Schlaggenwälder Heimatbrief — únor / březen 2010
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Milí krajané!

Meine lieben Landsleute!
„Unverhofft kommt oft“, weiß der Volksmund zu sagen und schöpft dabei aus vielen Erfahrungen. Niemand ist gegen die Wechselfälle des Lebens gewappnet. Begegnet ihm überraschend ein glückhaftes Ereignis, freut sich der Zeitgenosse ungemein. Ereilt ihn aber unerwartet Unheil, dann hält der Mensch erschrocken inne und beginnt mit seinem Schicksal zu hadern.
Auch Leute von der schreibenden Zunft sind gegen Unvorhersehbares nicht gefeit. So mußte ich im Dezember plötzlich, wie aus heiterem Himmel, den Schreibtisch mit dem Krankenlager tauschen. Doch ich hatte Glück und konnte mich nach einiger Zeit wieder erholen, Gott sei Dank! Wenn es mir nicht gelungen ist, die Beiträge in diesem Heimatbrief in gewohntem Umfang aufrechtzuerhalten, so bitte ich um Verständnis.
Ich durfte in diesen vorweihnachtlichen Tagen viel Anteilnahme erfahren und danke auch auf diesem Wege für die herzlichen Genesungswünsche. Es ist im Unglück tröstlich, gute Freunde zu haben.
Falls Euch der nächste Heimatbrief (Folge 2) nicht mehr rechtzeitig vor dem Osterfest erreicht, wünsche ich allen Landsleuten in nah und fern frohe und gesegnete Feiertage.
Es grüßt Euch in alter Verbundenheit
Euer Landsmann Franz Pöttig

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Velikonoční pozdrav

## Ostergruß
Die Patenstadt Auerbach i.d.Opf. grüßt alle Landsleute aus dem ehemaligen Kirchsprengel Schlaggenwald im Egerland und wünscht ihnen zum Osterfest frohe Feiertage. Vielleicht ergibt sich auch in diesem Jahr wieder eine Gelegenheit, ein Treffen von Heimatfreunden in Auerbach zu veranstalten.
Joachim Neuß, Erster Bürgermeister

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Dluhy místo lázní

## Schulden statt Kurort
Beispiel Sangerberg
Nach unserer Vertreibung setzten unaufhaltsam Niedergang und Verwüstung der einst blühenden Heimat ein, die bis heute andauern. Sangerberg, heute „Prameny“, ist ein bezeichnendes Beispiel für dieses Schicksal. Der tschechische Journalist Ludek Navara beschrieb es in der auflagestarken Tageszeitung „Mladá Fronta Dnes“ (dt. „Junge Front Heute“):
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte der Kurort im südöstlichen Teil des Kaiserwaldes etwa 2.000 Einwohner deutscher Nationalität, eine Schule, eine Bank, drei Hotels und 20 Gasthäuser. Heute leben in dem einstigen Heilbad nur noch 140 Menschen,

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