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Kolik utrpení by bylo národům ve 20. století ušetřeno, kdyby 4. března 1919 nepadly výstřely proti právu na sebeurčení. Při udělení autonomních práv, zvláště s kantonální samosprávou podle vzoru „Švýcarska", jak to Beneš nejednou avizoval, by bylo docela dobře myslitelné prospěšné soužití Němců a Čechů. Takový smírný postup by na scénu nepřivolal ani Henleina, ani Hitlera. Snad by vnitropoliticky stabilní republika, tedy svobodné společenství respektující práva menšin, dokázala zabránit i vypuknutí další, druhé světové války! Místo toho byly záměry mocných českého národa od počátku zaměřeny na znevýhodňování a útlak etnických menšin.
Je příznačné, že ustanovení pařížských předměstských smluv z června 1919 (Versailles a Saint-Germain-en-Laye) definitivně vyloučila připojení sudetských oblastí k Německému Rakousku; ani plebiscit o tom nebyl předpokládán. Sudetští Němci tak byli proti svému výslovnému přání vtlačeni do nového státu, který nechtěli, na jehož názvu, založení a podobě neměli žádný nebo jen nepatrný podíl, který přehlížel jejich práva jako národnostní skupiny a nerovně s nimi zacházel i jako se státními občany.
Je zřejmé, že i vítězné mocnosti první světové války nesou notný díl viny jak na Hitlerově vzestupu, tak na národnostním odvratu sudetských Němců od státu, ve kterém od počátku pociťovali, že jsou pokládáni jen za (ještě) trpěné občany druhé kategorie.
V roce 1920 byla bez účasti zástupců menšin přijata centralisticky pojatá ústava.
Sebeurčení? Názor československé vlády vyjádřil její ministr Rašín: „Právo na sebeurčení je pěkná fráze, ale teď, po vítězství, rozhoduje moc."
Vyrovnání se Čechů s vlastními soudobými dějinami by mělo začít nejpozději u 4. března 1919, dne, který nabádá k zamyšlení a návratu k paměti. – Už nějakou dobu se v Česku opakovaně nacházejí tělesné pozůstatky zavražděných a zahrabaných sudetských Němců, kteří se v roce 1945 a poté stali oběťmi českých zločinů. Mediální zprávy o tom vyvolávají pozornost a probouzejí zájem veřejnosti. Lidé se leknou a žádají objasnění zvěrstev, jichž se tehdy Češi po celé zemi dopouštěli na německém civilním obyvatelstvu.
Jakkoli jsou tyto pozdní nálezy pozoruhodné, ve znamení „politické korektnosti" se bude usilovat o to, aby i krutý osud těchto nevinných obětí masakrů co nejdříve znovu upadl v zapomnění – tak jako se to stalo s březnovými padlými z roku 1919, kteří ve městech německých Čech a severní Moravy přišli o život v kulometné palbě českého vojska.
Nebylo by divu, kdyby se pozornost a pohnutí i nad nepochopitelným vražděním v Česku po druhé světové válce – na obou stranách – udržely v mezích. Zdá se, že mnozí dnešní lidé – v Německu stejně jako v České republice – už o hrůzách minulosti nechtějí nic vědět, podle motta: Vždyť je to všechno už tak dávno a na světě se každý den děje tolik bezpráví... Přitom i pro naši přítomnost platí:
Kdo nezná minulost, nemůže utvářet budoucnost.
Franz Pöttig
wiegend in den industriereichen Randgebieten Böhmens und Mährens lebten und bisher die österreichische Staatsangehörigkeit besaßen. Und diese wollten sie verständlicherweise in ihrer großen Mehrheit auch behalten. Die deutschstämmigen Bewohner des Sudetenlandes verlangten das Recht auf Selbstbestimmung, das man auch dem „Staatsvolk" der Tschechen bei der Gründung ihrer „Tschechei" zugebilligt hatte.
Zur Erinnerung: Die Vereinigten Staaten von Amerika waren im April 1917 in den Krieg gegen die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich und Bulgarien) eingetreten. Ihr Präsident Thomas Woodrow Wilson proklamierte im Jänner 1918 in seinem demokratischen Friedensprogramm der „Vierzehn Punkte" (Richtlinien für den Weltfrieden) u.a. „die Freiheit zu autonomer Entwicklung der Völker Österreich-Ungarns" (Punkt 10), d.h. das Recht auf Selbstbestimmung, gültig auch für Minderheiten.
Als Ende 1918/Anfang 1919 tschechisches Militär die Sudetengebiete mit überwiegend deutscher Bevölkerung besetzte, schwand jegliche Hoffnung auf Verständigung mit den Tschechen. Dieser Gewaltakt stärkte das Verlangen der zweitstärksten Volksgruppe, der Sudetendeutschen, deren Existenz selbst im Namen des neuen Staates absichtlich unbeachtet geblieben war, auf einen Anschluß an Deutsch-Österreich.
Es ist bedeutsam und interessant zu wissen, daß die am 9. Feber 1919, nur drei Monate nach dem Waffenstillstand von der Internationalen Sozialistenkonferenz in Bern (Schweiz) gefaßte Entschließung besagt, daß die Vereinigung von Völkern, die einander widerstreben, zu einem Zwangsstaat immer Ursache internationaler Verwicklungen und eine Gefahr für den Frieden sein werde. Diese vom Geist friedlichen Ausgleichs getragene Resolution bestärkte die Völker in ihrem Recht auf Selbstbestimmung, sah Volksabstimmungen unter Aufsicht des Völkerbundes vor und verwarf die Absichten der Siegermächte auf Landbeute und Festlegung von Grenzen nach strategischen Gesichtspunkten. Die Entschließung wurde einmütig, aber gegen die Stimmen der tschechischen Abgesandten angenommen.
Nur drei Wochen später, am 4. März 1919, trat erstmals die Nationalversammlung der Republik Deutsch-Österreich zusammen. Die tschechische Regierung verwehrte den Abgeordneten aus den Sudetenländern an der Sitzung des Parlamentes in Wien teilzunehmen. Daraufhin riefen alle deutschen Provinzregierungen, Parteien und Gewerkschaften zum Generalstreik auf. An diesem 4. März 1919, einem Dienstag, ruhte in den deutschen Teilen Böhmens und Mährens die Arbeit, und die Menschen versammelten sich zum gewaltlosen Protest.
Tschechische Besatzungen gingen brutal vor und sprengten diese friedlichen Kundgebungen. In Arnau, Aussig, Eger, Kaaden, Kaplitz, Karlsbad, Mies, Reichenberg und Sternberg eröffneten Soldaten das Feuer auf die Menge:
54 tote und 104 verwundete Sudetendeutsche waren die Bilanz dieses schrecklichen Tages. Der Keim vernichtenden Hasses war gelegt, der zwanzig Jahre später zum Untergang der ČSR führte.
Nach diesem Blutbad hätte jede demokratische Regierung eine strenge Untersuchung eingeleitet. Nicht so die Regierung in Prag, im Gegenteil! Der damalige lügenreiche Außenminister Dr. Eduard Benesch protestierte beim französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau, indem er die Schuld an diesem Blutvergießen der deutsch-österreichischen Regierung aufbürdete und Maßnahmen der Alliierten forderte.
Das Weltgewissen schwieg, wie so oft, auch zu den Blutopfern der Sudetendeutschen.
Wieviel Leid wäre den Völkern im 20. Jh. erspart geblieben, hätte es am 4. März 1919 nicht Schüsse gegen die Selbstbestimmung gegeben. Bei der Gewährung von autonomen Rechten, zumal mit kantonaler Selbstverwaltung im Rahmen eines Musters „Schweiz", wie des öfteren von Benesch angekündigt, wäre durchaus ein gedeihliches Miteinander von Deutschen und Tschechen vorstellbar gewesen. Ein solches einvernehmliches Vorgehen hätte weder Henlein noch einen Hitler auf den Plan gerufen. Vielleicht hätte eine innenpolitisch stabile Republik, eben ein freies Gemeinwesen unter Achtung der Rechte der Minderheiten, sogar den Ausbruch eines weiteren, des Zweiten Weltkrieges, verhindern können! Stattdessen waren die Absichten der Machthaber des tschechischen Volkes von Anfang an auf die Benachteiligung und Unterdrückung von ethnischen Minderheiten gerichtet.
Es ist bezeichnend, daß Bestimmungen der Pariser Vorortverträge vom Juni 1919 (Versailles und St. Germain en Laye) den Anschluß der Sudetengebiete an Deutsch-Österreich definitiv ausschlossen; auch eine Volksabstimmung darüber war nicht vorgesehen. Also wurden die Sudetendeutschen gegen ihren ausdrücklichen Willen in einen neuen Staat gepreßt, den sie nicht wollten, an dessen Namen, Gründung und Gestaltung sie keinen oder nur geringen Anteil hatten, der ihre Rechte als Volksgruppe mißachtete und sie auch als Staatsbürger ungleich behandelte.
Es liegt auf der Hand, daß auch die Siegermächte des Ersten Weltkrieges ein gerüttelt Maß an Schuld sowohl am Aufstieg Hitlers als auch an der nationalen Abkehr der Sudetendeutschen von einem Staat tragen, in dem sie a priori (von vornherein) zu spüren bekamen, daß sie nur als (noch) geduldete Bürger zweiter Klasse galten.
Im Jahre 1920 wurde ohne Mitwirkung der Minderheitenvertreter eine zentralistisch angelegte Verfassung verabschiedet.
Selbstbestimmung? Die Meinung der tschechoslowakischen Regierung brachte ihr Minister Rasin zum Ausdruck: „Das Selbstbestimmungsrecht ist eine schöne Phrase, aber jetzt, nach dem Siege, entscheidet die Macht."
Die Aufarbeitung der Zeitgeschichte durch die Tschechen sollte spätestens mit dem 4. März 1919 beginnen, einem Tag, der zur (Rück)Besinnung mahnt. – Seit einiger Zeit werden in Tschechien immer wieder sterbliche Überreste von ermordeten und verscharrten Sudetendeutschen entdeckt, die 1945 und danach Opfer tschechischer Verbrechen wurden. Medienberichte darüber lassen aufhorchen und wecken die öffentliche Aufmerksamkeit. Man schreckt auf und verlangt Aufklärung der Untaten, die Tschechen damals landesweit an der deutschen Zivilbevölkerung begingen.
So aufsehenerregend diese späten Funde auch sind, so wird man im Zeichen der „political correctness" versuchen, auch das grausame Schicksal dieser unschuldigen Opfer der Massaker möglichst bald wieder dem Vergessen anheimfallen zu lassen, wie es bei den Märzgefallenen von 1919 geschehen ist, die in den Städten Deutschböhmens und Nordmährens im Kugelhagel des tschechischen Militärs ihr Leben verloren.
Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich Aufsehen und Betroffenheit auch über das unfaßliche Mordgeschehen in der Tschechei nach dem Zweiten Weltkrieg – hüben wie drüben – in Grenzen hielten. Es hat den Anschein, als ob viele Menschen von heute – in Deutschland wie in der Tschechischen Republik – von den Greueln der Vergangenheit nichts mehr wissen wollen, frei nach dem Motto: Das alles ist doch schon so lange her, und es geschieht jeden Tag so viel Unrecht in der Welt... Dabei gilt doch auch für unsere Gegenwart:
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten.
Franz Pöttig
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Vzpomínka je jediný ráj, z něhož nemůžeme být vyhnáni, říká básník Jean Paul. Podle mého názoru k tomu patří i ohlédnutí za radostným shledáním se známými lidmi. U příležitosti „Dne domova" se 1. a 2. srpna 1953 konalo v Roßhauptenu čtvrté slavkovské krajanské setkání, které se stalo vydařeným
## Reminiszenzen
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können, sagt der Dichter Jean Paul. Nach meiner Ansicht gehört dazu auch die Rückschau auf das frohe Wiedersehen mit vertrauten Menschen. Anläßlich des „Tages der Heimat" fand am 1./2. August 1953 in Roßhaupten das vierte Schlaggenwalder Heimattreffen statt, das zu einem gelungenen
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