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verquirlt und über den Auflauf gegossen. Diesen etwa eine halbe Stunde in der Röhre backen. Fertig!
Wenn ein verwöhnter Zeitgenosse einmal des Verzehrs neumodischer Fertiggerichte überdrüssig ist, kann er sich wieder ein einfaches Essen nach altem, bewährtem Rezept aus der heimatlichen Küche schmecken lassen! Wie wär's?
Übrigens: Im Heimatbuch ist ein ganzer Beitrag unserer „Kocherei“ gewidmet.
F.P.
## Die alte Bergstadt
(Schluß)
Kurzer Auszug aus der Ortsgeschichte
Kaspar Bruschius, ein geborener Schlaggenwalder Geschichtsschreiber, berichtet in seinem Werke: „Das Fichtelgebirge“ (erschienen am 1. September 1542), daß in Schlaggenwald bereits um 1222 Bergbau betrieben wurde. Der eigentliche Beginn der Bergbautätigkeit dürfte jedoch noch weiter in die graue Vorzeit zurückreichen. Die richtige Gründung Schlaggenwalds ist aber erst um das Jahr 1300 durch den Grafen Schlacko erfolgt. Urkundlich in liber confirmationum 46 bis 63 wird bewiesen, daß der Priester Ullrich im Jahre 1357 als Pfarrer von Schlaggenwald durch die beiden Brüder Slavko und Borso von Riesenburg angestellt wurde. Karl IV., röm.-deutscher Kaiser und König von Böhmen, hielt sich öfters auf der nahen Burg Elbogen auf und erteilte den genannten Brüdern die Bergfreiheit, das war die Erlaubnis, auf ihren Gründen Erze steuerfrei schürfen zu dürfen. Schlaggenwald, Schönfeld und Lauterbach wurden 1407 durch Borso den Jüngeren an Ullrich von Hasenburg verkauft; in den Chronisten finden wir aber 1411 Heinrich von Plauen als Besitzer der Bergstädte. 1490 erhielt Schlaggenwald das Stadtrecht mit dem Plauischen Löwen im Wappen. 1495 geht der Besitz der Herren von Plauen an die Herren Pflug von Rabenstein über, unter deren Herrschaft der Zinnbergbau in Schlaggenwald zur höchsten Blüte gelangte; gleichzeitig zog höchste Macht und höchster Wohlstand in die Stadt ein. Schlaggenwalder Zinn, aus dem man Gegenstände aller Art als auch Luxusgegenstände, wie Kannen, Tassen, Schnupftabakdosen, Leuchter, Lampen, Ampeln und allerlei Kirchengeräte, sogar ganze Tabernakel formte, erfreute sich besonders unter der Marke „Schlaggenwalder Feinzinn“ überall des besten Rufes. Da sehr viele Kirchengeräte aus Zinn erzeugt wurden, fanden sich um diese Zeit viele Vertreter des Klerus, wie Domherren, Äbte usw. hierorts ein, besichtigten die einzelnen Werkstätten und Niederlagen und machten Bestellungen aller Art. Durch den Wohlstand ihrer Einwohner wurde die Stadt bedeutend vergrößert, ein Flößgraben wurde gebaut und führte sämtliches Wasser aus der Gegend des Spitzberges und Krudums über die Räder der Pochhämmer und Mühlen längs des ganzen Tales. Kaiser Ferdinand I. hatte besondere Freude am Aufblühen des Bergbaues, und Schlaggenwald bekam durch ihn 1547 ein kaiserliches Bergoberamt. Im Jahre 1545 wurde eine Lateinschule errichtet, welche sich bald eines guten Rufes erfreute und welche fast hundert Jahre bestand. Als dann bei der Gegenreformation die protestantischen Geistlichen und Lehrer sowohl Kirche als auch Schule verlassen mußten, verfiel langsam die Lateinschule. Vom Jahre 1560 bis 1580 soll auch mit Erfolg in der Umgebung der Stadt auf Silber gegraben worden sein. Die Zechen erstreckten sich vom Orte Gfell bis zum Galgenberg. Auch die jetzt noch übliche Bezeichnung „Silberbach“ für einen Bach in der nächsten Umgebung der Stadt läßt auf das damalige Vorhandensein dieses Metales schließen. 1615 kam durch Kauf um 55.456 Schock Meißner Gulden die Herrschaft Petschau zu Schlaggenwald. Diese Machtstellung wurde jedoch bald durch religiöse Reibereien (30jähriger Krieg: Protestantismus kontra Katholizismus) vernichtet. Die heutige Dekanalkirche, zur damaligen Zeit protestantisch, wurde gesperrt, die protestantischen Lehrer und Geistlichen ausgewiesen und die katholische Lehre mit Gewalt 1628 wieder eingeführt. Die Herrschaft Petschau wurde beschlagnahmt. Truppendurchmärsche und Einquartierungen erheischten viel Geld aus den Kassen der Stadt, und hohe Entschädigungen zur Zeit des Siebenjährigen Krieges arbeiteten auf einen vollständigen finanziellen Untergang der Stadt hin. Als dann noch im Jahre 1713 an die 80 Häuser durch eine Feuersbrunst vernichtet wurden, waren viele Familien ihrer Habe bloß und der vollständigen Verarmung ausgeliefert. 1772 wurde das kaiserliche Bergoberamt, das also 225 Jahre bestand, aufgehoben und dafür ein einfaches Bergamt eingesetzt, welches indessen 1868 ebenfalls aufgehoben wurde,
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## Heimreise
Es zog mich nach vielen Jahren
zur alten Heimat hin,
nach Schlaggenwald zu fahren,
wo ich geboren bin.
Am Marktplatz steh' ich betroffen,
verstehe die Welt nicht mehr.
Wie ist das Stadtbild offen!
Das Erkennen fällt mir so schwer.
Verändert sind Plätze und Straßen,
Verfall ist ringsumher,
es fehlen oft ganze Gassen –
o Heimat, Du bist es nicht mehr!
Das Rathaus vernichtet durch Feuer,
der Pfarrhof nur öd' und leer,
St. Georg nur rohes Gemäuer,
der Friedhof ein Gräsermeer.
Ich suche die Gräber der Lieben,
finde im Unkraut den Stein.
Seit ich heimatvertrieben,
ruh'n sie dort oben allein.
Vom Turm ertönt kein Geläute,
kein Gottesdienst mehr im Ort,
auf den Straßen der Stadt von heute
vernehm' ich kein deutsches Wort.
In der „Altstadt“ stehen Ruinen,
und die Häuser sind ungepflegt.
Eine Wochenendsiedlung im Grünen
wird von Bewohnern unhegt.
Und viele Gebäude entstanden
am Kaunitz entlang der Bahn,
die wir, daheim, nicht mehr kannten,
bei den Kapellen zum Florian.
Auf der Hub wird Wolfram verhüttet,
am Viadukt ragt ein Kraftwerksschlot,
das Wiesental mit Abraum verschüttet,
der Flutbach fließt ziegelrot.
Die Menschen, fremd wie ich ihnen,
sehen nur fragend nach mir,
nicht immer mit freundlichen Mienen:
Fremdling, was willst Du denn hier?
Ich gehe auf alten Wegen
zum Krudum, an Wäldern reich,
und finde, am Spitzberg gelegen,
den dunklen Muckengrundteich.
Und streife durch Feld und Fluren,
vertraut aus der Jugendzeit,
erkenne noch alte Spuren,
Bilder aus der Vergangenheit.
Dann geh' ich mit Unbehagen
hinüber zum Elternhaus.
Soll ich um Einlaß fragen?
Man weist mich vielleicht hinaus!
Denn dort wohnen fremde Leute.
Was tun in diesem Augenblick,
vor dem ich mich lange scheute?
Doch es gibt wohl kein Zurück.
Ich warte noch eine Weile,
verharre stumm am Zaun,
wende mich ab ohne Eile
und ohne mich umzuschau'n.
Es zog mich nach so vielen Jahren
zur böhmischen Erde hin,
mußte schmerzlich dann erfahren,
wie fremd ich in der Heimat bin.
Franz Pöttig
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