Schlaggenwälder Heimatbrief — srpen / září 2009
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Historické střípky

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verursacht, daher auch nicht verschuldet haben. Im Zeichen der Kollektivschuld aber verloren wir Hab und Gut, Recht und Heimat!
Unter dem neuen kommunistischen Staatspräsidenten Klement Gottwald erfolgten 1949 der Abbau der slowakischen Autonomie, der Beginn der Unterdrückung und Verfolgung der Kirchen und die stalinistischen Säuberungen, auch der kommunistischen Partei. (1948: Aus ČSR wurde ČSSR.)
Am 16.1.1969 beging der junge Student Jan Pallach aus Protest gegen die Unterdrückung des sog. „Prager Frühlings" durch die Streitkräfte des damaligen Warschauer Paktes am Wenzelsplatz in Prag Selbstmord. Parteichef Alexander Dubček, der Reformer von „Sozialismus mit menschlichem Antlitz", wurde durch Gustav Husak abgelöst.
Im November 1989 erzwangen die im „Bürgerforum" vereinigten Oppositionsgruppen mit Massendemonstrationen die „sanfte Revolution"; ihr Sprecher war der Schriftsteller Vaclav Havel, der nach dem Rücktritt von Staatspräsident Husak am 30.12.89 zu dessen Nachfolger gewählt wurde. (Im April 1990 Umbenennung in „Tschechische und Slowakische Föderative Republik", aus ČSSR wurde ČSFR; sie ersetzte die „Volksdemokratie" sozialistisch-kommunistischer Prägung. Nach der Trennung von der Slowakei am 1.1.1993 entstand die „Tschechische Republik" (ČR); verwaltungstechnisch lautet die Abkürzung im Post-, Finanz- u. Verkehrswesen "ČZ" (aus „Česka Země" = „Tschechisches Land").

Toulka

## Der Streifzug
durch unsere alte Heimat vom August 2008 wird mit drei Fotos fortgesetzt. Wir wenden uns dem früheren Wahrzeichen unserer Bergstadt, der St.-Georgs-Kirche, und dem Friedhof zu. Die Aufnahmen stellte uns wieder Lmn. Irene Scharnagl zur Verfügung.

[obr] St.-Georgs-Kirche am Glockenberg. Der neue, begehbare Rundgang oben am Kirchturm ist deutlich erkennbar. Die Kirche ist nicht zugänglich, am baulichen Zustand der Dechantei ist kein Fortschritt zu ersehen. In der Umgebung sind auf der Kirchstaffel einige neue Häuser entstanden.

[obr] Das Kreuz aus Stammholz wurde in seiner ursprünglichen Fertigung am 29.8.1992 in Anwesenheit von Schlaggenwalder Landsleuten von der Geistlichkeit geweiht und nach einigen Jahren wegen Fäulnisschäden ersetzt. Auch das zweite (oder schon dritte) Kreuz befindet sich substanziell in einem schlechten Zustand, ist stark verwittert und in seiner Statik gefährdet. Es soll(te) ein Symbol christlicher Versöhnung sein!

[obr] Dem Holzkreuz ist an seinem Fuße eine Steintafel mit einer zweisprachigen Widmung zugeordnet. Die deutsche Inschrift lautet: „Errichtet in Zusammenarbeit mit den Schlaggenwalder Landsleuten im Zeichen gegenseitiger Verständigung". Der tschechische Wortlaut entspricht inhaltlich dem deutschen.

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