Schlaggenwälder Heimatbrief — duben / květen 2011
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Jaro přichází...

## Da Fröihling kinnt ...
Da Wind gäiht staad, gånz staad üms Haus,
u d'Sunn tout sua schöi(n scheina,
ich denk, ich denk, 's w(üll Fröihling wer(dn,
am deitlichstn zeigns d'Baima.

A Höihna gåtzt an gånzn Fröih,
die erschtn Blöimla blöi(ha.
A Stårl pfeift. Es schaut a Bou,
wöi d'Wolkn sua håuch zöi(ha.

Mia is üms Herz sua wohl, sua wäih,
Herrgott, du waßt's doch gwieß,
wenn 's Fröihling wia(rd, wenn 's Fröihling wia(rd,
wöi 's mia üms Herz dåu is!

Margareta Pschorn, Egerländer Schriftstellerin

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Malá epizoda

## Kleine Episode
zu den Erinnerungen unseres Heimatfreundes an die Osterzeit daheim: Auch der Verfasser des Heimatbriefes wohnte in Schlaggenwald am Zehentplatz. (Das Einfamilienhaus Nr. 331, erbaut 1904, wurde nach der Vertreibung umgebaut und wird von Tschechen bewohnt.)
Ich war zu jener Zeit sieben Jahre alt und durfte mit meiner neuen, am Palmmarkt erworbenen Ratsche am „Rumplngäih" nicht teilnehmen. „Der is nuch za klaa(n u kua an Takt niat håltn", hieß es. Meine Enttäuschung war groß. – Als dann der Kapo der Platztruppe mit einem Kumpan (trotzdem) zum Sammeln erschien, eröffnete meine Mutter den beiden, daß sie nichts bekämen, weil sie mich ausgeschlossen hatten. Als Mama noch hinzufügte, daß sie ansonsten hätte fünf Kronen springen lassen – fast eine fürstliche Gage –, gab es zutiefst betretene Gesichter, die ich noch heute vor mir sehe.
Daraufhin versprach der Truppführer, daß ich beim nächsten Mal bestimmt dabeisein dürfe. Meine Mutter ließ sich erweichen und nicht lumpen und steuerte der gemeinschaftlichen Kasse der Rumplerboum zwei Kronen bei.
Ein freudiges „Vergelt's Gott!" ließ erkennen, daß nun der österliche Friede am „Zähplatz" gewahrt blieb.
Franz Pöttig

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Kožedělná továrna Roßmeissl

## Die Lederfabrik Roßmeissl
Ein Abschnitt unseres Heimatbuches ist auf den Seiten 222-224 den Gerbereien und der Lederherstellung in Schlaggenwald gewidmet. Neben einer Anzahl von Kleinbetrieben kam der Fabrikanlage von Franz Roßmeissl besondere Bedeutung zu.
Unser Landsmann Felix Schöbl, der daheim im Ortsteil Obere Gasse „af da Tröib" wohnte, zeigte schon in Jugendjahren großes Interesse für Technik. Er hatte als Schüler ein gutes Verhältnis zum Firmeninhaber und jederzeit ungehinderten Zugang zu dessen Fabrik. Felix besaß einen einfachen Fotoapparat (mit klappbarem Faltenbalg!) und konnte damit seine Beobachtungen und Erfahrungen mit Bildern belegen. So zeigt das Foto die Straßenfront des zu Anfang der zwanziger Jahre entstandenen modernen Hauptgebäudes mit drei großen Maschinensälen in unterschiedlicher Höhe. Am rechten Rand ist noch ein Teil des alten Fabrikgebäudes zu sehen.
Das neue imposante Gebäude besticht durch seine für die damalige Zeit und die örtlichen Verhältnisse streng gegliederte Architektur, die sich in einer stilvoll ansprechenden Gestaltung der Fassade äußert. Von außen betrachtet, könnte man die Anlage für einen Stahlbetonbau halten. Es handelt sich aber um einen Ziegelbau, der mit grauem Rauhputz abgedeckt und verziert ist. Die Fenster sind durch zahlreiche Stege aufgegliedert. Beachtenswert ist in der unteren Fensterreihe das große Tor vorne links. Es war erforderlich, um über eine Flutbachbrücke die großen Maschinen und Extraktionsfässer in das Gebäude zu bringen.
Hinter diesem großen Trakt errichtete man, in den Hang hinein, ein schmaleres Gebäude im gleichen Baustil. Dort wurde die Rindenlohe in zwölf mächtigen zylindrischen Holzbottichen zur braunen Gerblohe ausgelaugt. Interessant an beiden Gebäuden ist das für die damalige Bauweise neuartig-wirkende flache Dach. Bei unseren oft schneereichen Wintern hatte es eine beachtliche Last zu tragen. Zu diesen Ausführungen vgl. man die Abb. im Heimatbuch auf Seite 224!
In Gesprächen beklagte sich Herr Roßmeissl zuweilen, daß insbesondere das kleinere Hintergebäude überdimensioniert sei und unnötig viel Geld gekostet habe.
Die Aufnahme entstand etwa 1940. Den Straßenrand begrenzte die gut einen Meter hohe Mauer; gleich dahinter floß der Flutbach, die „Flout" genannt, stadtein- und talwärts der Eger zu. Im

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Jak jsme to říkali doma?

## Wöi håmma daham gsågt?
Es schaut nach Schlechtwetter aus Es håut sich ei(ngwirrt
Dem habe ich Beine gemacht Dian howi ei(nghazt
Der hat ein beleidigtes Gesicht gemacht Der håut d'Flåt reighängt
Das ist ja zum Hirnerweichen Dåu wiad aan jå as Hian lauta
Das Zeug ist wieder flüssig Dees Zeigh is wieda lauta
Nun mach' aber einen Punkt! Öitza måch fei denna, daß's gäiht!
Sie versteht davon rein gar nichts Sie schaut wöi dieKåtz in Kalenda
Da geht es sich ganz weich Dåu gäiht ma wöi afra Kouhwåmpm
Da kannst du dir ein Beispiel nehmen Dåu kuast da a Noos voll nehma
Da ist weiter nichts zu befürchten Dåu liegt kaa(n Priegl dabei
Jetzt lassen wir es sausen Öitza låu mas prassln
Ihn sticht der Hafer Dian sticht da Howa(rn
Sie hat das Nachschluchzen Sie steßt da Buack
Dann soll gleich alles kaputtgehen Dånn soll glei ålls af Rånzn gäih
Da ist ihm ein Licht aufgegangen Dåu is nan da Safmsöida afgånga
Dort ist es stockpechfinster Duat is's finsta wöi innaran Soock
Diese Leute sind strohdumm Döi Leit san dumm wöi a Pfund Sålz
Da wird man ja nicht mehr fertig Dåu wiad ma jå nimma ecka(rt
Aber laß dir nichts gefallen! Owa låu da fei nix krausn!
Was habe ich denn bekommen? Rein garnichts! Woos hoi an kröigt? Dreeg u drei Nuß!
Vergeßt mir bitte nicht alles! Touts ma fei niat ålls vagessn!

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