Z dějin cínového hornictví v revíru Horní Slavkov–Krásno v 16. století
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Rozvoj důlních děl, technický vrchol a úpadek těžby

Ausbau der Grubenbaue, technischer Höchststand und Niedergang der Förderung

habers eines Grubengebietes, Caspar Pflug, der im Jahre 1539 aufgeschlossene Hauptbau des Reviers. Er wurde zum Huber-Zinnstock getrieben, wo er die alten Baue in einer Teufe von 57 Lachter unterfuhr¹⁰. Ende des 16. Jahrhunderts erreichte er eine Länge von 5,92 km¹¹; zusammen mit den Joachimsthaler Stollen Barbara (11,5 km) und Daniel (6 km) gehörte er zu den größten Grubenbauen in Europa. Kein Wunder, daß nach diesen notwendigen Investitionen die Zinnproduktion nicht nur auf einer bedeutenden Höhe blieb, sondern daß sie in den vierziger Jahren des 16. Jahrhunderts — als die Förderung in Schlaggenwald kulminierte — unter besonders günstigen Umständen bis zu einer Jahreshöhe von 750 t anstieg¹².

Die Konjunktur des Schlaggenwalder Zinnbergbaus wurde jedoch bald jäh unterbrochen. In der Zeit des Schmalkaldischen Krieges engagierte sich Caspar Pflug als führende Persönlichkeit des antihabsburgischen Ständeaufstandes. Nach seiner Niederlage wurde sein ganzes Grund- und Grubeneigentum konfisziert. Aus denselben Gründen wurden zeitweise auch die Grubenanteile der ausländischen Gewerken aus den benachbarten deutschen Ländern beschlagnahmt. Die Folgen zeigten sich unmittelbar: eine Senkung der Bergbauarbeiten und ein jäh verringertes Interesse für böhmisches Zinn. Die Erneuerung des Rechtszustandes, die Erhebung von Schlaggenwald und Schönfeld in die Kategorie der freien königlichen Bergstädte¹³ zum 1. September 1547 und im Jahre 1551 auch die Erhebung der unweit gelegenen Bergsiedlung Lauterbach zur Bergstadt¹⁴, haben jedoch das unterbundene Interesse an Investitionen vor allem der wohlhabenden Nürnberger und Leipziger Gewerken nicht mehr in vollem Maße aufrechterhalten können. Die königlichen Behörden mußten daher eine radikale Besserung versuchen. Am 1. Januar 1548 wurde eine neue königliche Zinnordnung für Schlaggenwald, Schönfeld und Lauterbach verkündet, die dann als Vorlage auch bei der Konzipierung der sächsischen Zinnordnungen in den Jahren 1556 bis 1568 diente. Die neue Ordnung sollte die Rechtssicherheit festigen und durch eine Reihe vorteilhafter wirtschaftlicher Maßnahmen die verminderte bergbauliche Tätigkeit unterstützen.

Alle Maßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg, besonders als eine Welle der sogenannten Preisrevolution in den Jahren 1561 bis 1562 in das Königreich Böhmen einbrach. In deren Verlauf begannen die Preise der Betriebs- und Lebensbedürfnisse rasch zu steigen. Die wirtschaftliche Bevorzugung der wichtigsten Grubenbetriebe wurde dadurch in Frage gestellt¹⁵. Seit 1563 begannen sich königliche Kommissionen Jahr für Jahr in den böhmischen Zinnrevieren abzulösen, ohne indes Erfolg zu haben. Es schien, als ob die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts nur ungünstige Ereignisse mit sich bringe: 1567 brannte beinahe die ganze Stadt Schlaggenwald ab¹⁶, 1568 ereigneten sich die ersten großen Brüche am Huber-Stock und kurz danach auch im Schnöden-Stock¹⁷, zudem sank der Preis des Schlaggenwalder Zinns am Anfang der siebziger Jahre bis um 40%¹⁸. Auch die Produktion in den Zinngruben ging zurück; in den letzten zwei Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts verringerte sie sich von 300 t Jahresdurchschnitt auf die Hälfte¹⁹. Es begann die Phase des Niedergangs der bergbaulichen Tätigkeit, die in dieser Zeit bereits die meisten böhmischen Reviere betroffen hatte.

Trotz der ungünstigen Umstände betrieblichen und ökonomischen Charakters und vielleicht gerade deshalb wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Revier Schlaggenwald-Schönfeld ein hoher Stand technischer Praxis erreicht. Im Hauptbetrieb des Huber-Stocks gelang es durch Rekonstruktion alter Grubenarbeiten die Lagerstätte so zweckmäßig zu zergliedern, daß hier ein für alle Hauptgrubenbaue gemeinsames Förder-, Bewetterungs- und

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