Schlaggenwälder Heimatbrief — únor / březen 2003
/ 4
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 4
Něco pro pousmání!

Oitza kinnts nuch drauf ua, ob Da die Mådla aa vazeiha werdn, döi schu ålla af Dich wårtn". Dåu wollt i va ih(n wissn, wöiv(ül dåu wårtn. Ea drauf: „Z(ühlt ho i sa niat, owa es is a gånz schöina Auflauf". Glaubts mas, mia is gånz ännasch wuan, ich ho richtigh Herzkloppm kröigt. A klaana Hoffnung ho i nuch ghått, wöi i weita gfräigt ho: „Löiwa Gott, varråut ma nuch, ob döi aa nuch sua gung san wöi dåmals, wöi ich ihnan gout wår". Dåu bin i owa uan Rechtn kumma! Da Herrgott: „Wåu denkstn Du hi? Dees san heint ålls ålte Weiwa, u daß Di glei drauf ei(nstöllst: a påar Månna wårtn aa!"

Dåu ho i natürlich glei protestiat u drauf hi(ngwiesn, daß dees a Irrtum sei mou, waal ich mia aus Månnan nöi woos gmåcht ho.

„Na, naa, dees waaß i schu", håut da Himmlvåta beschwichtigt. „Dees san nua die Månna, diannan woos Du „Hiana" aufgesetzt håst!"

Dåu is ma da Ångstschwaaß kumma u mia is gånz schlecht wuan. Wöi i rausgwürgt ho: „Dees is jå die Höll!", håut da Herrgott nua lakonisch gmaant: „Dees kua schu sei, döi håst Du Dir aa redlich vadöint". –

Dåu bin i schwaaßbådt aufgwåcht, as Herz is gråast wöi varruckt, ich ho mi möin erscht bsinna, wåu i wår: im Bett. Wår ich dåu fråuch, daß dees ålles nua a Traam wår! Woos ma doch oft füa an Bleedsinn zåmmtramt, naa, naa, sua woos! –

Håtts Enk schu a wing plåugn möin mi(tn Lesn, gella? Lest sas hålt nuch a påar Mål, dånn gäihts gwiß v(ül leichta.
Enka Frånz van Zehntplåtz

věta pokračuje na dalším listu ⟶

Nezapomínejte na své nářečí!

Vageßts enkan Dialekt niat!

Únor

Noch fällt der Schnee, noch klirrt der Frost.
Doch schon ist Lichtmeß – sei getrost,
es ist, und sei es sonst wie's mag,
schon eine Stunde länger Tag.
Und wenn es richtig stürmt und schneit,
ist auch der Frühling nicht mehr weit.
Bringt auch die heil'ge Dorothee
noch einmal einen Haufen Schnee –
's ist nicht mehr weit bis Sankt Mattheis,
und der, das weiß man, bricht das Eis.
Ist dann Sankt Roman hell und klar,
gibt es bestimmt ein gutes Jahr.
Rolf Nitsch (1920-1984), Egerländer Schriftsteller

věta pokračuje na dalším listu ⟶

Odběratelům naší vlastivědné knihy!

Nichts auf dieser Welt ist vollkommen, so lautet eine alte Volksweisheit. Erweisen sich Informationen und Unterlagen bei der Vorbereitung eines Buches als fehlerhaft, so sind unrichtige Angaben im Text die unabwendbare Folge, die einer Korrektur bedürfen. Von dieser Konsequenz bleibt auch unser Heimatbuch „Schlaggenwald – einst kaiserlich freie Bergstadt im Egerland", erschienen im September 1991, leider nicht verschont.

In der sprachlichen Fassung ohne Tadel, lassen sich sachlich einige Ausführungen richtigstellen. Auf den Seiten

– 86, Abschnitt „Wolfshof", im 2. Absatz den Text ersetzen von „letzten Jahren" bis „Nach 1945" durch: „dreißiger Jahren die Familien Langhammer, Peter, Köhler und Förster Fischer, von 1943 bis 1946 die Familie Alois Bräuer (Stadtgärtner; dann)";
– 129, Unsere jüdischen Mitbürger, im letzten Namensabschnitt ersetzen „Weidl" durch „Weill";
– 235, in der rechten Spalte, unten, bei „Strumpffabrik" den Namen ändern in „Wölfel";
– 266, bei der Abbildung unten „Nepomuk-Brücke mit Pflughaus": Der Künstler hat die Figur des hl. Nepomuk auf die rechte, statt auf die linke Brückenseite gesetzt. Wer hat es bemerkt?
– 302, in der 6. Zeile von oben bei „Katechet Rudolf Schmitt das Geburtsjahr ändern in „1879";
– 349, bei „Elias Dollhopf" das Geburtsjahr ändern in „1703"

K údajům o „Wolfshofu" (Vlčím dvoře)

Gegenüber dem Foto im Heimatbuch auf Seite 89 (oben) zeigt das Bild späteren Datums einen ausgezeichnet renovierten Fachwerkbau.

[Foto] Im Vordergrund sehen wir die Ehefrau von Förster Fischer im Gespräch mit Bekannten und einige Gemüsebeete. Unsere Lmn. Marianne Lemmer geb. Riedl, stellte das Foto zur Verfügung.

Sie berichtet dazu im einzelnen:

Mein Stiefvater, der Schlaggenwalder Bräuer Lois, kehrte nach einem längeren Aufenthalt im Saazer Land 1943 wieder in seine Heimatstadt zurück, da er von seinem alten Freund, dem Gemeindesekretär Toni Hofmann, ein Angebot als Stadtgärtner und eine Wohnung am Wolfshof bekommen hatte, der zu dieser Zeit leerstand. Förster Fischer, der zuvor mit seiner Frau dort gewohnt hatte, war zum Kriegsdienst eingezogen worden; seine Frau ging nach Karlsbad zurück. Meine Eltern und ich waren ab April 1943 bis zur Vertreibung die letzten Bewohner am Wolfshof.

Mein Stiefvater baute Gemüse und Erdbeeren an und schuf sich jedes Jahr ein wundervolles Blumenparadies. Die alte Scheune (im Heimatbuch noch zu erkennen) war schon zu unserer Zeit nicht mehr vorhanden. Vor dem Anwesen stand ein schönes Brunnenhaus mit einer herrlich frischen Quelle. Der ganze Garten war umzäunt, das Haus selbst hell verputzt und das alte Fachwerk gut herausgearbeitet. Am 29. September 1946 haben wir den Wolfshof in gutem Zustand verlassen (müssen). Auch ihn gibt es schon längst nicht mehr!

Anm. d. Red.: Bei unseren jugendlichen Streifzügen in Richtung der Zech, des Silber- und Reinbaches oder zum Granitzerloch sind wir immer wieder am damals schmucken Wolfshof vorbeigekommen. Den Hof selbst, der so allein und verschwiegen oberhalb des Stöllerlwaldes stand, haben wir nie betreten. Wir Buben hatten eine gewisse Scheu, warum weiß ich nicht. Irgendwie schien es uns dort nicht ganz geheuer, aus heutiger Sicht sicherlich albern und lächerlich. Aber es war nun einmal so.

Wir danken auch Frau Frieda Lerch, die als Elbogenerin die Geburtstagskartei im EHB führt, für ihre zweckdienlichen Hinweise. Die Heimatfreundin hat in den dreißiger Jahren ihre Sommerferien bei der Familie Franz Langhammer am Wolfshof verbracht.
F.P.

list 4 z 4
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.