Dějiny našeho rodného města (Rudi Marterer, 1956)
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Dějiny našeho rodného města

Die Geschichte unserer Heimatstadt
von Rudi Marterer

Wenige Kilometer südlich des Weltkurortes Karlsbad liegt in einem Talkessel des Kaiserwaldes die alte Bergstadt Schlaggenwald. Auf einer Anhöhe erhebt sich die St.-Georgs-Kirche, die mit den zu ihren Füßen liegenden Häuserreihen einen malerischen Anblick bietet. Von der Galerie des Kirchturmes erschließt sich dem Auge ein herrlicher Rundblick über die reizvolle Landschaft, die im Westen den sagenumwobenen Krudum- und Spitzberg zeigt, im Nordosten den bewaldeten Höhenzug der Heide, während sich nach Südosten Hügelland ausbreitet.

Ganz weit im Norden begrenzt die blauschimmernde Silhouette des Erzgebirges den Horizont. Gute Straßen und die Eisenbahnlinie Elbogen-Schönwehr, die auf hohen Steinbogenbrücken (Viadukten) mehrere Taleinschnitte überquert, stellen die Verbindung zur Außenwelt her. Der Boden, auf dem Schlaggenwald steht, war einst reich an Zinnerzen. Daneben enthält das Gestein auch Blei, Kupfer, Silber, Kobalt, Uran und andere Metalle mehr.

Wie Schlaggenwald zu seinem Namen kam

Die Zinnerze reichten bis an die Oberfläche der Erde, so daß sie schon in den Anschwemmungen der Bäche zutage traten und bereits von den ersten Bewohnern dieses Gebietes, den Kelten, in bescheidenem Ausmaß gewonnen wurden. Der Leipziger Forscher Dr. H. Schultz führt. in seinem Buch „Der Seifenbergbau im Erzgebirge und die Walensagen" zahlreiche Beweise dafür an. Die Anwesenheit der Kelten wird auch durch die bis in unsere Zeit erhaltenen Opfersteine am Spitzberg bezeugt.

Der Kaiserwald, in dem die alten Bergstädte Schlaggenwald, Schönfeld und Lauterbach liegen, war um 1100 im Besitz der Herren von der Riesenburg. Ein Nachkomme dieses Geschlechts mit Vornamen Schlakko, dem das Waldgebiet beim Krudum gehörte, ließ hier nach Erz schürfen. Es entstand eine Siedlung, die man zu Ehren seines Besitzers Schlakkowald nannte. Aus dieser alten Bezeichnung entstand dann später der heutige Name Schlaggenwald. Die erste Ansiedlung, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, befand sich in einem Waldteil, der den Namen „im Seifen" führt. Unabhängig davon entwickelte sich in einem Seitental eine weitere Bergbausiedlung, die sogenannte Seifertsgrün, die den ältesten Teil des späteren Stadtgebietes von Schlaggenwald darstellt.

Die reichen Erzfunde lockten aus dem benachbarten Bayern, aus Sachsen und dem Harz zahlreiche Bergleute an, die sich hier niederließen und Bergbau betrieben. Dadurch entstand auch der eigene Dialekt der Schlaggenwal-

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