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wald geht das früheste Datum nicht um viele Jahre der Geschichte der Pfarrkirche voran. Nach dem Liber erectionum II, 2 bestand eine Messestiftung an dieser Kirche durch Borso von Riesenburg aus dem J. 1380. Im J. 1453 wird in einem Spruchbrief Heinrichs von Plauen des Schlaggenwalder Pfarrers Erwähnung getan. Vom Kirchenbau selbst aber hat sich keinerlei Nachricht erhalten, aus der sich irgendein Bild der ältesten Schlaggenwalder Kirchenanlage gewinnen ließe. Nach 1500 erweist sie sich als unzulänglich, so daß Johann Pflug in sein umfangreiches Bauprogramm für Schlaggenwald auch den Neubau der Pfarrkirche aufnimmt, zu welcher zwischen den J. 1517 und 1518 der Grundstein gelegt wurde. Nach dem gleichartig an dem
[obr] Abb. 205. Schlaggenwald. Pfarrkirche: Strebepfeiler mit dem Baudatum des J. 1520.
nordöstlichen Strebepfeiler der Apsis und an einem Fenstergewand des Sakristeibaues angebrachten Baudatum des J. 1520 war in diesem Jahre das Presbyterium samt Anbau im Aufgehenden fertiggestellt (Abb. 205). Erst die folgenden Jahre sehen schließlich auch im Langhaus den beendeten Kirchenbau, an dem sich neben einem älteren übernommenen Bauwerk auch noch spätere Zubauten erkennen lassen. Auf diese und auf baugeschichtliche Einzelheiten wird die beschreibende Würdigung des Baudenkmales zurückkommen.
Im Bauplan war an eine einheitliche, gotische Hallenkirche gedacht, die zunächst in dem tiefen Presbyterium zur Ausführung kam, dessen Raumbemessung über das liturgische Bedürfnis eines Altarraumes weit hinausgeht. Dieser Kirchenteil bewegt sich durchaus noch in den Formen des gotischen Baustiles. Bei gleicher Höhe wie das Langhaus wird das Presbyterium von einem Netzgewölbe überdeckt, das durch Steinrippen in Rhomben und Dreiecksfelder geteilt ist. Rundbogig sind hier die hohen Fenster geschlossen. Auf Maßwerk hat ihr Meister bei ihrer geringen Lichte verzichten können. In ungebrochener Rundung eines flachen Halbkreises verläuft der Triumphbogen: Ein Baudetail, das für die unabweisliche Annahme einer einst selbständigen Kultanlage im Raume des gotischen Presbyteriums nicht ohne Bedeutung bleibt. Dieses war in seinem ehemaligen, frontalen
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