Dějiny našeho rodného města (Rudi Marterer, 1956)
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Dějiny našeho rodného města

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ter aber nach Schlaggenwald übersiedelte, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte und hier auch am 12.12.1773 gestorben ist. Er war sogar Bürgermeister von Schlaggenwald. Von der Hand dieses Meisters wurden zahlreiche Kirchen und Kapellen des Egerlandes mit Gemälden geschmückt.
Die Wiege des im ganzen Egerland bekannten Tondichters des Kaiserwaldes, Albert Marterer (1881-1933), stand ebenfalls in Schlaggenwald.

Das Schicksal Schlaggenwalds nach der Vertreibung seiner Bewohner im Jahre 1945

Als Kirchsprengel umfaßte Schlaggenwald einst 12 eingepfarrte Orte, von denen bis in unsere Zeit noch 8 Dörfer zur Schlaggenwalder Pfarrei gehören. Es sind dies die Orte Gfell, Leßnitz, Müllersgrün, Poschitzau, Rabensgrün, Schönwehr, Stirn und Töppeles. Seit altersher hatten diese Dörfer mit Schlaggenwald innige Berührungspunkte, die zu einer herzlichen Verbundenheit der Bewohner führten.
Die reizvolle Umgebung mit Bergen, Tälern, hohen Fichtenwäldern und spiegelnden Teichen machte Schlaggenwald auch zu einer beliebten Sommerfrische, die den Gästen durch ihre landschaftliche Schönheit wie auch durch die historischen Bauwerke und das freundliche Wesen der Bewohner der alten Bergstadt unvergessen blieb. Von dieser Schönheit ist heute allerdings nicht mehr viel zu sehen. Denn nach der Vertreibung der angestammten Bewohner im Schicksalsjahr 1945 nahmen die Tschechen als neue Herren auf Befehl Rußlands die Urangewinnung auf. Bohrtürme und Schachtanlagen, Wohnblocks und Baracken haben das Gesicht der Landschaft verändert. Der fieberhaften Suche nach diesem begehrten Schwermetall sind Felder und Wiesen, liebliche Täler und zahlreiche Gebäude zum Opfer gefallen. Nur der alte Stadtkern blieb in seinen wesentlichen Zügen unverändert.
Durch die Zwangsverpflichtung von Arbeitskräften, die sich aus Deutschen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Polen, Russen und Zigeunern zusammensetzen, erhöhte sich die Einwohnerzahl Schlaggenwalds von ehemals 3000 auf über 12000 Personen. Fremde Gesichter und fremde Laute beherrschen heute die einst rein deutsche Stadt.
Gebe Gott, daß Schlaggenwald in nicht zu ferner Zeit auch wieder eine freie Bergstadt wird, und zwar frei in des Wortes wahrster Bedeutung, damit sie jene deutschen Menschen zurückrufen kann, die zu ihr gehören und die man vor 10 Jahren widerrechtlich aus ihr verjagt hat.

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