Mathiowitz
mit der Ausführung mehrerer Passionsbilder als Wandmalereien beschäftigt. Die Kirchenrechnung notiert dazu: pro tribus . . . amarissimae passionis in pariete carceris 24 fl. Diese Fresken sind längst verschwunden, da an der ständig durchnäßten Quadermauer Verputz nicht haften bleibt.
Gegenseitig zu dem Rundbau liegt in der Stirnlinie des heutigen Presbyteriums der untere Teil eines mit der Jahrzahl 1520 datierten alten Turmes, der im Erdgeschoß heute die Sakristei und darüber noch einen Raum birgt. Seine einst weiter in die Höhe geführte Wendeltreppe bricht hier ab. Ende des XVII. Jahrh. steht der Turm noch, die Zeit seiner Abtragung ließ sich bisher nicht feststellen. Ein verhältnismäßig später Anbau liegt dann noch zwischen Sakristei und Apsis. Er
[obr] Abb. 207. Schlaggenwald. Pfarrkirche und ihre Anbauten an der Nordseite im J. 1698. Nach der Kirchenansicht auf dem S. Georgsbild des Christian Leibelt (Museum Schlaggenwald).
öffnete sich als Oratorium in den Kirchenraum. Anfangs des XIX. Jahrh. wurde die Verbindung dorthin vermauert und der Raum der Sakristei angegliedert. Als jüngster Anbau (XVIII. Jahrh.) ist die Eingangshalle an der Nordseite anzusprechen, die sich zu ihren Seiten in Kapellenräume öffnet und noch die Schneckentreppe des Chores einschließt. Ansichten aus dem Ende des XVII. Jahrh. deuten an gleicher Stelle einen einstöckigen Holzbau an (Abb. 207).
Zu den baulichen Anlagen des Presbyteriums gehören auch unzugängliche Gruftanlagen, welche den Baugrund bis in das Langhaus hinein unterfahren.
Im Gegensatz zum Altarraum erscheint das jüngere Langhaus vom Rundbogen beherrscht als Renaissancebau, dem spätere Herrichtung
[bez
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