiell gut. Wenn man aber die Lichterflut in den übermäßig geschmückten Geschäften und Straßen mit einem schier überquellenden Angebot an Waren sieht, dann fällt es schwer, diese Fülle an Gütern mit der Armut im Stall von Bethlehem zu vergleichen.

Unwillkürlich steigen auch Bilder aus der vorweihnachtlichen Zeit daheim auf, als wir – in aller Heimlichkeit – mit kleinen Handarbeiten und einfachen Basteleien für Eltern und Geschwister beschäftigt waren. Wie weit liegt doch die Zeit schon zurück, als wir uns über ein Holzspielzeug, ein neues Puppenkleid, gar eine Puppenstube, ein Schaukelpferd, neu gestrichen, so richtig gefreut haben! Und alles verlief zwar ärmlicher, aber ruhiger und beschaulicher. Wir müssen schon tief in den Erinnerungen kramen, um etwas von dem Frieden, der gerade die Weihnachtszeit auszeichnen soll, von der Weihe dieser Tage und der Bedeutung jenes Festes in uns einkehren zu lassen. Bei den Gedanken an die bescheidenen, aber geruhsamen Weihnachten in der alten Heimat kommt auch fast Vergessenes in den Sinn und immer ein wenig Wehmut auf. Wir fühlen schon noch etwas von der Seligkeit jener vergangenen Zeit.

Vielleicht geht so mancher – wie im Traum – noch einmal durch die alten, vertrauten Gassen, sieht sich am Heiligen Abend wieder im Kreis der Lieben, wandert die Kirchstaffel hinauf zur Christmette in der St.-Georgs-Kirche. Und es wird ihm schmerzlich bewußt, daß es nie mehr so sein wird, wie es einmal war.

Wir haben uns in einem anderen Land eine sichere Bleibe geschaffen, in der wir wieder so etwas wie heimisch geworden sind und uns wohlfühlen. Es war uns vergönnt, über Jahrzehnte friedliche Weihnachten zu feiern, ein Vorzug, der so vielen Menschen im weiten Erdenrund nicht beschieden war – und ist. Wir haben guten Grund, darüber froh und dankbar zu sein. Unsere ferne Heimat im Egerland indes bleibt unvergessen, und das wohl bis an das Ende unserer Tage.

Am Jahresende gilt mein besonderer Dank allen Landsleuten, die mich bereitwillig mit gediegenen Beiträgen und guten Fotos unterstützt haben.

Ich hoffe, daß uns der Frieden erhalten bleibt, daß Ihr gut durch die Unbilden des Winters kommt. Ich wünsche, daß den Kranken recht bald Genesung, den Trauernden Trost in schwerer Zeit zuteil wird, Euch allen, wo auch immer unser „Heimatbote" ins Haus kommt, besinnliche Stunden, frohe festliche Tage an Weihnachten und für das neue Jahr viel Gesundheit und eine gute, gesegnete Zeit.

Es grüßt Euch, wie immer, in heimatlicher Verbundenheit
Euer Franz Pöttig

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Vánoční a novoroční pozdrav patronátního města

## Weihnachts- und Neujahrsgruß der Patenstadt
Liebe Schlaggenwalder Freunde,
gern denke ich an Ihre zahlreichen Begegnungen in Auerbach zurück.

In die Freude des Wiedersehens mischte sich jedoch zunehmend mein Bedauern, daß die Besucherzahl spürbar geringer ausfiel. Ihre Heimatfreunde, Verwandten, ehemalige Nachbarn, die bisher mit großer Anhänglichkeit an den Treffen teilgenommen haben, können nun alters- und krankheitsbedingt die Mühen einer weiten Reise nicht mehr auf sich nehmen. Wir alle haben dafür Verständnis. Sicherlich fällt ihnen das Fernbleiben schwer. Sie waren und sind in Gedanken dabei und bleiben ihren Landsleuten verbunden.

Wir dürfen auch nicht übersehen, daß seit Ihrer Vertreibung aus der Heimat im Egerland schon weit über sechs Jahrzehnte ins Land gegangen sind.

Ihr Heimatbrief als unverzichtbares Band untereinander berichtet auch weiterhin über das Geschehen und hält die Verbindung aufrecht.

Im Namen der Patenstadt wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2014.
Ihr Joachim Neuß, Erster Bürgermeister

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K novému roku

## Zum neuen Jahr
Laßt uns froh das Jahr beenden,
was auch immer es gebracht!
Jedes Übel wird sich wenden,
heller Tag folgt auf die Nacht.

Froh laßt uns ins neue schauen,
daß es uns viel Gutes bringt;
mit Vertrauen darauf bauen,
daß uns alles wohl gelingt!

Schon gestellt sind uns die Weichen,
Weg und Ziele liegen fern.
Sie zu finden, zu erreichen,
leite uns ein guter Stern.

Franz Pöttig

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Z kalendáře

## Aus dem Kalender
Im Dezember – Julmond/Christmond:
1.12. (So) 1. Advent
4.12. (Mi) St. Barbaratag (Barbarazweige)
8.12. (So) Mariä Empfängnis, 2. Advent (Krippe aufstellen)
15.12. (So) 3. Advent

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