Gnadenbewilligungen fuer Stollen und Wasserkuenste, Schuerfrecht, Ambts- und Stadtregiment, Appellation und Beschluss
Sich die Gewerckhen desto stattlicher einzulassen und
zubauen vrsach und zunaigung[?] haben mögen, So
sein wir ihnen nachfolgender massen mit gnadensteur[?]
zu hülf zukommen, gnedigist entschlossen, Alß
Nemblich vnd fürs Erste,
Bewilligen wir den Gewerckhen auf den Tieffsten Stol-
len, damit derselb desto ehe fort, Inn die Zech getri-
ben werden mög, ich[?] Jahr[?] Lachter ain Rheinischen[?] gülden
Auß deß gnedigisten Wolgefallens vnd widerruffens auß
vnsern Zehentgefällen zu Schlackenwald raichen zu-
lassen
Deßgleichen weil die Alte vnnd Neue Zech zimblich abge-
baut, Alß daß bey den Jetzigen Zeuchen[?], Nachdem ein
gantze Tieff von [?], etliche Lachter widerzusincken
vonnötten sein will, So Bewilligen wir ihnen gnedigist
zu Absinckung zweier Schächt Inn Tieffsten und anbaw-
ung, Zwei hundert gülden, Zu hilf und gnaden volgen
zulassen
[?], alß wir auch hievor den Gewerckhen von deß
Schweden Zwitter Stollen, Zu Bawung einer Wasserkunst
Zwey hundert Thaler gnedigist fürstrecken lassen, Die
die auch bißhero noch nit wider anlegt, vnd sambt[?] dem[?]
die Gewerckhen, an den heiligen dreÿ Königen under-
thenigist fürbracht, Das auß derselben hoffenlichen[?] [?],
Dauon vormals etlich hundert Marckh Silbers gemacht,
aber Waßers halber ausgelassen worden vnd Ietzt
der einbruch stehent bliben, hierzu[?] soll einer Wasserkunst
hochvonnötten[?] Damit wir dann albereit[?], hierinn
zwei hundert Thaler gnediglich bewillige, Derselben[?]
wie demnach ermelte Köllner[?], deſſen noch übrigen zweÿ hundert Thaler, dergeſtalt vnnd genaden Erlaſſen haben, das die dagegen Jhrem[?] erbietens[?] nach, Dieſelbige Jhr [?] Silber, [?] [?], Erhaltung vnnd verbeſſerung[?], ſo zur[?] hierſelbſt[?] vnnd dieſer Zeit, mit zugebrauchen, Den Er ermelten[?] durch Heiligen dreÿ Königen zu ihrer[?] Waſſer Kunſt einvolgen zulaſſen, ſchuldig ſein ſollen.
Weiter bewilligen wir [?] Gewerckhen zu dem auß verſchonung[?] [?] [?], zu Erbauung einer Waſſerkunſt zur gewerckhſtuben[?] anitzt[?] [?] [?] Nachdem ſich auch beÿ deroſelben gebirge vnnd Schlaggenwaldt viel ſchöne Silbergänge ereÿgnen, damit mit verleÿhung[?] Göttlicher gnaden, die Silber [?] [?] zunehmen ſein ſoll. So bewilligen wir [?], einem jeden [?], welcher einen newen ſtreichenden gange, Niderfallenden gange, den tag zu einem [?] Waldt nachſchürffen[?], vnnd daſſelbe durch Bergkmeiſter vnnd geſchworenen nach berichtigung, vnnd einen newen ſtreichenden gange erkandt werde, er halte Silber oder nit, vnnd vermelten[?] Haubtman Schlaggenwaldt dieſer Zehent, Zehen [?] gefreÿ[?] [?] [?] zulaſſen. Vnnd [?] hiemit[?] menniglich, vnnd ſonderlichen denen, So eÿgene oder ander Wälder[?] Wüſten[?], oder andere gemeine[?] haben, Das die darinnen ein Jeden, [?] nach vermög[?] vnſern[?] Joachimbsthaliſchen Ordnung, ohne verhinderung, ſeines gefallens, einzuſchlagen vnnd [?] geſtatten, Niemands wehren noch daran einiche verhinderung thun. Vnd alſo all vnnſer Haubtman öffentlich verkündigen[?] laſſen.
Wir [?] bey[?] euch hiemit ernstlich vnd wollen, dz
die Elteren vnd Neüe[?] auffgenommenen Schürff, damit
Klüfft vnd gänge, ob die gleich nit Silberhaltig anbetroffen[?]
sein, bey niemandt weder[?] eingefült, verstürtzt[?] noch
eingeschütt[?], Sondern damit dieselben hernach durch zu
dem weitern nachgebauet vnd ausgewinnen[?], offen
gelassen werden sollen,
Wo aber einer den Baw[?] verhindert, Derselb soll nach
der richtigung des Bruchmeisters schuldig sein, den schürff
wieder einzufüllen, Dargegen auch [?] zu [?], dz
ob einer oder mehr dem Bruchherren etwas aus eigen
willen thete, solches soll durch den Bruchmeister nit ge-
statt, sondern strakhs abgeschafft, auch nach gelegenheit
gestrafft werden, Er auch der Bruchmeister, soll auch den
fleissig[?] darob sein, Damit ein jeder solches, so recht [?] vnd
Wolfarts halben gebauet werden möge, mit dem[?] nutz vnd
Leistung[?] nit auffgehalten, sondern die es bauen[?] wöllen,
[?] erinnerung[?] nach [?] vnd hierinnen[?] niemandt
durchsehen, noch verschonen,
Was weiter die Ambter vnd der Stadt Regiment
belanget, Da ist unseren Commissarien durch nit wenig
beschwerung fürkhommen, das viel böse muttwilliger
Rebellische[?] [?] unsere[?] Jnen fürgesetzte Ambter
vnd gericht, nit allein hindersich halten, sondern auch bey
Jnen ergangenen urtheiln vnd bescheiden, allein zu
erstreckung[?] vnd mutwilligen aufzug[?] ihrer bösen Handt-
lungen, grausamlicher weise Appelliren, Die Ambtleut
denn[?] steuern, vnd [?] darinnen[?] auch an denen [?]
aus[?] bringen sollen, dahin die [?] mit dem wenigsten nit gehörig sein. Vnd dieweil dann solches zu[?] Regierungen grosse Verrichttung und anordnung, auch den [?] sonderlichen dienst und gedeyen[?], und dann den Ihn und vns Vnnderthanen nix[?] böses gedeyen[?] und übel nachwendten[?] bringet und kommen mag, So will vns solches dardurch[?] zuzusehen keinswegs gemeint, oder ohne Straff hingehen zulassen sein, Sondern wöllen, und ist auch zuerhaltung guter Polizey und ordnung hiemit vnser ernstlicher Beuelch und gebott, das sich ein[?] Jederman an gleichen [?] und Ernst[?], es
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