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könnte, wenn erstens das Nebengestein nicht so fest wäre und zweitens der Gang nicht seiger stünde.
Die Gewinnungsarbeit besteht in Bohren und Schießen. Obwohl die Häuer ein leichtes Arbeiten haben in bezug auf die nicht allzu festen Massen, in die sie bohren, so ist es doch sehr aufhaltend und zeitraubend, da sie oft nach ihrem Bohren glücklich in eine der häufig vorkommenden Drusen stoßen und so das Loch umsonst geschlagen haben, was natürlich um so mehr Verlust nach sich zieht, eine[?] je größere Tiefe es erreicht hat. Um dieses zu verhüten, schlägt man in der Regel nur sehr wenig tiefe Löcher, von 8-10" tief. Die Bohrer bestehen noch hier aus Schmiedeeisen mit angeschweißten stählernen Köpfen. Die Art und Weise des Besetzens[?] hat aber allerdings eine große Verschiedenheit von der unsrigen, die weniger in der Manipulation selbst, als in den dabei beobachteten Vorsichtsmaßregeln besteht und als es mir der Steiger auf meine Fragen auseinandersetzte, schien es fast unglaublich, bis ich mich selbst überzeugt hatte. Die Häuer besetzen erstens ganz und gar ohne Patronen, sondern schütten das Pulver, da das Gestein ganz trocken ist, unmittelbar in das Loch. Eine Ausnahme von der Regel wird bei Firstenlöchern gemacht, wo die Patronen angewendet werden müssen.
Wer es nicht selbst gesehen hat, wird diese Unvorsichtigkeit und Tollkühnheit kaum glauben, zumal, wenn man bedenkt, daß Quarz, wie so hartes[?] und leicht feuerreißendes[?] Mineral die hauptsächlichste Gangart der Ausfüllung repräsentiert.
Die zweite Arbeit des Besetzens[?] ist die, daß zugleich mit dem eisernen Räumzeug ein Papier oder Federschlauch[?] auf das Pulver aufgestoßen[?] wird, dem zuletzt das vollständigste
Besetzens mittelst Letten folgt. Die Zündnadel, welche angewendet wird, ist von Kupfer. Der nöthige Letten wird in der Grube selbst gewonnen, indem ein röthlichen[?], reinen und völlig quarzfreien Letten führender 6-8" mächtiger Gang in der Nähe des Schachtes den Hauptgang durchsetzt. Jeder Häuer arbeitet sich nun für seinen Bedarf von Zeit zu Zeit ein Quantität[?] heraus, so daß dieser Gang schon in bedeutende[?] Weite abgebaut ist. Es hat also die Natur dafür gesorgt, daß diese Grube eine besondere Wetterfabrication gar nicht nöthig hat.
Zu Zündern nehmen sie feine[?] Strohhalmen, kleben sie an einem Ende mit Jnschlitt[?] zu, füllen sie mit Pulver und kleben sie an dem anderen Ende ebenfalls zu. Schwefelwürmchen gebrauchen sie nicht, sondern Schwamm, von dem sie ein Stückchen über den Halm, welchen sie ehe[?] etwas aufgeschnitten haben, streifen, so daß es mit dem Pulver in Berührung kommt. Nachdem schlitzen sie den ganzen Halm noch auf und stecken ihn in das von der Zündnadel offen gelassene Loch. Gewöhnlich werden mehrere Löcher zugleich angesteckt, wobei sie den Schwamm in verschiedenen Längen anwenden und zwar so, daß die entferntesten und zuerst angesteckten Löcher den längsten Streifen erhalten.
Aus dieser Art und Weise des Besetzens sehen wir, mit ein wenig Vorsicht zu Werke gegangen wird, und doch sollen, wie uns der Steiger versicherte, ungeheuer selten Unglücksfälle vorkommen. Wie vorsichtig wird dagegen bei uns die Sprengarbeit angewendet
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