Ganz gleich wieviel Lebenszeit schon verflossen ist: Jedes neue Jahr birgt Überraschendes, nicht Erwartetes und bringt Schmerz und Trauer, aber auch Freude und Glück. Wir machen gute, aber auch schlimme Erfahrungen; auch sie haben ihren Sinn und gehören zum Leben.
Nun wünsche ich Euch weiterhin alles Gute, den Kranken unter uns Linderung ihrer Beschwerden, daß Ihr behütet noch durch die Fährnisse und Unbilden des Winters kommt, und eine gesegnete vorösterliche Zeit.
Es grüßt Euch in heimatlicher Verbundenheit
Euer Landsmann Franz Pöttig
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## Zan Nåuchdenkn
Unnara Åltn håbm gsågt: „Löiwa a Fleek wöi a Luach.“
## Aus dem Kalender
Im Feber – Hornung
2.2. (Da) Mariä Lichtmeß, kirchlicher Feiertag, 40 Tage nach Geburt Christi (25.12.)
3.2. (Fr) St. Blasius (Segen)
14.2. (Di) St. Valentin
20.2. (Mo) Rosenmontag
21.2. (Di) Faschingsdienstag, Kehraus
22.2. (Mi) Aschermittwoch, Beginn der Fastenzeit
29.2. (Mi) Schalttag
Ist Lichtmeß hell und rein, wird ein langer Winter sein. Dorothee (6.2.) viel Schnee, Sommer guten Klee.
Ist Valentin noch weiß, blüht an Ostern schon das Reis. Mücken, die im Feber summen, oft auf lange Zeit verstummen.
Im März – Lenzing
3.3. (Sa) Hl. Kunigunde („... kinnt die Wirm va unt“)
19.3. (Mo) St. Josefstag
20.3. (Di) Frühlingsanfang (Tag- und Nachtgleiche, „Äquinoktium“)
25.3. (So) Beginn der Sommerzeit – Uhren um eine Stunde vorstellen
Donnergrollen um Kunigund, treibt's noch der Winter bunt.
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4.3. (So) Gedenktag für die Opfer tschechischer Willkür im Jahre 1919
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Die Faschingszeit endet mit dem Faschingsdienstag. Am Aschermittwoch beginnt auch die vorösterliche Zeit; sie dauert 46 Tage und endet am Karsamstag.
Der Frühlingsanfang hat seinen „festen“ Termin: 20. oder 21. März.
Dem ersten Vollmond im Lenz (heuer am Karfreitag, 6.4.) folgt unmittelbar das Osterfest (Ostersonntag 8.4.). Diese beiden Termine sind „beweglich“ und ändern sich jedes Jahr. Daher richtet sich auch die Dauer der „närrischen“ Zeit nach dem ersten Vollmond im Frühjahr und fällt somit recht unterschiedlich lang aus.
## Historischer Streifzug
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten, lautet ein weiser Spruch. Deshalb ist es nützlich und vorteilhaft, sich geschichtliches Wissen anzueignen. Diese Empfehlung sollten sich auch Politiker zu eigen machen.
Im Mai 1804 hatte sich Napoleon Bonaparte (*1769 in Ajaccio/Korsika, †1821 auf St. Helena/Atlantik) zum Kaiser der Franzosen erklärt und für Dezember die Kaiserkrönung im Beisein des Papstes Pius VII. angekündigt. Es war zu erwarten, daß er auch nach der Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation strebte. Um dies zu verhindern, nahm Kaiser Franz II. aus
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## Loblied auf den Becherbitter
Der Becherbitter ist bekannt
nicht nur bei uns im Egerland.
Geschätzt weltweit an vielen Orten,
gepriesen sei er mit den Worten:
Wenn ich erregt bin und erzitter',
so hilft ein Schluck vom Becherbitter.
Zieht einmal auf ein Ungewitter,
vertreibt die Sorgen Becherbitter.
Erweist der Mann sich nicht als Ritter,
dann tröste dich mit Becherbitter.
Nimmt deine Frau dir weg ein Dritter,
ertränk' den Gram mit Becherbitter.
Wirst du genervt als Babysitter,
füll' ab den Balg mit Becherbitter.
Als gutgeschulter Samariter
hältst du bereit den Becherbitter.
Hast du die Speisen nicht vertragen,
empört sich deshalb arg dein Magen,
mit einem Gläschen auf der Stelle
beruhigt sich derselbe schnelle.
Wird einst das Haar dir grau und schütter,
bald sprießt es neu mit Becherbitter.
Stößt bei den Schafen dich ein Widder,
die Schmerzen lindert Becherbitter.
Spielt einer falsch mal auf der Zither,
so hör' nicht hin, trink' Becherbitter.
Selbst uns're liebe Tante Rita
ist ganz vernarrt in Becherbitter.
Manch einer schwärmt für Tand und Flitter,
ein and'rer liebt den Becherbitter.
Bringt man dich einmal hinter Gitter,
dann träume süß vom Becherbitter.
Naht einst der Tod, genannt der Schnitter,
dann mach' ihn blau mit Becherbitter.
Auf „itter“ reimt sich auch noch „Zwitter“,
da hilft wohl kaum ein Becherbitter.
Selbst ohne Anlaß wird er schmecken
und dir die Lebensgeister wecken.
Doch trink' nicht gleich 'nen ganzen Liter
sei mäßig stets mit Becherbitter.
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Wenn auch der Verfasser der gereimten Zeilen ungenannt bleibt, so zeigt sich doch, daß das berühmte Erzeugnis, das einmal aus Karlsbad kam, auch die Phantasie von Verseschmieden anregte, sich mit den unbestreitbaren Qualitäten dieses Elixiers zu befassen.
Die Querelen vor europäischen Instanzen um Namens- und Vertriebsrechte spielten dabei keine Rolle. Nur eine Narretei? F.P.
dem Hause Habsburg (1768-1835, der 55. Römische Kaiser in Folge, „allzeit Mehrer des Reiches, König in Germanien, Ungarn und Böhmen, Galizien und Lodomerien, Erzherzog von Österreich und Toscana, Herzog von Burgund und Lothringen usw.“) für sich und seine Nachfolger in den Habsburger Erblanden auch den Titel eines Kaisers von Österreich an (als Franz I.).
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