Schlaggenwälder Heimatbrief — červen / červenec 2013
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Spojeni ve věrnosti

## In Treue vereint
[obr] Festliche Veranstaltung der „Eghalanda Gmoi za Schlaggawal" Anfang der 30er Jahre. Versammlung der Mitglieder (in fescher Tracht) und Besucher im Winkel der stattlichen Anwesen Nr. 297-299 – Rudolf und Marie Kühnhackl, Kolonialwaren und Bäckerei / Anton Ubl, Gerberei / Josef Ubl, Sattlerei – nahe dem Füßlplatz neben dem Flutbach (Flout).
Bekannte Personen in der vorderen Reihe: Am linken Rand das Ehepaar Köppl (Drogerie), das Mädchen Frieda Kühnhackl (verh. Lorenz, 8. von links); der Bub im weißen Anzug ist Oskar Paulus, 5. von rechts; Marie und Rudolf Kühnhackl, 3. u. 2. von rechts. Wer erkennt noch sich und andere? Lang, lang ist's her!

Z nářečí – už dávno neslýchané!

## Aus da Mundårt – schu lång nimma ghäiat!
Bitte oder Frage beim Kartenspielen: „Sp(ül ma nuch a Buat?" (Spielen wir noch eine Partie?) – Bemerkung beim Obstverzehr: „Dian Eppl iss i bis afm Geitz, dian kröign die Hosn." (Den Apfel eß' ich bis auf den Strunk, den bekommen die Hasen) – Vater zum Sohn, auf dessen Kritik am verhaltenen Fahrstil des „Dadas": „Wenn ma erscht af da Autobåhn san, dånn låu mas prassln." (Wenn wir erst auf der Autobahn sind, dann geben wir richtig Gas) – Streitbarer Kerl droht handgreifliches Vorgehen an: „Wennst niat glei dei(n Gusch höltst, dånn, kröigst a Faunz, daßd drei Toogh van Teifl tramst!" (Wenn du nicht gleich deinen Mund hältst, bekommst du eine Ohrfeige, daß du drei Tage vom Teufel träumst!)
Gään: Woos ma gään taut, wiad aan niat saua. Wer Kåtzn gään håut, kröigt a schöins Wei(b. In Apr(ül rängts gään. D'Eppl faaln gään! D'Neegl vaböign si gään. Ålta Fassla laffm gään aus. Dees howi niat gään tou! Du kuast mi gäanho(bm! (Mildes „Götz"-Zitat). Dåu gäiht ma gout u gään drei Stund. Wenn d'Gunga mi(tn Gäanhobm uafanga, solln d'Åltn damit aufhäian! (Das war einmal!)
Gentian: Ma waaß niat, woos dea ålls gentiat håut! (Man weiß nicht, was dieser noch alles angestellt hat.)
Dådan, låtschn: (Dumm) daherreden, schwatzen, schwätzen, (aus)plaudern.
Gåtzn: Gackern, daherreden, verraten. Lakonische Redensart: D'Leit mou ma ria(dn u d'Höihna gåtzn låua. (Man muß die Leute reden und die Hühner gackern lassen.)
Gmiark: Sich-merken-können, Gedächtnis. „Döi håut a gouts Gmiark."
Gella?: Nicht wahr? – Ich ho doch recht, gella? – Gstanzla: „Gella, ich gfålla da; gella, ich taugha da; gella, ich waar da recht? Wenn i di mecht!" – „Nu gella, ich bin doch a sauwara Bou? Woos moußt di lång bsinna? Lång löiwa glei zou!"
Volksweisheit: Wöi ma in Wåld neiröift, sua kinnts wieda raus. (Dem Agieren entspricht das Reagieren.)

Srdečně blahopřejeme k narozeninám a přejeme zdraví a štěstí k:

## Wir gratulieren recht herzlich zum Geburtstag und wünschen Gesundheit und Glück zum:
90. am 14.7. Friederike Schöberl (Kugler), Rotdornstr. 9, 86899 Landsberg a. Lech. – 88. am 16.6. Karl Kämpf, Hossenriedstr. 36/3, 89537 Giengen/Brenz. – 88. am 4.8. Edwin Reinhold, Amselweg 9, 88079 Kressbronn a. Bodensee. – 85. am 21.6. Ernst Schmieger, Arnikaweg 18, 87527 Sonthofen. – 83. am 4.8. Robert Borkenstein, Stifterstr. 6, 92438 Bodenwöhr. – 81. am 19.6. Heinrich Dilling, Birnbaumer Weg 6, 91462 Dachsbach. – 80. am 12.6. Josef Hubl, Niederwaldstr. 4, 70460 Stuttgart. – 79. am 14.6. Hilde Borkenstein, Schloßstr. 20, 91336 Heroldsbach.
Wir hoffen, daß die genannten Landsleute sich ihres Wohlbefindens erfreuen können. Es kommt leider immer wieder vor, daß Geburtstage genannt sind, obwohl die betreffende Person nicht mehr am Leben ist. Es wird eben versäumt, auch den Heimatbrief vom Heimgang in Kenntnis zu setzen. Daher sind diese Angaben ohne Gewähr. Sie ergeben sich aus den im Verzeichnis des Verlages genannten Beziehern des Heimatbriefes (nebst Angehörigen) und Jubiläen.

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