Soupis historických a uměleckých památek okresu Loket — Horní Slavkov
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Farní kostel sv. Jiří v Horním Slavkově

Abschluß

beiderseits von eigenartigem Bauwerk flankiert. An der Südseite ist es ein altertümlicher Steinbau mit dem Grundriß eines gestreckten Halbrunds. Die Art seines mächtigen Quaderwerkes und seiner Anlage führen zunächst zur Annahme eines Baurestes aus einem älteren, verschwundenen Bau. Ihn zu deuten, könnte an der Hand jener um 1728 noch geläufigen Überlieferung versucht werden, welche den Rundbau eine alte Bastei oder Vorwerk nennt (antiqua bastya seu antemurale). Es liegen da Bezeichnungen vor, welche für Anbauten

[obr] Abb. 206. Schlaggenwald. Pfarrkirche: Südfront.

an Kirchen sonst nicht gebräuchlich sind. Doch dürfte es sich hier am Platze der älteren Kirche nur um den Rest einer der flankierenden Türme oder Kapellenanbauten aus einer frühen Anlage handeln. Nachdem der Bau außenseitig heute in hoher Anschüttung begraben liegt, sein Unterbau und seine ursprüngliche Bodengleiche nicht bekannt sind, so kann über Alter und Zweck hier erst nach einer Freilegung entschieden werden. Der Bauerhaltung wäre die Vornahme dieser Arbeit ebenso dringend wie der Denkmalserforschung zu wünschen.

Die Kirchenchronik berichtet, daß derselbe Rundbau im J. 1728 mit Erde und menschlichen Knochen angefüllt gewesen sei (Karner?). Damals wurde der Bau im Innern freigelegt, mit der Kirche verbunden und als Kapelle mit dem Namen Carcer Christi Domini, Christi Kerker ausgebaut. Spätere Zeit richtete den Raum als Grabkapelle ein. Im Jahre 1731 war hier der Tachauer Maler Mathaeus

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