Schlaggenwälder Heimatbrief — prosinec 2011 / leden 2012
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Osud sedláka – vyhnán z rodné hroudy

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dern vielmehr aus seiner Welt mit ihren elementaren und landschaftlichen Bindungen gerissen wurde. Dadurch kommt gerade beim Bauern die Vertreibung von der eigenen Scholle nicht nur einer Verpflanzung, sondern einer radikalen Abtrennung seiner Lebenswurzeln gleich.
So leben und erfahren viele Bauersleute ihr Dasein in der Vertreibung gedanklich weiter im Arbeitsgang der Jahreszeiten, im Wandel der Gestirne, im Wechsel des Wetters, in der Betreuung der ihnen anvertrauten Tiere.

Shledání

## Wiedersehen
In die Heimat fahr' ich wieder,
schau ihr suchend ins Gesicht;
schlag' betrübt die Augen nieder -
fast erkenne ich sie nicht.
Überall noch alte Wunden,
die ein Feind dir grausam schlug.
Schlaggenwald, zutiefst geschunden,
Heimat mein, es ist genug!
Doch entdeck' ich alte Schönheit
unter Falten, halb verdeckt,
les' ich in vertrauten Zügen,
überwachsen, ganz versteckt.
Spricht man auch mit fremder Zunge,
führt dich eine fremde Hand,
fühle ich im Herzensgrunde,
daß du lebst, mein Heimatland.

F. P., Gedanken eines Heimatbesuchers

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Jak jsme to říkávali doma?

## Wöi håmma daham gsågt?
Jede Mundart hat so ihre Eigenheiten. Wenn jemand etwas erzählt, dann fügt er manchmal am Satzende, die Stimme leicht hebend, ein kurzes, fragendes „wo", quasi als bekräftigendes „nicht wahr?" an, ohne daß darauf eine Antwort erwartet wird. Beispiele: „... dånn ho i solln af Kårlsbod göih, wo?", oder „... dånn håmma hålt dees Böiwl za uns nemma möin, wo?", oder „Dees håut dånn an Droosch gebm, wo?". Dieser Besonderheit entspricht in etwa auch der gern gebrauchte Zusatz „gella" (für gelt, gell), wobei eine Zustimmung schon eher erhofft wird. Beispiel: „Du wiast doch murgn aah kumma, gella?" (im Sinne von: „es gelte/es gilt doch"). Feinheiten!
Nun einige Redensarten. Wenn ma
– üwa woos vaärgert oda enttaischt is, sågt ma „Dåu häiat sich doch ålls (da Gmöishåndl) auf!";
– a za gråußa Essnsportion kaum mäiha zwingt: „Dåu mou ma druckn wöi a Antarich";
– in Schwierighkeitn kinnt: „Dåu wiad annn die Haut am Buggl za eng!";
– ba ra Arwat peinlich genau sei(n mou: „Dåu mou ma aufpassn wöi a Haftlmåcha";
– a låus Maal håut, haßts glei: „Döi håut a Gusch wöi a Schaa(rschleifa (wöi a Schwert, wöi a Dreekschleidan)";
– aan fräigt, woos a heint mecht, kuas (zan Gspaß) haßn: „Schneckn afd Schwänz schlogn, daß sa niat biesln (= wiesln)";
– as Wei(b fräigt, woos sa heint kocht, kua ma za Åntwuat kröign: „Aan Tuap in ånnan, owa an Hodern dazwischn, daß nix uabrennt!";
– an goutn Freind trifft, gröißt m'an: „Servus, ålta Schwed!";
– am hellichtn Toogh Löicht mecht, maant da Nåchba: „Du toust jå an Toogh die Augn ausbrenna";
– van rauha Håls håut, derf ma sogn: „Ich ho an Håls wöi a Stieflbaa(nling";
– in Zweifl gwesn is: „Dåu bin i in wickl-wackl gråun (kumma).
Da Lehra: „'s is nuch kaa Masta van Himml gfålln. Vawaa niat?" – Schoolbou: „Waal nuch kaana druam wår!"
Låu ma's füa heint goutsei! Franz Pöttig, is va Schlaggawal

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Z domácí kuchyně

## Aus der heimatlichen Küche
Was wir gestern nicht verzehrten,
kann man heute noch verwerten.
Sparsam sein und nichts vergeuden –
bringt Genuß und Gaumenfreuden.
Ållawal Soßn! Sie waren bei uns immer sehr gefragt und schier unentbehrlich. „D'Soß is wichtigha wöis Fleisch", håuts oft ghaßn.
Wenn vom sonntäglichen Gericht noch ein Knödelrest, aber keine Soße mehr übrig war, wußte sich die sparsame und gewiefte Hausfrau zu helfen. Sie „kreierte" am Montag oder Dienstag eine andere dazu passende schmackhafte Soße! So standen z.B. Dill, Kren oder Tomaten zur Auswahl. Die Zugabe von Schmetten (Sahne) trug zur Verfeinerung bei; Beilagen, wie hartgekochte Eier, Beerenkompott oder Gemüse (Salat) bereicherten dann den werktäglichen Mittagstisch.
Damit beenden wir die Reihe der ortsüblich-einfachen „Spezialitäten".

Trochu něčeho na pobavenou...

## A wing woos zan Schmunzln ...
Da Lois zan Naz: „Ich ho ghäiat, du häist mit aran Schlånkheitspflåsta zwånzigh Pfund ognumma. Sogh amål, wöi gäiht an dees?" – Da Naz, imma für an Gspaß aufglegt, sågt: „Ganz ei(nfåch, damiet as Maal zoupichn!"

Da Dokta za da Frau Meier: „Ihr Mua gföllt ma fei gåua niat!" – Sie drauf: „Sie håbm schu recht, Herr Dokta, mia gföllta aah niat, owa die Kinna hänga hålt ua i(hm."

Da Künstla målt am Strand as Untagöih va da Sunn. A Ehepåar stäiht hinta i(hm. Dåu fischpat sie: „Dåu siahst as wieda, Hubert, wöi ma sich plåugn mou, wemma kan Fotoapparat håut!"

Die Gråußmutta sitzt am Bett van Enkl u lest nan zan Ei(nschlåufm a Märchn vüa. Nåuch ara Waal sågt da klana Bou: „Du, Oma, kuast niat a wing leisa lesn, ich mächt gään schlåufm."

Sågt a Mua za sein(n Wei(b: „Schau amål, dåu is a tåuta Vuagl!" – Sie schaut nåuch ua(bm u fräigt: „Wåu denn?"

Da Wenz schwaamlt van Wirtshaus ham; er håut „schwaa glodn". Sei(n Wei(b schimpft nan: „Wöiv(ül håstn wieda gsoffm?" – Er: „Waaß i niat. Am Böiadatzl wårn suav(ül Strichla." – Sie: „Dees könnt i niat amål Wåssa saffm!" – Da Wenz: „Ich aah niat!"

In da Fröih wünscht sich da Seff neman Kaffee a Glasl Böia. Die Nannl: „Dåu häiat sich doch ålls auf! In ålla Herrgottsfröih saffst du schu a Böia!" – Er: „Maanst vielleicht, ich wia dian Kaffee sua truckn neiwürgn!"

Zvláštní přání do nového roku

## Besondere Wünsche zum neuen Jahre
Du neues Jahr, sei ein Jahr des Lichtes, der Liebe und des Schaffens. Bringe den Menschen die Krone des Lebens und lasse die Kronen dieses Lebens menschlich sein.
Setze dem Überfluß Grenzen und lasse die Grenzen überflüssig werden. Gib allem Glauben seine Freiheit und mache die Freiheit zum Glauben aller.
Nimm den Frauen das letzte Wort und erinnere die Männer dagegen an ihr erstes.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute.

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