Schlaggenwälder Heimatbrief — únor / březen 2003
/ 4
česky německy obojí klasické zobrazení →
Sken listu 3
V zimě 1938/39

Im Winter 1938/39 stellte sich das Firmenpersonal der Strumpffabrik Gustav Wölfel, oberhalb der Porzellanfabrik Sommer & Matschak an der Straße nach Schönfeld gelegen, dem Fotografen zum Gruppenbild.

[Foto] Die Personen v.l.: Hilde Vetana (Hub), Erna Lochschmidt (Obere Gasse), Anna Pöttig (Leßnitzgasse; sie stellte das Foto zur Verfügung), Maria Albert (Obere Gasse/Konsum-Filiale), Babette Wölfel, Gattin des Firmeninhabers, dahinter Ernst Wölfel, Sohn. Im Hintergrund floß der Flutbach vorbei, ein Fußweg führte an den überwachsenen Mauerresten des Roten Hofes vorüber zum Jahnheim. Wie in jedem Jahr, war auch damals viel Schnee gefallen.

Skákání do závějí (Windwahn)

Der scharfe Westwind war es, der vom Kaiserwald her den feinen Schnee über die weite, kahle Fläche gegen die im Taleinschnitt gelegene Stadt trieb, ihn in den „Huhlnweegh" wehte, preßte und in langgeschwungenen, bizarren Schneewehen meterhoch auftürmte. Da gab es von der Bahnhofstraße her in Richtung Florian, Langmaal oder zum Schödlhof kein Durchkommen mehr.

Bevor die von der Gemeinde eingeteilten Schneeschaufler den weißen Massen zu Leibe rückten, diente der beinahe zugewehte Hohlweg uns Buben als idealer winterlicher Abenteuerspielplatz. Wir bewaffneten uns mit den häuslichen Kohlenschaufeln, gruben Gänge, schachteten Höhlen aus, steckten in der Dämmerung Kerzenstummel an und schufen so im Labyrinth eine fast romantisch-zauberhafte Atmosphäre. Setzte jedoch Tauwetter ein, war schon in wenigen Tagen die ganze Pracht vorbei.

Bevor es aber soweit kam, nutzten wir die Gelegenheit zum Windwahnspringen. Die Wiesenfläche oben trug meistens nur eine recht dünne Schneedecke, eine Voraussetzung für einen guten Anlauf zum weiten Sprung. Eine Landung knapp vor dem „Abgrund" bot dabei das Optimale und sicherte ein tiefes Einsinken. Wer zu weit sprang, brach die Kante und fand sich abrupt unten wieder. Bei gutem Einsprung versank man bis zum Bauch im Schnee, ein Herauskommen gestaltete sich dann recht mühevoll. Ein wahrer Meistersprung gelang dem Josl. Zu seinem Pech trug er damals kurze, derbe Stieferl, die noch weit stärkeren Wadeln Platz geboten hätten als den seinen.

So kam es auch, wie es kommen mußte: Ein Stiefel blieb einen guten halben Meter tief im Schnee zurück, und der liebe Josl stand, gleich einem Storch, mit angezogenem Bein wartend daneben, während wir anderen emsig drauflos wühlten und das Schuhwerk nach einer guten Weile schneegefüllt wieder zutage förderten.

Im „Huhlnweegh" hielten sich Schneereste bis weit in das Frühjahr hinein. Heute folgt seinem Verlauf die Verbindungsstraße vom alten Stadtkern hinauf zur neuen Siedlung. Schneewehen gibt es wohl keine mehr.
F.P.

Domov

Eine Vertriebene litt unter Heimweh ...

Wohl fand ich neue Freunde hier,
doch nirgends fand ich Glück.
Mein Herz sehnt nach der Heimat sich
und kann nie mehr zurück.

Bei Tag, bei Nacht, zu jeder Stund'
ruft mich ein ferner Klang
und grüßt mich mit der Heimat Mund,
wie einst die Mutter sang.

Ich gehe einsam durch die Welt,
und nirgends find' ich Ruh'.
Das weite, blaue Himmelszelt
deckt meine Sehnsucht zu.

Christine Langer, †1967

věta pokračuje na dalším listu ⟶

Něco pro pousmání!

Wenn ma in Fåsching fåst die gånza Nåcht durchgmåcht håut u erscht fröih möid u üwanachtig ins Bett föllt, dånn kuas aan fei påssian, daß ma danåuch aa nuch an Ångsttraam håut. Sua ran Ålptraam ho i neilich amål ghått. Dian wiari niat sua schnell vagessn. Vielleicht wiad ma a wing leichta, wenn ich nan Enk daz(ühl.

Dåu håut ma doch wirklich traamt, daß i gsturbm bin. Es häiat si zwår merkwürdig ua, owa dees håut mi fei niat weita aufgregt; um sua mäiha dees, woos danåuch kumma is.

Zunächst wår ålles sua, wöi i mas vüagstöllt ho. Am Himmlståua wår a ziemlicha Åndrång. Owa woos solls, i ho ja Zeit ghått. Wöi i ua da Reih wår, håut da Petrus in sei dicks Böichl neigschaut, wåu ålls vazeichnat is, woos mia hålt af da Earn sua gendiat håm. Kaum håut a a wing woos glesn ghått, håut a mich schårf uagschaut u gsågt, daß ich a gånz schwara Fåll bin u die Entscheidung, ob Himml oda Höll, nua va da häichstn Instanz troffm wean kua. Dåudrauf is a Engl kumma, dea mich zan Herrgott bråcht håut.

Servus, Kaiser, ho a ma denkt. Wöids Enk vüastölln kinnts, wår i dåu gånz schöi dahoost. Da Himmlvåta håut mi mit seina goutn Augn a Waal uagschaut u dånn gsågt: „Jå, woos måch i denn mit Dir? Du håst jå meine Gebote sua einighamåßn ei(nghåltn, owa ban 6. Gebot, dåu happats schwaa. Va da erschtn Frau håst Di scheidn låua u ba da zweitn bist aa danebm nausgånga".

Dåu wår i schu daschrockn, owa dånn ho i ma denkt, Frechheit siegt u Ångriff is die beste Vateidigung. Damit niat ålls valåuan is, ho i an Herrgott treiherzig uagschaut u gsågt: „Löiwa Gott, ua meina erschtn Heiat bist Du aa a wing schuld. Ich wår damåls jung u dumm u blind va lauta Löib u ho erscht danåuch gmiarkt, daß mia hålt gåua niat zåmmpassn. Du häist ma doch vuahea die Augn öffna kinna, dånn war i niat neidäppt".

Ich ho gseah, daß meine Arghamenta an Himmldada niat gleichg(ültig glaut håm, waal a drauf gmaant håut: „Ålso gout, döi Gschicht föllt nuch unta die Jugendamnestie. Dåu san owa imma nuch döi v(üln ånnan Mådla u aa Weiwa, diannan Du an Kuap vadraht u Hoffnungen gmåcht håst!"

Dåu ho i mi glei wieda za Wehr gsetzt: „Jå Du löiwa Gott, aa dåu drua bist Du niat gånz unschuldig. Schließlich håst Du die Eva gschåffm, mit åll ihrn Reizn u Verführungskünstn. Dees is doch a gråuß Kompliment füa Dich, wenn mia Månna dian Reizn imma wieda untaliegn! Häist hålt bei da Erschåffung va da Eva niat gåua sua auftrumpft, dånn waarn füa uns die Vasuchungan niat gånz sua gråuß!" Aa dea Hieb håut gsessn. Da Herrgott håut mi nåchdenklich betråcht u dånn zougebm: „Va dera Seitn ho i dees nuch gåua niat gseah. Woos mich uagäiht, sua vazeiha Da.

list 3 z 4
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.