⟵ věta pokračuje z předchozího listu
dieses Feld von dem der k. k. privilegirten Staatseisenbahngesellschaft gehörigen Felde mit einer nach Stunde 11 gezogenen Demarcation geschieden. Dieses bildet im Ganzen das Naderngezeigebirge[?], das beinahe mit der nördlichen Demarcation parallel läuft und überall durch das Auftreten des Basalt- und Schaafsteines[?] repräsentirt wird. Der Bergbau daselbst datirt sich seit dem Jahre 1846, wo selbiger durch den Prager Müller H. Wenzel Wanscky[?] aufgenommen und durch späteren Beitritt der Herrn Lanna und Klein seinen gegenwärtigen Zustand zu verdanken hat. Endlich im Jahre 1857 ging diese Gesellschaft durch Association der früheren Gewerkschaft mit Herrn v. Robert und Herrn Lindheim in die Hände der Prager Eisenindustriegesellschaft über. Man unterscheidet das ganze Feld in 2 Theile und zwar a) in das Ostfeld, das ist östlich von Kladno mit einem Stücke von 390000 Quadratklafter mit den Zechen die daselbst Katharina Saurgrube[?], dem Wenzelschacht mit 68 Klafter, dem Franzschacht mit 92 Klafter und dem Layerschacht[?] mit 124
Klafter Teufe, auf welches Feld sich der gegenwärtige Abbau beschränkt, und
b) in das Westfeld, und ist westlich von Kladno mit einer Fläche von 773000 Quadratklafter, welches durch 2 in Abteufen begriffenen Schächte zum Abbau kommen soll, und wo das Vorhandensein des Flötzes durch in neuerer Zeit ausgeführte 3 Bohrungen dargethan ist. Das Westfeld ist in gegenwärtiger Beziehung vom Westfelde etwas verschieden. Daselbst sind die jüngeren Schichten, der Pläner und der Quadersandstein, weggewaschen und es geht die Kohlenformation zu Tage aus. Die Ausmassung[?] des Kladner Thals fängt bei Kladno an, hat in seiner grössten Breite unterhalb Kladno etwa 800 Klafter und von der nördlichen, südlichen und westlichen Begrenzung, von wo aus sich ein zusammenhängendes Plateau ausdehnt, ist das Flötz bis zu einer Mächtigkeit von 8° abgelagert.
Weiter östlich gegen Buggitz[?] zu verengt sich das Thal und geht fort in östlicher Richtung bis an die Moldau. Östlich von Kladno zwischen dem Franz- und Thinfeldschacht tritt ein gelber etwas glimmeriger Sandstein mit eingemengtem Conglomerat auf, das Fragmente von verkieselten Stämmen, namentlich Lepidodendron enthält. Westlich vom Franzschacht unmittelbar vor Kladno lagert auf der verwitterten Sandsteinschicht ein blaugelber Letten, in dem sich vereinzelt verkohlte Holzstämme vorfinden. Der Letten hat eine Mächtigkeit bis 12' und wird zur Fabrication von feuerfesten Ziegeln verwendet. Auf dieser Lettenschicht lagert der Quadersandstein und auf diesem der Pläner, welche Schichten erst hier beginnen und die Ebene westlich von Kladno in bedeutender Mächtigkeit überlagern.
die Kohlenformation an und für sich enthält Sandstein- und Schieferschichten in verschiedenen Nüancen, welche in unregelmäßiger Reihenfolge wechsellagern.
Die Sandsteine sind meistens grobkörnig und wechseln vom feinsten Korn bis zum Conglomerat von Faustgröße und haben stellenweise thongebundene [?] Bestandtheile. Die Schieferthone sind bläulichgrau und führen viele Abdrücke von Calamites, Lepiddendron [?], und Sigillarien. Sehr vereinzelt kommen in den Schiefern Sphärosiderite vor und diese in sehr bedeutender Größe. Sowohl die Sandstein als die Schieferschichten enthalten Glimmer. Das Kohlenflötz ist in einer Mächtigkeit von 36' vorhanden, welche Größe aber gegen das Ausgehende abnimmt und sich ganz auskeilt. Stellenweise, wie bei Rappitz, tritt das Flötz mit seiner ganzen Mächtigkeit zu Tage, an andern Stellen keilt es sich schon in einer Teufe von 50 Klafter ganz aus. Das Flötz ist durch 4 Zwischenmittel in 5 Bänke [?] getheilt, deren Qualität sich nicht wesentlich unterscheidet. Das Streichen und Verflächen ist durch die vielen Störungen sehr bedingt, ist aber in der Hauptrichtung von N.O. nach S.W. und das Verflächen nördlich bei einer Neigung von 15°.
Die Störungen sind sowohl Sprünge als Querverwerfungen und namentlich die letzteren erfordern oft große Kosten. Östlich vom Bergelschacht [?] zieht in fast nördlicher Richtung eine Störung, welche zugleich die natürliche Scheide zwischen dem Eleonoren und dem Kaiser Ferdinand'schen Felde bildet, und wo sich das Flötz ganz auskeilt.
Beinah in gleicher Entfernung westlich zieht ebenfalls eine Störung in nordwestlicher Richtung und schneidet das Abbau-
feld des Franzschachtes von dem des Segen- und Wenzelschachtes. Beide Gänge verrücken das Flötz von einander ziemlich weit, gehen aber ungefähr 800° nördlich in bloße Verwerfungen über.
Westlich vom Franzschacht zieht in nordwestlicher Richtung eine Verwerfungskluft, deren Bestimmung noch nicht gelungen ist, weshalb die Verwerfungshöhe nicht angegeben werden kann.
Aber nach den bisherigen Aufschließungen ist bereits die Verwerfung auf 40° Streichlänge aufgeschlossen. Nach den hier gemachten Aufschlüssen und den jüngst aus geführten Schürfungen[?] muß das Flötz von der Verwerfung an in westlicher Richtung in [?] und somit ein nordwestliches Streichen haben.
Außerdem ist es von vielen kleinen Sprüngen bis 2° haltender Verwerfungshöhe in allen Richtungen durchschnitten, die den Abbau desselben oft sehr schwierig machen.
Die Förder- und zugleich Wetterhaltungsschächte im Ostrevier[?] sind vierkantig[?] abgeteuft und zwar 18' lang, 6' weit im Lichten und haben 2 Förderabtheilungen, 1 Kunst- und 1 Fahrabtheilung. Dagegen die neuen Schächte im Westfeld haben im Lichten eine Länge von 25' 6" und eine Breite von 6' 6" mit 2 Förder-, 2 Kunst- und Fahrabtheilungen. Die Wetterhaltung erfolgt in jedem Schachte.
In dem 68 Klafter tiefen Wenzelschacht ist eine 36 pferdekräftige rotirende Balancirmaschine aufgestellt, die einen Hub von 4' hat und wo die Uebertragung auf die Kunstkreuze mittelst einer Kurbel am Kammrad hergestellt ist. Die Stangen sind einfache Saugsätze[?] vom Kunst[?] und ist ein 10 zölliger Saugsatz, der auf eine Höhe von 20° einem zweiten 10 zölligen Saugsatz
und dieser auf eine Höhe von 27° wieder einem 10 zölligen Drucksatz zuhebt, der die Wasser zu Tage ausgießt[?]. Der erste und letzte Pumpensatz ist mit einfachen Lederscheibenkolben versehen, der mittlere aber ist ein Pumpensatz, der auch saugend wirkt. Der Hub ist 4' und es werden pr. Minute 3 Spiele gemacht. Nachtsüber geschieht die Wasserhaltung aus dem Tiefbaue mittelst eines Feldgestänges, das durch ein Kunstkreuz mit dem Hauptgestänge verbunden ist, wodurch man im Stande ist, das[?] Feld bis auf 20° senkrechter[?] Teufe trocken zu halten. Das Feldgestänge ist in einer einfallenden Strecke im Flötz[?] gelagert und mit vier Pumpen versehen worden. Der constante Wasserzufluß ist daselbst 10 Cubikfuß. Im 92° tiefen Franzschacht[?] ist eine 60 pferdekräftige Wassersäulenmaschine mit Balancier eingebaut. Der Cylinder hat 30" Durchmesser und der Kolben 5'6" Hub und da der Balancier gegen den Cylinder zu länger ist, als gegen den Schacht, so haben die Pumpen nur 5' Hub. Das Gestänge ist ein einfaches von 7" Stärke[?] und nimmt nach unten zu ab. An diesem Gestänge hängen 4 Pumpen und zwar vom Sumpf aus ein 12 zölliger Saugsatz[?] mit Lederkolben, die das Wasser auf 27° Höhe dem Drucksatz zuhebt. Dieser hat 13" Durchmesser, selbiger hebt[?] die Wasser auf 40' Höhe, von wo aus dieses und die oberen Schachtwasser mit einem 12 zölligen Saugsatze[?] und einem 8 zölligen Drucksatz zu Tage ausgehoben werden. Das gehobene Wasserquantum pr. 1 Minute ist ungefähr 16 Cubikfuß. Zur Wasserhaltung im Tiefbau ist mit dem Hauptgestänge ein Feldgestänge verbunden, das in einer im Han[?]flächen des Flötzes getriebenen Strecke gestellt[?] ist und 3 Drucksätzen[?] mit je 10 zölligen Kolben und 36" Hub
[obr] Zeichnung: streichender Abbau — Grenze[?] des [?] (linker Rand) | Grenze[?] des [?] (rechter Rand) | [?] Durchschlag[?] (Mitte) | Hauptstrecke (unten)
bewegt, wo eines dem andern das Wasser zufällt. Das Gestänge hat bis zur nächsten Pumpe[?] eine Länge von 150 Klafter und ist bis zur Mitte von 1" dicken Eisenstangen und von da bis ans Joch[?] mit einem Drahtseil unterstützt. Es hat einen Hub von 4'2" und ist im Stand 24 Spiele pr. Minute zu machen, welche Bewegung mittelst eines Kammrades[?] wie 3:7 auf die Kunstkreuze übertragen ist. Die Wasser werden mit 4 Pumpen gehoben, die in gleicher Entfernung, das ist zu 37° über einander eingebaut sind und eine der andern zufällt. Am Sumpf aus ist ein 10 zölliger Saugsatz mit Scheibkolben[?], der zweite ist ein 12 zölliger Satz, die zwei oberen sind ebenfalls 12 zöllige und sind Saug, als Drucksätze nach Rittinger'schen Systeme.
Die Pumpen haben 5' Hub, machen 6 Spiele pr. Minute und gießen 20 Cubikfuß Wasser zu Tage aus.
Da bei dem Maschinenbetrieb sowohl Förder, als Wasserhaltungsmaschinen den nöthigen Dampf von denselben Dampfkesseln erhalten, so läßt sich der Kostenbedarf für die einen wie für die andern nicht speciell angeben und es ist dieser auf allen Schächten pr. 24 Stunden ungefähr 400 – 450 fl.
Der hier allgemein eingeführte und bewährteste Abbau geschieht streichend, weswegen auch alle Vorrichtungsarbeiten in gleicher Weise geschehen.
Die Hauptstrecken sind in einem geringen Ansteigen vom Schacht weg aufgefahren, von welchen aus in Entfernungen von 50–60 Klafter Querörter in der Kreuzrichtung nach Streichen ausgelenkt sind. Von letzteren aus sind immer in Entfernungen von 6° Parallelstrecken zur Hauptstrecke getrieben, mittelst denen das Kohlenfeld in Theile von 6° Breite getheilt wird.
da es bei der bedeutenden Flötzmächtigkeit nicht möglich ist, selbst mit einem Male abzubauen, sondern ein zweimaliger Abbau stattfinden muß, so werden sämmtliche Vorbereitungsstrecken im Flötz aufgefahren und zwar in der Art, daß über einem Kohle 15' und unter derselben 9–12' Kohle ansteht, wobei letztere Mächtigkeit für den zweiten Abbau verbleibt.
Der Streckenbetrieb ist folgender: 3' von der Streckensohle wird ein 8' hoher und 2–2½' tiefer Schram gehauen[?], die beiden Blumen[?] weggehauen[?] und zuerst die Firste und dann die Strosse nachgerissen. Ist man mit den Vorörtern an der sich gestellten Grenze, z. B. am Ausgehenden angelangt, und einige Vorbereitungsstrecken, mit denen Hiebruch[?] an den höchsten Punkten der Vorörter begonnen wird, aufgefahren, wird der Abbau in der Mitte des Feldes[?] zwischen je 2 Durchhauen[?] begonnen, und streichend gegen dieselben geführt und zwar so, daß immer der nächst tieferen Pfeiler dem nächst höheren nachgeht. Der Abbau selbst geschieht in folgender Art: 3 Fuß über der Abbausohle wird zuerst über den ganzen Pfeiler ein Schram auf 3 Fuß Tiefe gehauen[?] und von der Firste 4–5' Kohle abgetheilt und dann auf die 3 Fuß hohe Strosse nachgerissen. Die in der Firste anstehenden 7 Fuß Kohle bleiben auf Stempeln, die in Zwischenräumen von 2–3 Fuß aufgestellt werden, ungebaut. Dieses Verfahren wird wiederholt, bis 3 Bogenreihen[?] stehen. Kommt man nun zum Aufstellen der 4. Bogenreihe[?], so wird die erste gerückt und die ungebaute Kohle bricht nieder. Die zum Abbau nöthigen Stempel von 6–10 Zoll Durchmesser werden beim Rücken immer wieder gewonnen und es sind selten nachträgliche[?] Verhältnisse Schuld, wenn sie und die andern in
[obr] Skizza průřezu slojí se stojkami; kóty shora dolů: 6" | 4" | 3' | 10' | 2" |
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
